Kleinwinkelstreuung - Untersuchung von Strukturen im Nanometerbereich

Anwendungen

Nanostrukturen bzw. nanostrukturiertes Material spielt eine immer größerer Rolle in nahezu allen Bereichen der Industrie. Damit einhergehend nimmt auch die Bedeutung von Methoden zur Charakterisierung derartiger Materialien immer weiter zu.

Eine grundlegende Methode zur Erfassung einer Vielzahl von Parametern im Nanometerbereich ist die Kleinwinkelstreuung. Sie ist in der Lage Inhomogenitäten in einem Material im Größenbereich von 0,5 nm bis hin zu mehr als 1000 nm (= 1µm) zu untersuchen.

 
 

Dies können sowohl in einem Material eingeschlossene Nano-Partikel als auch andere Unterschiede in der Dichte, Zusammensetzung oder Magnetisierung des Materials sein. So lassen sich Größen- und Abstandsverteilungen, Morphologie und Zusammensetzung sowie die Volumenanteile dieser Inhomogenitäten ermitteln.

Das Potential der Kleinwinkelstreuung kann nur in Verbindung mit geeigneten Strahlenquellen voll ausgenutzt werden.
Am Helmholtz-Zentrum Berlin steht dazu der BER II Forschungsreaktor zur Erzeugung von Neutronenstrahlung zur Verfügung. Eine weitere Anlage für Synchrotronstrahlung am Elektronenspeicherring BESSY ist im Aufbau.