Das Dotieren anorganischer Halbleiter stellt die zentrale Grundlage der modernen Elektronik dar. Dabei werden Halbleitermaterialien, wie beispielsweise Silizium, kontrolliert mit Fremdatomen verunreinigt, wodurch sich die Leitfähigkeit präzise einstellen lässt. Seit einigen Jahren wird die sogenannte organische Elektronik als zukunftsweisende Technologie entwickelt. Hier werden organische Moleküle und Polymere als Halbleiter verwendet. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) und des Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) konnten nun in einer Kooperation erklären, welcher Mechanismus das Dotieren organischer Halbleiter bestimmt. Damit soll es nun gelingen, neue verbesserte Dotier-Moleküle zu entwickeln. [...].
Die Charité Berlin und das HZB behandeln seit 1998 Patienten, die an einem Augentumor erkrankt sind, mit Protonenstrahlen. 2007 hatte die Charité die Federführung für diese spezielle Therapie übernommen, die für Patienten erhebliche Vorteile mit sich bringt. Kürzlich wurde der Vertrag zur Fortsetzung der Protonentherapie und zum Betrieb der dazu notwendigen Beschleunigeranlage von beiden Seiten mit unbegrenzter Laufzeit unterzeichnet. Es ist eine gute Nachricht für die 500 bis 600 betroffenen Menschen, die jährlich in Deutschland an einem malignen Aderhautmelanom erkranken. [...].
Mit einem Festakt an der Freien Universität Berlin wurde am Montag, dem 19. Dezember, ein neues Helmholtz Virtuelles Institut (HVI) eröffnet, an dem neben dem federführenden Helmholtz-Zentrum Geesthacht in Teltow (HZG) und der Freien Universität Berlin auch das Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) einer der Kernpartner ist. [...].
Zum Richtfest des NEAT-Anbaus kamen rund 100 Gäste / Auf dem Workshop zur Neutronenspektroskopie im Terahertz-Bereich wurden u.a. die Untersuchungsmöglichkeiten am NEAT II diskutiert
Knapp vier Monate nach dem Ausheben der Baugrube wurde am 30. November das Richtfest für das Gebäude des NEAT II in Wannsee gefeiert. Der Anbau an die Neutronenleiterhalle wird die Detektoren für das neue Flugzeitspektrometer beherbergen. Er soll bis Ende März 2012 fertiggestellt werden. Die Baukosten für das Gebäude betragen eine Million Euro. [...].
Das HZB will noch familienfreundlicher werden und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützen, Familie und Beruf besser zu vereinbaren. Seit Mai 2011 unterzieht sich das HZB dem Audit „berufundfamilie“ der gemeinnützigen Hertie-Stiftung. Externe Berater haben den Prozess begleitet und gemeinsam mit den im Haus Beteiligten nach Lösungen gesucht, um die Familienfreundlichkeit nachhaltig zu verbessern. Nachdem die Geschäftsführung den Zielen zugestimmt hat, hat die Stiftung Anfang Dezember das Zertifikat „berufundfamilie“ verliehen. Das HZB darf dieses nun tragen und mit dem Logo zum Beispiel auf Stellenanzeigen, auf den Webseiten oder auch auf Broschüren werben. [...].
HZB-Forscher ermöglichen Röntgenspektroskopie mit räumlicher Auflösung im Nanometerbereich
Forscher des Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) haben ein neues Mikroskop entwickelt, das röntgenspektroskopische Untersuchungen mit hoher räumlicher Auflösung ermöglicht. Das Mikroskop an der Synchrotronquelle BESSY II des HZB nutzt dafür brillante Röntgenstrahlung. [...].
Katalysatoren sind aus der modernen Technik nicht wegzudenken: Sie spielen eine große Rolle in chemischen Prozessen in der Industrie, bilden die Grundlage für schadstoffarme Autos und werden in Zukunft für die Energieerzeugung in Brennstoffzellen essenziell sein. In einer Zusammenarbeit des Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) mit der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) konnten Wissenschaftler erstmals Ruthenium-Katalysatorpartikel mit nur etwa zwei Nanometer Durchmesser mit Hilfe der Elektronen-Tomographie dreidimensional abbilden.
