Die zentralen Linux-Server stehen allen Nutzern mit HZB-Kennung und dem internen Passwort offen.
Für aktuelle 64-Bit- und 32-Bit-Linux-Anwendungen stehen die Linux -Application-Server dinux5 (openSUSE 11.3) und dinux4 (openSUSE 10.3) mit jeweils 16 GB Speicher und 4 Dual-Core AMD Opteron mit 1,8 GHz Takt zur Verfügung. Falls Sie aktuelle Programme verwenden möchten oder Neuentwicklungen vorhaben, sollten sie unbedingt dinux5 verwenden.
Der Server dinux5 wurde neu eingerichtet. Er wird mit openSUSE 11.3 betrieben und bietet alle aktuellen Versionen dieser Distribution sowie der zusätzlich installierten Software-Pakete.
Fast alle Anwender-Pakete der openSUSE-Distribution sind installiert. Es gibt umfangreiche Software zur Programm-Entwicklung und für naturwissenschaftliche Zwecke, wie z.B.
Falls Sie Pakete vermissen, fragen Sie bitte bei uns nach.
Für den Dateitransfer stehen die Heimatverzeichnisse, die Gruppenverzeichnisse, die netzweite Zwischenablage und die iFolder zur Verfügung. Alle Server haben die HZB-Dateistruktur für Linux/Unix-Systeme.
Auf beiden Servern sind zusätzlich zu den üblichen Netzwerkverzeichnissen wie z.B.
die Verzeichnisse
verfügbar. Damit können Sie z.B. Daten des HPC-Clusters dirac auf dinux4 oder dinux5 bequem auswerten, ohne diese vorher kopieren zu müssen.
Alle Server sind vom Intranet über Secure Shell (ssh) zugänglich (Linux/Unix/MacOS: ssh Rechnername, Windows: ssh-Klient PuTTY). Bei Windows-Systemen wird für die Anzeige von Grafik ein X-Server benötigt.
Für den Zugang vom Gästenetz, Experiment-VLANs oder von außerhalb sollten Tunnel mit SSH über den Rechner display.hmi.de verwendet werden.
Wenn Sie eine komplette Arbeitsumgebung auf einem der Server ohne lokalen X-Server nutzen möchten, können Sie dafür einen VNC-Client nehmen. Die Funktion ähnelt dem Remote Desktop bei Windows-Systemen.
Starten Sie dazu z.B. die Anwendung VNC Viewer unter Windows und geben als Ziel dinux5:1 an, bzw. mit vollem Namen dinux5.hmi.de:1 . Unter Linux entspricht dem die Kommandozeile
vncviewer dinux5.hmi.de:1
Die erste Passwort-Abfrage mit Return-Taste abschließen, dann kommt das eigentliche Anmeldefenster. Melden Sie sich jetzt mit Ihrer HZB-Intranet-Kennung und dem internen Passwort an, so als würden Sie direkt am Rechner dinux5 sitzen. Die Sitzung wird mit dem Ende der Verbindung abgebaut.
Wenn Sie einen eigenen VNC-Server starten, bleibt die erzeugte Umgebung auch nach Beendigung der Viewer-Verbindung erhalten. Sie können sich mit diesem Desktop immer wieder verbinden, und das von unterschiedlichen Systemem aus, sogar parallel.
Zum Starten gehen Sie via ssh (Linux/MacOS) oder PuTTY (Windows) zu einem der Server, im Beispiel dinux5. Aus einer Shell auf dinux5 starten Sie den VNC Server mit dem Kommando
vncserver
Beim ersten Start werden Sie nach einem neuen Passwort gefragt, das eigene VNC-Server schützt. vncserver nennt eine Nummer X (zwischen 2 und 100), die den neu gestarteten Server identifiziert. Bei der Verbindung geben Sie diese Nummer an und verwenden das zuvor ausgedachte Passwort:
vncviewer dinux5.hmi.de:X
Selber gestartete VNC-Server bleiben bis zum nächsten Boot von dinux4/5 erhalten. Wenn Sie ihn vorher stoppen wollen, führen sie bitte das Kommando
vncserver -kill :X
auf dem Server in einer ssh-Verbindung aus (X steht für die oben beim Start erhaltene Nummer).
Nach dem ersten Start hat die VNC-Software das Verzeichnis ~/.vnc angelegt, darin die Datei ~/.vnc/xstartup. Sie können die editieren, beim nächsten Start eines VNC-Servers wird sie wirksam. Empfehlenswert
#!/bin/sh
xsetroot -solid lightgray
xterm -geometry 80x24+10+10 -ls \
-title "$VNCDESKTOP Desktop" &
icewm
Der einfarbige Hintergrund wird gut übertragen, mindestens eine Shell braucht man, und der kleine feine icewm Window Manager reicht.
Wenn der VNC Server Echtfarbe unterstützen und eine bestimmte Größe haben soll, dann können Sie das beim Start als Parameter angeben
vncserver -geometry 1100x980 -depth 24
Die oben gezeigten Beispiele gelten für Klienten im HZB-Intranet.
Kommt man von außerhalb, muss man sich zunächst per ssh oder PuTTY mit dem Zugangsrechner display.hmi.de verbinden, und mit der Verbindung einen Tunnel zu dinux5 oder dinux4 schaffen. Das wird auf einer speziellen Webseite erklärt.
Kurz erklärt: Wenn ein vncserver auf dinux4 die Nummer X hat, gehört dazu der Port P = 5900+X, den man z.B. als lokalen Port P nach dinux5:P tunnelt. Danach gibt man als Ziel localhost:X an, ruft z.B. auf dem Linux-Laptop unterwegs
vncviewer localhost:X
[at]