Um die Langzeitstabilität von Photovoltaik-Bauelementen zu untersuchen, werden verschiedene Testmethoden angewendet. Dazu gehört u.a. das Aussetzen der zu untersuchenden Module auf einem Teststand im Freien (Abb. 1). Der Vorteil dieser Methode ist der, dass die Testbedingungen der Wirklichkeit entsprechen. Der Nachteil ist die lange Zeit, nach der eine Aussage über die Langzeitstabilität gemacht werden kann, denn erst nach Ende der Lebensdauer liegt das Testergebnis vor.
Um diesen Nachteil zu umgehen werden zeitraffende Testverfahren eingesetzt. Eines davon ist die Exposition der Proben in einem Testklima von 85° C und einer relativen Feuchtigkeit von 85%. Unter diesen Bedingungen wird die Annahme getroffen, dass die Module eine Lebensdauer von 20 Jahren haben, wenn sie diesen Test über 1000 Stunden bestehen. Der Test wird in einem Klimaschrank durchgeführt.
Die zu untersuchenden Labormuster befinden sich im unteren Teil des Teststandes. Sie sind mit einer Meßeinrichtung verbunden, welche ihre elektrischen Daten in kurzen Zeitabständen erfasst. Die großen dunklen Module darüber sind auf dem Markt erhältliche Cu(In,Ga)Se2-Dünnschicht Module. Sie werden hier ebenfalls auf Langzeitstabilität untersucht. Die meteorologischen Meßwertaufnehmer befinden sich an der Oberkante des Teststandes.