[...].
Nanomagnete werden heutzutage vielerorts eingesetzt: in der Medizin genauso wie in der Datenspeicherung. Dazu müssen sie mal stark, mal schwach magnetisch sein. Wie man die winzigen Magnete mit ganz bestimmten Eigenschaften herstellt, haben Forscher vom Center for Nanointegration (CeNIDE) an der Universität Duisburg-Essen (UDE) soeben herausgefunden und ihre Ergebnisse veröffentlicht. [...].
Fluoreszierende Proteine sind wichtige Untersuchungswerkzeuge in den Biowissenschaften: Angekoppelt an andere Eiweißstoffe, lassen sich mit ihrer Hilfe Lebensvorgänge in Zellen und Organismen auf molekularer Ebene genau studieren. Die Fluoreszenz-Proteine werden dazu gezielt zum Leuchten gebracht, beziehungsweise bei Bedarf in den nicht-leuchtenden Zustand überführt. Übertragen gesprochen: Sie werden wie eine Lampe an- oder ausgeschaltet. Am Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) ist es Wissenschaftlern nun erstmals gelungen, die mit der Fluoreszenz verbundenen Strukturmerkmale an ein und demselben Proteinkristall im ein- und ausgeschalteten Zustand zu untersuchen. Die Ergebnisse haben sie in Nature Biotechnology veröffentlicht (doi:10.1038/nbt.1952). [...].
Ehrenvorsitzender des weltgrößten Automobilherstellers besucht das HZB
Eigentlich dürfen keine Autos auf dem Platz vor dem BESSY-Gebäude parken, doch an diesem Tag gab es eine Ausnahme, als Dr. Shoichiro Toyoda und seine Begleiter am Mittwoch, den 19. Oktober mit Lexus und Toyota vorfuhren, um BESSY II zu besichtigen. Der langjährige Firmenchef des weltgrößten Automobilherstellers und heutige Ehrenvorsitzende der Toyota Motor Company hat sich anderthalb Stunden Zeit für seinen Rundgang genommen, für den er eigens nach Berlin angereist ist. [...].
Martin Kreuzer reichte ein Foto vom Neutronen-Instrument BioREF mit einer ungewöhnlichen Perspektive ein – und gewann damit prompt den ersten Preis beim Fotowettbewerb von NMI3. Sein Foto wird den Titel der Novemberausgabe des Magazins Inside NMI3 schmücken. Den zweiten Platz hat die Jury an drei Fotografen vergeben. Einer der zweiten Plätze ging an Marcus Trapp, der ebenfalls ein Foto vom BioREF einreichte. Beide Preisträger sind Mitarbeiter der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und als Kooperationspartner des Projekts BioRef regelmäßige Nutzer am BER II. [...].
Alles Gute ist nie beisammen. In der Welt komplexer Geräte gilt dies in besonderem Maße. Will man beispielsweise einen neuen Fernseher oder ein Smartphone kaufen, nutzen deshalb viele Konsumenten vergleichende Bewertungen wie zum Beispiel von Stiftung Warentest. Sie helfen bei der Abwägung: worin unterscheiden sich die Geräte, was können sie, welche Funktionen sind besonders wichtig, worauf kann man möglicherweise verzichten. Bei der Analyse von dünnen Solarzellen-Schichten stehen Wissenschaft und Industrie vor einem ähnlichen Problem. [...].
Wissenschafter des Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) haben einen Sensor für die Wasserstoffbrückenbindungen in flüssigem Wasser gefunden. In Röntgenspektren fanden sie einen Peak, der empfindlich auf das Brechen von Wasserstoffbrücken reagiert. Sie publizieren die Ergebnisse in der online-Ausgabe der Zeitschrift Angewandte Chemie (DOI: 10.1002/anie.201104161). [...].
HZB an Forschungen zur Quantenschwebung beteiligt, die das Verständnis vom Entstehen und Brechen chemischer Bindungen erweitert.
