Hahn-Meitner-Institut erweitert Adlershof-Präsenz

Richtfest für einen Anbau an einem Gebäude von BESSY

Mit einem Richtfest feierte das Hahn-Meitner-Institut am Freitag, dem 22. September 2000 die Erstellung eines Neubaus in unmittelbarer Nachbarschaft zum Großgerät der Forschungsanlage BESSY auf dem Wissenschaftscampus in Berlin-Adlershof.

Das Bauwerk ist einer von zwei neuen Anbauflügeln, mit dem das viergeschossige Hauptgebäude bei BESSY in der Einsteinstraße in Adlershof erweitert wird. Dieser Bau steht neben dem eigentlichen Forschungsgerät, der kreisrunden Geräte- und Experimentierhalle von BESSY.

BESSY - die Berliner Elektronen-Speicherring-Anlage für Synchrotronstrahlung - bietet dem Hahn-Meitner-Institut vielfältige Nutzungsmöglichkeiten sowohl für seine Arbeiten zur Erforschung der Struktur der Materie wie für seine Solarenergieforschung. Mit der Baumaßnahme stärkt das Hahn-Meitner-Institut zugleich seine Präsenz in Adlershof, wo das Hahn-Meitner-Institut auch einen wesentlichen Teil seiner Solarenergieforschung etabliert hat.

In dem Neubau verfügt das Hahn-Meitner-Institut bei seiner Fertigstellung über Ar-beitsräume für 15 Wissenschaftler mit angegliederten Labors und weiteren technischen Räumen zur Durchführung und Vorbereitung der Experimente an BESSY. Für das Bauwerk entstehen Gesamtkosten von rund 9 Millionen Mark, von denen rund 5,6 Millionen Mark aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) bereitgestellt wurden. Das Gebäude soll einschließlich seines Innenausbaus im September nächsten Jahres fertiggestellt sein.

In Ergänzung zu dem Neubau erstellt das Hahn-Meitner-Institut zur Zeit im Rahmen einer gemeinsamen wissenschaftlichen Programmplanung mit BESSY zwei neue Messplätze an dem Großgerät. Die Nutzung der Synchrotronstrahlung bietet dem Hahn-Meitner-Institut und seinen wissenschaftlichen Partnern eine exzellente Erweiterung der eigenen experimentellen Möglichkeiten, dem Einsatz der Neutronenstreuung an seinem Forschungsreaktor und der Nutzung von Ionenstrahlen an seinem Teilchenbeschleuniger.

Mit der Verbindung dieser Methoden verfügt Berlin über eine einzigartige regionale Forschungs-Infrastruktur für die Material- und Werkstoffforschung. Die Anwendungsfelder der experimentellen Möglichkeiten reichen von der Entwicklung von Hochtechnologiewerkstoffen über die Halbleitermaterialentwicklung und Photovoltaik bis zur chemischen Katalyse und Prozesstechnik.


Berlin, 21. September 2000