Hahn-Meitner-Institut sucht mit dem Thema "Solarenergie" den Kontakt zur Jugend

Sonder-Ausstellung "Lebendige Wissenschaft" zeigt Forschungsthemen aus der Helmholtz-Gemeinschaft im Deutschen Museum München

Wie kann man eine Modell-Solarzelle aus Früchtetee basteln? - Wie viel Muskelkraft kostet es, einen Liter Wasser um ein Grad zu erwärmen? - Wie misst man die Leistung von Solarzellen bei veränderten Farben des Lichts?

Mit diesen und anderen Themen beteiligt sich das Hahn-Meitner-Institut an der Sonder-Ausstellung "Lebendige Wissenschaft" vom 21. bis zum 26. November im Deutschen Museum in München. Die Wissenschafts-Schau zeigt auf neun Stationen aktuelle Forschungsthemen der Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren. Insbesondere Jugendliche und Schulklassen sind zu einer Entdeckungsreise durch die modernen Naturwissenschaften eingeladen.

Unter dem Motto "Hands on" stehen die Themen des Hahn-Meitner-Instituts. Betreut von jungen Wissenschaftlern erleben Besucher, wie man mit den einfachen Zutaten Früchtetee und Jod eine Farbstoff-Solarzelle baut. Elektrische Energie, die über einen Hometrainer aus Muskelkraft gewonnen wird, zeigt einen Aufbau, der eben erst in der Fernsehshow "Kopfball" vorgestellt wurde. Die Erwärmung von Wasser, das Anheben eines Gewichts oder das Aufleuchten von Glühlampen sind hier Messgrößen der eigenen Leistung. Lehrreich ist auch die Präsentation einer Video-Projektion zum Thema Solarenergie. Das Besondere daran: der Besucher kann interaktiv in das Geschehen eingreifen und mit Antworten und Fragen das Projektionsbild verändern. Eigene Messungen können die Ausstellungsbesucher schließlich noch an einem Gerät durchführen, das die Abhängigkeit des Photostroms einer Solarzelle von der Farbe des Lichts demonstriert.

"Wir wollen den jungen Besucher begeistern, aber auch zur Diskussionen anregen", sagt Dr. Klaus Lips, dem die Initiative "Wissenschaft im Dialog" von Bundesforschungsministerin Bulmahn ein besonderes Anliegen ist und der maßgeblich zur Realisierung der Exponate des Hahn-Meitner-Instituts beigetragen hat. Junge Leute brauchen Wissen, und die Wissenschaft braucht junge motivierte Forscher. Hierin liegt letztlich das zentrale Motiv des großen öffentlichen Auftritts der Helmholtz-Forschungszentren in München.

Weitere Informationen: www.helmholtz.de/


Berlin, 7. November 2000