Das Brechen der Bindung zwischen zwei Atomen ist ein elementarer Schritt in einer chemischen Reaktion. Dabei trennen sich die Atome bis sie keine Wechselwirkung mehr spüren. Kommt eins der Atome in die Nähe eines weiteren Atoms, kann es von diesem eingefangen werden, so dass eine neue chemische Bindung entsteht. Die bisherige Vorstellung von diesem Prozess: Die Bewegung der Atome verläuft stetig; beim Brechen einer Bindung vergrößert sich der Atomabstand kontinuierlich, beim Entstehen einer neuen Bindung verkleinert er sich ebenso kontinuierlich. [...].
Den Paläontologen Florian Witzmann und Oliver Hampe vom Museum für Naturkunde Berlin gelang in Kooperation mit Wissenschaftlern der Charité und des Helmholtz-Zentrums Berlin für Materialien und Energie eine aufsehenerregende Entdeckung: An einem 150 Millionen Jahre alten Wirbel des Dysalotosaurus lettowvorbecki konnten sie den bisher ältesten Nachweis von Viren erbringen. Der Pflanzen fressende Dinosaurier aus Tendaguru/Tansania hatte zu Lebzeiten eine Paget genannte Knochenkrankheit, die durch masernähnliche Viren ausgelöst wird und bislang nur von Menschen und Primaten bekannt ist. Die Wissenschaftler berichten darüber in der jüngsten Ausgabe der Zeitschrift Current Biology. [...].
Der Physiker Prof. Dr. Emad Flear Aziz, Wissenschaftler am Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) und an der Freien Universität Berlin, wird mit einem „ERC Starting Grant“ des Europäischen Forschungsrates ausgezeichnet. Dieser umfasst eine Förderung von 1,5 Millionen Euro. Der Nachwuchswissenschaftler kann damit in den kommenden fünf Jahren die Untersuchung von funktionalen Materialien voranbringen. Aziz‘ Forschungsthema lautet „Structure and Dynamics of Porphyrin-Based Materials in Solution vs. Interfaces”. Ihm ist es gelungen, den ersten ERC Starting Grant für das HZB einzuwerben. Über den ERC-Grant hinaus fördert die Helmholtz-Gemeinschaft Aziz´ Forschung mit weiteren 250.000 Euro. [...].
Mehrere Projekte sollen mit Industriepartnern am PVcomB umgesetzt werden
Das PVcomB hat mit mehreren Industriepartnern Kooperationen unterzeichnet, um den Technologietransfer für industrielle Fragestellungen in der Photovoltaik zu unterstützen. Mit den Verbundpartnern Inventux, NEXT ENERGY und Hüttinger Elektronik wird nun ein gemeinsames Forschungsvorhaben gestartet, an dem das PVcomB beteiligt ist. Ein weiteres Forschungsprojekt soll mit Leybold Optics am PVcomB umgesetzt werden. [...].
Am 2. September wurde im Beisein von Bundeskanzlerin Angela Merkel das Ausbildungsjahr 2011/2012 im ABB-Ausbildungszentrum in Pankow feierlich eröffnet. Im Rahmen der Feierstunde wurde auch die ehemalige HZB-Auszubildende Katrin Kerrmann von der Bundeskanzlerin für ihren vorzeitigen guten Abschluss als Mechatronikerin geehrt. [...].
Unter dem Motto "Entdeckt, was Ihr wollt!" können Schüler am 22. und 23. September experimentieren
Zu den Tagen der Forschung in Adlershof bietet das HZB am 22. und 23.9.2011 Mitmach-Experimente für Schülerinnen und Schüler an. Unter dem Motto „Entdeckt, was Ihr wollt“ demonstrieren die Adlershofer Forscherinnen und Forscher in Workshops, Vorträgen, Laborführungen und Experimenten, dass Naturwissenschaften alles andere als langweilig sind. [...].
HZB-Wissenschaftler entdecken, wie eine Substanz bei Raumtemperatur ungewöhnliche Eigenschaften entwickelt. Sie wird „multiferroisch“ und damit geeignet für eine schnelle Datenspeicherung.
Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums Berlin (HZB) haben in Kooperation mit Kollegen aus Frankreich und Großbritannien ein Material entwickelt, das bei Raumtemperatur eine seltene und schwer fassbare Eigenschaft zeigt: Es ist multiferroisch – zeigt also sowohl ferroelektrische als auch ferromagnetische Eigenschaften. So kann es bei Anlegen eines äußeren elektrischen Feldes spontan seine Polarisation ändern (ferroelektrische Eigenschaft) und sich in einem Magnetfeld magnetisieren (Ferromagnetismus). Objekt der Untersuchungen war Bariumtitanat (BaTiO3), ein ferroelektrisches Kristall. [...].
Der neue Highlight-Bericht des HZB ist da. Im kürzlich erschienenen Jahresbericht können Sie sich auf einen Streifzug durch die Wissenschaft begeben. In allgemeinverständlichen Texten stellen wir Ihnen die besonderen Höhepunkte aus einem Jahr Forschung am HZB vor. Gern möchten wir Ihre Aufmerksamkeit auch auf unsere weiteren Druckschriften lenken, in denen Sie einen Überblick über die Forschungsthemen des HZB bekommen. [...].
Am Freitag, den 19. August findet der zweite Informationstag rund um die Forschungsneutronenquelle statt. Anwohnerinnen und Anwohner sowie interessierte Berlinerinnen und Berliner sind eingeladen, die Experimentiereinrichtungen rund um den BER II zu besichtigen. Außerdem wird es Vorträge zum Aufbau und Sicherheitskonzept des Forschungsreaktors geben. Wissenschaftler erläutern außerdem die Forschungen, die mit Neutronen gemacht werden. Detaillierte Informationen bietet die Seite zum Infotag. [...].
Die in Berlin auf dem Gebiet der Strukturbiologie forschenden Wissenschaftler betreiben seit einem Jahr gemeinsam das Joint Berlin MX Laboratory. Am 17. August findet der zweite gemeinsame Workshop statt. Gastgeber ist diesmal das Max-Delbrück-Centrum in Berlin-Buch. Wer noch teilnehmen möchte, kann sich gern noch anmelden - per email an Prof. Dr. Udo Heinemann: heinemann@mdc-berlin.de [...].
TU Ilmenau und HZB unterzeichnen MoU für eine enge Kooperation in der Photovoltaik
Thomas Hannappel hat eine Stiftungsprofessur „Photovoltaik“ an der TU Ilmenau erhalten. Die Stiftungsurkunde wird Herrn Hannappel am 11. August 2011 im Rahmen einer Kick-off-Veranstaltung für die Solarforschungsinitiative der Ilmenauer Hochschule verliehen. Der Physiker leitete bisher kommissarisch die Abteilung „Materialien für die Photovoltaik“ am HZB. [...].
Vereinbarung über engere Zusammenarbeit geschlossen
Das Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie (HZB) und die Freie Universität Berlin haben heute mit der feierlichen Unterzeichnung eines Memorandum of Understanding eine wichtige Grundlage für den Ausbau ihrer Zusammenarbeit geschaffen. [...].
Das Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie (HZB) hat den Zuschlag der Helmholtz-Gemeinschaft für das Virtuelle Institut „Dynamic Pathways in Multidimensional Landscapes“ bekommen. Damit fördert die Helmholtz-Gemeinschaft das Institut über 4 Jahre mit insgesamt 2,29 Mio. Euro. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Virtuellen Instituts wollen in ineinandergreifenden Projekten die Wirkprinzipien funktionaler Materialien erforschen. [...].
Eine Erfolgsgeschichte feiert Geburtstag: Das Russisch-Deutsche Labor an der Speicherringanlage BESSY II des Helmholtz-Zentrums Berlin in Adlershof wird zehn Jahre alt. Die Einrichtung, in der Wissenschaftler zum fundamentalen Verständnis der Struktur von Materie forschen, ist eine in dieser Form einzigartige Kooperation zwischen deutschen und russischen Wissenschaftlern. [...].
Das Helmholtz-Zentrum Berlin vereinbart gemeinsam mit DLR und Forschungszentrum Jülich die Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Energieforschungsinstitut NREL [...].
