Q-Team: Neugier wecken auf die Grundlagen

Freundlich im Kontakt, innovativ und weltoffen – das sind Attribute, die laut einer Studie mit dem HZB in Verbindung gebracht werden. Ein weiteres Ergebnis: Eine stärkere Öffnung für interessierte Bürger wäre wünschenswert.

Wie denken eigentlich Außenstehende über das HZB? Weil die Antwort auf diese Frage entscheidend für die Kommunikationsstrategie ist, hat die Abteilung »Kommunikation« zusammen mit dem Marktforschungsinstitut HOPP eine Online-Befragung gestartet. 301 Personen haben an der Umfrage teilgenommen - unter ihnen sind zum Beispiel Nutzerinnen und Nutzer der HZB-Großgeräte und Kooperationspartner. 22 Prozent kommen aus dem Ausland, vor allem aus Europa oder Asien. 64 Prozent aller Befragten sind der Meinung, dass das HZB international gut angesehen ist. Nur sechs Prozent sind der Meinung, dass das überhaupt nicht zutrifft. Auch für die Beschreibungen »innovativ« (65 Prozent) und »weltoffen« (55 Prozent) gibt es viel Zustimmung. Mehr als die Hälfte (57 Prozent) der Befragten findet, dass das HZB einen guten Ruf in der Region hat. Nur 16 Prozent halten das HZB für »provinziell«, während 40 Prozent meinen, dass das überhaupt nicht zutrifft. Rund ein Viertel der Befragten hat jedoch kein klares Bild vom HZB und konnte das Image nicht beurteilen. Dies bietet einen relativ großen Spielraum, das Image zu gestalten.

Das Forschungsprofil des HZB ist zwei Dritteln der Befragten bekannt. Besonders einige Themen werden häufig mit dem HZB in Verbindung gebracht: die Forschung an Energiematerialien (64 Prozent), die Materialforschung allgemein (62 Prozent), die Photovoltaik (61 Prozent) sowie die Forschung mit Synchrotron-Strahlung (58 Prozent) und mit Neutronen (48 Prozent). Eher unbekannt ist hingegen die Erforschung von Materialien für die energieeffiziente Informationstechnologie (30 Prozent).

77 Prozent der Befragten stimmen zu, dass das HZB eine moderne wissenschaftliche Infrastruktur bietet. 69 Prozent halten die von HZB-Forschenden veröffentlichten Publikationen in Fachzeitschriften für relevant (19 Prozent konnten dies jedoch nicht einschätzen). Gelobt wird auch der freundliche Kontakt (77 Prozent) und das schnelle Weiterhelfen bei Anliegen und Problemen (58 Prozent). Hohe Zustimmung bekommt das HZB für seine Leistungen in der Grundlagenforschung (77 Prozent) und bei der Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses (71 Prozent).

Rund die Hälfte der Befragten findet indes, dass sich das HZB noch nicht ausreichend für wissenschaftlich interessierte Bürger öffnet, obwohl sie dies als eine der wichtigsten Aufgaben ansehen. 72 Prozent der Befragten haben in den vergangenen sechs Monaten Informationen zum HZB wahrgenommen, am häufigsten über das Internet. Auf der HZB-Webseite möchten sich die Befragten über Forschungsthemen (43 Prozent) und Jobangebote (40 Prozent) informieren. Auch Informationen über die Großgeräte (22 Prozent), aktuelle News (21 Prozent) bzw. Kontaktdaten von Mitarbeitenden (19 Prozent) wurden gesucht.

Acht von zehn Besuchern sind mit dem Angebot im Web im Wesentlichen zufrieden. 65 Prozent finden die Webseite »informativ«, 59 Prozent sagen, sie sei »ansprechend gestaltet« und 56 Prozent, sie sei »übersichtlich«. Die Hälfte der Befragten kennt das HZB bereits durch öffentliche und wissenschaftliche Veranstaltungen. Direkte Kontakte sind besonders wichtig, um sich über Forschungsanlagen und Kooperationen zu informieren (Mehrfachnennungen waren möglich): 62 Prozent nutzen dafür Gespräche mit HZB-Forschenden, 42 Prozent werden bei wissenschaftlichen Veranstaltungen auf Kooperationsmöglichkeiten aufmerksam. Die HZB-Webseite spielt mit 31 Prozent eine deutlich geringere Rolle. Damit wird die herausragende Rolle von persönlicher und dialogorientierter Kommunikation bei der Imagebildung deutlich.