Landessammelstelle Berlin (ZRA)

Herkunft des Abfalls

Die ZRA übernimmt als Berliner Landessammelstelle schwach- und mittelradioaktive Abfälle, die z.B. bei Anwendern radioaktiver Stoffe in der Industrie, in der Medizin, sowie in Forschung und Lehre des Landes Berlin anfallen.

Bei den an die Landessammelstelle abzuliefernden radioaktiven Abfällen handelt es sich z.B. um feste und flüssige Stoffe, die

  • im nuklearmedizinischen Bereich bei Diagnose und Therapie eingesetzt werden (z.B. Radiojodtherapie, Tumorbestrahlung)
  • in Industrie und Produktion zur Materialprüfung, Schichtdicken- und Füllstandsmessung verwendet werden
  • in Industrie und Produktion als Industrie- und Gewerbeabfall entstehen (z.B. Reste aus der Glühstrumpf- und Glühlampenproduktion, Überspannungsableiter für Telefonanlagen, Luftfilter)
  • in der Wirtschaft als Anzeigegeräte (z.B. mit radioaktiven Leuchtziffern) und Ionisationsrauchmelder verwendet werden
  • in Universitäten, Schulen und Forschungseinrichtungen in Form von Präparaten, Laborabfällen und Laborabwässern anfallen.

Annahme radioaktiver Stoffe

Die Annahme radioaktiver Stoffe wird in einer vom Land Berlin erlassenen Benutzungsordnung geregelt. Die bei der Abgabe radioaktiver Abfälle anfallenden Kosten werden in einer vom Land Berlin erlassenen und im Amtsblatt veröffentlichten Preisliste festgelegt. Mit Hilfe eines Kundenabfragebogen steht für verschiedene Abfallsorten eine Hilfestellung zur Erhebung relevanter Daten zur Verfügung.

Zur Abgabe radioaktiver Stoffe an die Landessammelstelle muss entsprechend der Benutzungsordnung eine Begleitliste für rad. Stoffe ausgefüllt werden. Geeignete Behältnisse für den Transport der rad. Stoffe sind in einer Behälterübersicht aufgelistet.


Leistungsspektrum der ZRA

Das Leistungsspektrum der ZRA ist breit gefächert. Es reicht von Strahlenschutzberatung über Behältergestellung, Transportdurchführung bis hin zur Konditionierung rad. Abfälle.