Verfahren des Helmholtz-Zentrum Berlin ermöglicht umweltverträgliche Herstellung von Dünnschicht-Solarzellen
Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) gehören zu den vier GERMAN HIGH TECH CHAMPIONS im Wettbewerb der Fraunhofer-Gesellschaft. Das Team um Professor Dr. Christian-Herbert Fischer ist gestern auf der Clean Technology Conference & Expo in Boston, USA, für sein patentiertes Ion Layer Gas Reaction-Verfahren (ILGAR) ausgezeichnet worden. In Boston haben die Forscher Gelegenheit, ihr Verfahren zur Herstellung von Dünnschicht-Solarzellen interessierten Unternehmen vorzustellen und mit ihnen Kontakte zu knüpfen. Außerdem hat das Team ein Preisgeld in Höhe von 10.000 € für die Reise in die USA erhalten und um die Präsentation ihres so genannten Business Case zielgruppengerecht aufzubereiten. [...].
Im ARD-Magazin Kontraste trat am Donnerstag abend ein ehemaliger Mitarbeiter auf, um aufbauend auf Halbwahrheiten und Lügen seinen ehemaligen Arbeitgeber zu diskreditieren. Das HZB hatte dem früheren Leiter der Werkstatt fristlos gekündigt. Die in der Sendung dargestellten bösartigen Behauptungen zu angeblichen gravierenden Sicherheitsmängeln, voll auf Skandal gebürstet, sind unzutreffend. Dies haben wir auch nachfragenden Medien mitgeteilt. [...].
Der Karl-Scheel-Preis 2011 der Physikalischen Gesellschaft zu Berlin geht an Prof. Dr. Emad Flear Aziz von der Freien Universität Berlin und dem Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie
Im Mittelpunkt der Forschungen von Emad Aziz steht die elektronische Struktur von Systemen in Lösung, wobei vor allem die Grenzfläche von Feststoff und Lösungsmittel und der Einfluss der Umgebungsparameter, zum Beispiel der Temperatur, von Interesse sind. Häufig untersuchte Stoffe sind Proteine. In ihrer natürlichen, also flüssigen Umgebung sind die lebensnotwendigen Molekülkomplexe bislang nur schwer zu untersuchen, denn die üblichen Röntgenmethoden erfordern ein Ultrahochvakuum, welches in Umgebung flüssiger Proben nicht erreicht werden kann. [...].
Helmholtz-Zentrum Berlin an der Untersuchung des fossilen „Missing Link“ beteiligt
Die Entdeckung einer 47 Millionen Jahre alten fossilen Eidechse widerlegt die klassische Theorie, dass Schlangen mit anderen beinlosen Reptilien verwandt sind. Und es erklärt, wie letztere unabhängig von Schlangen entstehen konnten. „Dieses Fossil ist das ‚Missing Link’, das wir so lange gesucht haben“, sagt Prof. Johannes Müller, Wissenschaftler am Museum für Naturkunde Berlin. Die Untersuchung, die in einer Zusammenarbeit zwischen dem Museum für Naturkunde, dem Helmholtz-Zentrum Berlin, der Erdgeschichtlichen Denkmalpflege in Mainz sowie der University of Toronto at Mississauga lief, wurde in dieser Woche im Fachmagazin „Nature“ veröffentlicht. [...].
Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) haben in Kooperation mit der schwedischen Universität Lund Synchrotronlicht von bisher unerreichter Qualität erzeugt: Weltweit erstmalig gelang es ihnen, kohärente Lichtpulse im extremen vakuum-ultravioletten Spektralbereich zu generieren (66nm), die nur 200 Femtosekunden lang sind und die eine variable Polarisation aufweisen. „Wir haben damit einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu einem stabilen Freie Elektronen Laser vollzogen“, sagt Dr. Johannes Bahrdt, Leiter der HZB-Abteilung „Undulatoren“. [...].
