Q-Team: Neugier wecken auf die Grundlagen

Fragen stellen und über den Tellerrand der eigenen Studienrichtung schauen: Das bieten Q-Teams von der Humboldt-Universität Berlin. Eine neue Gruppe startet nun auf Initiative eines HZB-Doktoranden.

Studenten forschen gemeinsam zur Elektronenwechselwirkung zwischen Quantenpunkten – und das interdisziplinär und zusammengewürfelt aus der Chemie, Physik, Mathematik, Informatik und den Ingenieurswissenschaften. Mit diesem Konzept hat Axel Molle ein Nachwuchsforscher-Team ans Helmholtz-Zentrum Berlin geholt. Molle ist Promotionsstudent in der von der Volkswagen-Gruppe geförderten Freigeist-Gruppe von Annika Bande am Institut für Methoden der Materialentwicklung des HZB – und nun bald auch Lehrender an der Humboldt-Universität. Dort betreut er im Sommersemester 2017 ein sogenanntes Q-Team.

Q steht für „eine kreative Leerstelle und die Möglichkeit, eigene Fragen zu stellen (question), scheinbare Selbstverständlichkeiten anzuzweifeln (query), eigene Lösungen zu suchen (quest) und neue Erfahrungen zu machen und Kompetenzen zu erwerben (qualification)“, schreibt die HU über ihr Projekt im Rahmen des bologna.labs. Molles interdisziplinäres Q-Team wird unter dem Titel „Intermolekularer Coulomb-Elektroneneinfang in Quantenpunktpaaren“ diskutieren und forschen. Start ist im April mit mindestens zehn Studenten der Berliner Unis.

„Bisher sind die Q-Teams in den Naturwissenschaften sehr wenig vertreten“, sagt Molle. In diesem Semester sei außer seinem Projekt noch eines aus den Agrarwissenschaften und acht in Geistes- und Rechtswissenschaften ausgewählt worden.

Für den 30-Jährigen sind die Q-Teams eine eher unbekannte, aber große Chance für Nachwuchsforschende auch der Naturwissenschaften. „Während meines Physikstudiums habe ich im Experimentallabor freiwillig mitgearbeitet und das hat mein Denken bereichert. Das will ich gern anderen Studenten bieten.“ Im vergangenen Jahr haben bereits Sean Berglund und Aafke Bronneberg vom Institut für Solare Brennstoffe gemeinsam ein Q-Team für das HZB geleitet.

Weitere Informationen über das Projekt gibt es auf der Webseite der HU