Neuer Name - neues Programm

Das Hahn-Meitner-Institut Berlin (HMI) trägt nun den Namen "Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie".

Eine Umbenennung, die mehr bedeutet als nur ein Etikettenwechsel. Sie ist der erste, nach außen sichtbare Schritt zur Fusion von HMI und BESSY, die im Januar 2009 vollzogen sein wird. Der dann gemeinsame Name macht die wissenschaftliche Neuausrichtung des Zentrums sichtbar sowie die Zugehörigkeit zur Helmholtz-Gemeinschaft, der größten Wissenschaftsorganisation Deutschlands.

Für die Fusion gibt es viele gute Gründe. Vor allem ist es für die Wissenschaft sinnvoll, die in Berlin existierende Neutronen- und die Synchrotronstrahlungsquelle gemeinsam zu betreiben und zu nutzen. Viele Fragestellungen lassen sich dadurch komplementär beantworten, zum Beispiel Themen aus den Forschungsfeldern Magnetismus und Supraleitung. Das kombinierte Experimentieren mit Photonen und Neutronen wird neue Ergebnisse hervorbringen, die sowohl für die Grundlagenforschung als auch die Entwicklung moderner Materialien - etwa für die Datenspeicherung - von großer Bedeutung sein werden. Außerdem wird der Forschungsbereich Photovoltaik profitieren, in dem das HMI ausgewiesene Kompetenzen besitzt. Durch Einbinden beider Großgeräte entstehen innovative und einzigartige Forschungsmöglichkeiten, die zur Entwicklung neuer hocheffizienter Dünnschichtsolarzellen führen werden.

Von der Fusion werden alle externen Nutzer profitieren, die komplementär mit Neutronen und Synchrotronlicht arbeiten wollen. Die führenden Wissenschaftler des neuen Helmholtz-Zentrums werden dabei mit eigenen Forschungsprojekten voran gehen.

Sowohl die Synchrotronstrahlungsquelle BESSY II wie auch die Neutronenquelle BER II des Hahn-Meitner-Instituts sind zwei weltweit hoch angesehene Anlagen, die national wie international stark frequentiert werden. Sie ziehen jährlich über 2000 Forscher aus 35 Ländern an. Ab 2009 wird das neue Helmholtz-Zentrum unter dem Dach der Helmholtz-Gemeinschaft beide Großgeräte betreiben und externen Nutzern den kombinierten Zugang zu ihnen erleichtern. Beide Standorte werden gestärkt.Sowohl in Wannsee (Lise-Meitner-Campus) als auch in Adlershof (Campus Wilhelm Conrad Röntgen) sind erstklassige Zukunftsprojekte geplant. In Wannsee entsteht der weltweit stärkste Magnet für Neutronenexperimente und in Adlershof wird ein Kompetenzzentrum für Photovoltaik errichtet. Forschung und Industrie wollen damit die Produktion hocheffizienter Dünnschichtsolarzellen in Deutschland langfristig etablieren. Mit der Fusion von HMI und BESSY erhält Berlin also ein neues schlagkräftiges Helmholtz-Zentrum, das innovative und einzigartige Forschungsmöglichkeiten schafft und mit der Strukturaufklärung komplexer Materialien einen grundlegenden Beitrag für Wissenschaft und Technik leistet.

Standortadressen:

Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie

Lise-Meitner-Campus
Glienicker Straße 100
14109 Berlin

Wilhelm-Conrad-Röntgen-Campus
Albert-Einstein-Str. 15
12489 Berlin


Mai 2008