Sintern ist ein Verfahren, um aus metallischen oder keramischen Pulvern Werkstoffe oder komplexe Bauteile herzustellen. Bei Temperaturen unterhalb des Schmelzpunktes entsteht aus einem Ausgangspulver ein Festkörper höherer Dichte. Mithilfe der hochauflösenden Synchrotron-Computer-Tomografie konnten HZB-Wissenschaftlern in einem gemeinsamen Forschungsprojekt den Prozess weiter aufklären und erstmals die Bewegung der Partikel in 3D darstellen. Dazu wurden hunderte von mikroskopischen und glatten Metallkugeln mit einem fokussierten Ionenstrahl angebohrt, um deren Bewegungen messen zu können. An dem Projekt beteiligt war Prof. Banhart, gemeinsam mit den Kollegen von der TU Dresden und der TU Berlin. Ihre Ergebnisse sind jetzt in der aktuellen Ausgabe des Onlinejournals Nature Communications erschienen. Weitere Informationen [...].
Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrum Berlin haben mit der Synchrotronstrahlungsquelle BESSY II an der Strukturaufklärung eines Proteins mitgewirkt, das für Antibiotikaresistenzen verantwortlich ist: Mit ihrer Unterstützung ist es Forschern der Universität Greifswald gelungen, die Struktur des Proteins Monooxygenase TetX zu entschlüsseln, das Bakterien eine Resistenz gegen Tetracyclin-Antibiotika vermittelt. Damit wurde erstmals ein Schlüssel zum Verständnis eines Resistenzmechanismus gefunden, noch bevor die klinische Anwendung eines Antibiotikums wirkungslos wird. Ein entsprechender Artikel wurde jetzt in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift FEBS Letters veröffentlicht. [...].
Am 21. April 2011 hat das HZB mit einer supraleitenden Elektronenquelle (SRF Gun) die ersten Photoelektronen erzeugt und beschleunigt. Dies ist ein Meilenstein für das Projekt BERLinPro, und es ist zugleich weltweit das erste Mal, dass mit einem supraleitenden Hochfrequenz-Photoinjektor aus einer supraleitenden Photokathode ein Elektronenstrahl erzeugt worden ist.
Das Experiment wurde in internationaler Zusammenarbeit zwischen HZB (u.A. Institut für SRF Wissenschaft und Technologie und Institut für Beschleunigerphysik), Jefferson Accelerator Laboratory (USA), IPJ Swierk, DESY und dem Max-Born-Institut innerhalb von zwei Jahren geplant, aufgebaut und in Betrieb genommen. [...].
Kürzlich wurde die Ausstellung des Künstlers Michel Jacot im Helmholtz-Zentrum Berlin auf dem Wilhelm-Conrad-Röntgen-Campus eröffnet. Der Künstler, Fotograf und Journalist Jacot lebt und arbeitet in Berlin. Seine Kunstwerke können noch bis zum 8. Juli 2011 täglich von 8 bis 20 Uhr in der 3. Etage des Bürohauptgebäudes am BESSY II in Adlershof besichtigt werden. Das HZB bietet regelmäßig Künstlerinnen und Künstlerin die Möglichkeit, ihre Bilder auszustellen. Bis zu vier wechselnde Ausstellungen gibt es pro Jahr auf dem Campus in Adlershof. [...].
Die centrotherm photovoltaics AG, weltweit führender Technologie- und Equipmentanbieter der Photovoltaik-Branche, hat gestern mit dem Kompetenzzentrum Dünnschicht- und Nanotechnologie für Photovoltaik Berlin (PVcomB), einer führenden Forschungseinrichtung, einen Kooperationsvertrag im Geschäftsbereich Dünnschichtmodul unterzeichnet. Mit dem PVcomB, Teil des Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB), als Industriepartner soll die Prozesstechnologie zur Herstellung von Dünnschichtmodulen weiter entwickelt werden. [...].
Einmal im Jahr sind die Mädchen ihren männlichen Mitschülern auch in den Naturwissenschaften eine Nasenlänge voraus: Nämlich wenn deutschlandweit der Girls`Day stattfindet. Am 14. April war es wieder soweit. Im HZB gibt es eine lange Tradition, sich einen Tag lang speziell um die Mädchen zu kümmern und ihnen Einblicke in naturwissenschaftliche und technische Berufe zu geben. 50 Mädchen kamen an den Standort Wannsee, 25 Schülerinnen ans HZB nach Adlershof . [...].
