Professor Pettenkofer betreut am Berliner Synchrotronring BESSY II einen Messplatz, an dem Halbleiteroberflächen mit Synchrotron-strahlung analysiert werden. Dabei handelt es sich um Materialien, die in den am HZB erforschten Dünnschichtsolarzellen zum Einsatz kommen. Die Forschung an Dünnschichtsolarzellen ist eines der Schwerpunktthemen am Helmholtz-Zentrum Berlin, wobei einerseits neue Materialien entwickelt werden und andererseits mit einer Vielzahl von Analyse-Methoden das Verhalten der dünnen Schichten untersucht wird. „Neben der Kombination verschiedener Analysemethoden ist das Besondere an unserer Anlage, dass hier die Schichten schon während des Wachstums (in situ) im Vakuum analysiert werden können“, sagt Prof. Pettenkofer. Für Physik-studenten an der BTU hält er seit zwei Jahren die Vorlesung „Einführung in die Physik“. Zusätzlich besteht eine enge Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Dieter Schmeißer (Angewandte Physik / Sensorik BTU Cottbus) am BESSY.
Noch bessere Möglichkeiten zur Nutzung des Synchrotrons für die Photovoltaik wird es durch die Fusion des HZB (ehemals Hahn-Meitner-Institut) mit BESSY geben, die zum Januar 2009 vollzogen wird. Die im Juni erfolgte Umbenennung des Hahn-Meitner-Instituts in „Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie“ (HZB) ist bereits der erste, nach außen sichtbare Schritt zu dieser Fusion. Der dann gemeinsame Name macht die wissenschaftliche Neuausrichtung des Zentrums sicht-bar sowie die Zugehörigkeit zur Helmholtz-Gemeinschaft, der größten Wissenschaftsorganisation Deutschlands.
Die BTU Cottbus ist eine international anerkannte, innovationsorientierte kleine Technische Forschungs- und Lehruniversität. Ihre Schwerpunkt-themen sind: Umwelt, Energie, Material, Bauen sowie Information und Kommunikation. Sie erbringt zukunftsfähige Leistungen, indem sie über die ingenieur- und naturwissenschaftlichen Kenntnisse und Fertigkeiten hinaus auch fachübergreifende Kompetenzen erforscht und vermittelt.