Superstratzelle - "Künstliches Blatt" in Aktion

Der Videoclip zeigt eine komplexe Solarzelle mit so genannter Superstrat-Struktur. Diese Zelle funktioniert wie ein „künstliches Blatt“, sie nutzt Sonnenlicht, um Wasser aufzuspalten und Wasserstoffgas zu erzeugen.

Die Zelle ist in verdünnte Schwefelsäure getaucht und wird von vorne mit Sonnenlicht bestrahlt, so dass sich eine elektrische Spannung aufbaut. Die Kamera filmt die Rückseite der Zelle, die mit zwei speziellen Katalysatoren beschichtet ist, damit der Prozess möglichst effektiv und an getrennten Orten abläuft:  Im linken Reaktionsfenster,  beschichtet mit „Platin black“, bildet sich  Wasserstoffgas, während im rechten Feld, vermittelt durch Rutheniumdioxid-Teilchen, Sauerstoff-Bläschen entstehen.

Um die Katalysatoren auf den Solarzellenkontakten aufzubringen, hat Diana Stellmach eine raffinierte, neue Lösung gefunden: Sie verwendet einen leitfähigen Kunststoff, der die Katalysatorteilchen an die Zellkontakte anbindet. Damit hat sie als erste Wissenschaftlerin in Europa eine Lösung gefunden, um auch die Korrosion zu verhindern. Denn der Kunststoff versiegelt auch die empfindlichen Teile der Zelle gegen Korrosion und ermöglicht so eine stabile Ausbeute von etwa 3,7 Prozent des Sonnenlichts.