Wissenschaftler aus aller Welt kommen ans HZB, um die beiden Großgeräte – die Synchrotronstrahlungsquelle in Adlershof und den Forschungsreaktor in Wannsee – für ihre Untersuchungen zu nutzen. Doch bevor es mit den Messungen losgehen kann, müssen die Forscher Anträge einreichen, die ein international besetztes Gremium begutachtet. Dieser Aufwand wird betrieben, um für die aussichtsreichsten wissenschaftlichen Ideen Messzeit zur Verfügung zu stellen. Nicht selten führen sie zu herausragenden Publikationen. Ein aktuelles Beispiel ist ein Nutzerexperiment, das am Speicherring BESSY II von dem Team von Dr. Hermann Stoll vom Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme (ehemals Max-Planck-Institut für Metallforschung) zusammen mit Kollegen aus Gent und Regensburg durchgeführt wurde. [...].
Ein bisher unbekanntes magnetisches Phänomen könnte die Datenspeicherung um mehrere Größenordnungen beschleunigen
Die stetig wachsende Informationsflut produziert immer größere Datenmengen, die immer schneller verarbeitet werden sollen. Bislang ist die physikalische Grenze der Aufnahmegeschwindigkeit von magnetischen Speichermedien aber noch weitgehend unerforscht. In Experimenten am Teilchenbeschleuniger BESSY II des Helmholtz-Zentrum Berlin konnten niederländische Forscher nun eine ultraschnelle Ummagnetisierung realisieren und entdeckten dabei ein überraschendes Phänomen. [...].
Bernd Rech vom Helmholtz-Zentrum Berlin spricht auf Deutsche Welle TV über Solarenergie. "Prinzipiell scheint die Sonne in einer Stunde so viel auf die Erde, wie die Weltbevölkerung derzeit das ganze Jahr braucht. Das heißt, es ist 10.000 mal mehr. Es geht nur darum, einen kleinen Teil davon zu nutzen", sagte Prof. Bernd Rech im Interview. Wie wir diese Energie nutzen können und warum die Anwendungen bisher weniger effizient sind, erfahren Sie im Video. Der Physiker arbeitet am Institut für Silizium-Photovoltaik des Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie. [...].
EurekAlert ist ein Onlineportal, auf dem Universitäten, Forschungsinstitute und forschungsnahe Organisationen ihre Nachrichten und Pressemitteilungen veröffentlichen können. Anders als einzelne Webseiten wird das Portal global genutzt und dient Journalisten oft als erste Informationsquelle für Themen aus den Naturwissenschaften, der Medizin und Technik. Eine Pressemitteilung des HZB wurde nun zur Top-Story 2010 gekürt. Die meiste Beachtung fand im letzten Jahr der Goldene Schnitt in der Quantenwelt, den Alan Tennant mit seinem Team entdeckt hat. Fast 130.000 Aufrufe zählte EurekAlert für diese Meldung. Damit gab es für die Nachricht mehr Aufmerksamkeit als für die beliebten Themen aus dem medizinischen Umfeld. [...].
Das Kompetenzzentrum Dünnschicht- und Nanotechnologie für Photovoltaik Berlin (PVcomB) produziert erste Solarmodule. Zugleich Baubeginn des Zentrums für Photovoltaik (ZPV).
Zunächst war es eine Idee, dann folgte eine unterschriebene Willensbekundung aller Beteiligten - heute nun produziert das Berliner Kompetenzzentrum für Photovoltaik, PVcomB, erste Dünnschicht-Solarmodule der Größe 30 mal 30 Quadratzentimeter. Am Mittwoch, den 30. März 2011 wurde das PVcomB, eine gemeinsame Einrichtung aus öffentlich getragener Forschung und Industriepartnern, im Beisein von BMBF-Staatssekretär Dr. Georg Schütte, des Präsidenten der Helmholtz-Gemeinschaft, Prof. Dr. Jürgen Mlynek, des Berliner Wissenschaftssenators, Prof. Dr. Jürgen Zöllner sowie des Präsidenten der Technischen Universität Berlin, Prof. Dr.-Ing. Jörg Steinbach und vieler Vertreter der Solarwirtschaft und -wissenschaft offiziell eingeweiht. [...].
Haare, Haut, Blutkreislauf und Nervensystem – alles wird von winzigen biologischen Bausteinen gesteuert. Wer nach diesen kleinsten Bausteinen des Lebens forscht, landet automatisch bei ihnen: den Proteinen. Um diese Grundbausteine des Lebens und die Vorgänge, die sie bewirken, besser zu verstehen, archivieren Wissenschaftler in aller Welt ihre Erkenntnisse über Proteine in einer gemeinsamen Datenbank. Die HZB-Forschungsgruppe Makromolekulare Kristallografie (MX) stellt Nutzern am BESSY II die Technik zur Verfügung, mit der sie Protein-Strukturen entschlüsseln können. Vor kurzem wurde die bereits 500ste Struktur an diesen MX-Strahlrohren des HZB von Wissenschaftlern der Bayer Healthcare Pharmaceuticals Berlin entschlüsselt. [...].
Im Jahr 2010 haben fast 2000 Schülerinnen und Schüler die Angebote des Schülerlabors wahrgenommen. Das sind etwa 600 Teilnehmer mehr als im Vorjahr. Bis zu den Sommerferien 2011 sind bereits alle Termine ausgebucht. Von August bis Dezember 2011 sind noch wenige Termine frei. Das Schülerlabor des HZB bietet Schülerinnen und Schülern aller Alterstufen Projekttage zu Themen, die in unmittelbarer Verbindung zum HZB stehen. [...].
Gemeinsame Pressemitteilung des Helmholtz-Zentrums Berlin, des Forschungszentrums DESY und der European XFEL GmbH
Wissenschaftler entwickeln eine Methode, um Prozesse mit hochintensiven ultrakurzen Röntgenpulsen bis auf wenige Femtosekunden genau zu untersuchen
Viele physikalische und chemische Vorgänge laufen in extrem kurzer Zeit und auf extrem kleinen Längenskalen ab, in der Regel in Zeiten von billiardstel Sekunden und auf Längen von milliardstel Metern. Um solche Phänomene zu untersuchen, nutzen Forscher intensive ultrakurze Röntgenblitze. Denn aus der Fotografie weiß man: Je schneller ein Vorgang abläuft, desto kürzer muss die Belichtung sein, die diesen sichtbar macht. [...].
Wissenschaftler entwickeln eine Methode, um Nanostrukturen zu filmen
Wenn wir erkältet sind, wehrt sich das Immunsystem. Das ist in der Biologie bekannt, aber schwer direkt zu beobachten. Denn Vorgänge auf molekularer Ebene sind nicht nur winzig, sondern vor allem extrem schnell und deswegen schwierig abzubilden. Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie (HZB) und der Technischen Universität Berlin (TUB) stellen nun in der Zeitschrift Nature Photonics eine Methode vor, die ein wichtiger Schritt zum „molekularen Film“ ist. Sie können Bilder in einem so kurzen Zeitabstand aufnehmen, dass man Moleküle und Nanostrukturen zukünftig in Echtzeit beobachten kann. [...].
HZB richtet Technologiezentrum für hocheffiziente optische Präzisionsgitter ein
Der Berliner Senat für Wissenschaft und Forschung hat finanzielle Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) bewilligt, um ein Technologiezentrum für hocheffiziente optische Präzisionsgitter am Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) aufzubauen. Das Vorhaben wird vom EFRE mit fünf Millionen Euro gefördert und vom neuen HZB-Institut für Nanometeroptik und Technologie umgesetzt. Das neue Technologiezentrum wird die Bedeutung Berlins als Standort für Präzisionsoptiken weiter stärken. Im Technologiezentrum für hocheffiziente optische Präzisionsgitter sollen neue Beugungsgitter für Synchrotronstrahlung entwickelt werden. [...].