Kapazitäts-Spektroskopie

Einleitung

Neben der optischen Charakterisierung von Defekten (z.B. Photolumineszenzspektroskopie) steht in der Abteilung Technologie außerdem als komplementäre Methode die elektrische Defektcharakterisierung von Solarzellen auf der Basis dieser Absorber zur Verfügung. Dazu soll im Folgenden kurz auf (frequenzabhängige, spannungsabhängige und temperaturabhängige) Kapazitätsmessungen eingegangen werden.

Spannungsabhängige Kapazitätsmessung

Die gängigste kapazitive Methode der Halbleiter-Charakterisierung ist die Messung der Raumladungszonenkapazität in Abhängigkeit von der angelegten (Sperr-) Spannung. Damit lassen sich bei geeigneter Auswertung die Ladungsträgerkonzentrationen und das eingebaute Potential bestimmen. Desweiteren kann ein ortsaufgelöstes Defektprofil aufgenommen werden. Die Messungen werden temperaturabhängig (T=30-473K) und frequenzabhängig durchgeführt. Bei der frequenzabhängigen Messung spricht man von:

Kapazität einer CIGSe-Solarzelle als Funktion von der Frequenz. Die Kapazitätsverläufe wurden bei verschiedenen Temperaturen im Bereich von 100K bis 310K gemessen.

DLCP-Messung an CIGSe-Solarzelle. Ein Aufschluss über Defektkonzentration und Dotierung als Funktion vom Abstand zur Heterogrenzfläche kann gewonnen werden.


DLTS-Meßtechnik

Die Deep Level Transient Spectroscopy ist eine Methode zur Unterscheidung von tiefen Störstellen im Volumen und an der Grenzfläche von Halbleiterkontakten. Durch die Messung des zeitlichen Verlaufs der Gesamtkapazität nach Umpolung von Durchlass- in Sperrichtung des pn-Übergangs, lassen sich durch die Kapazitätsgradienten der tiefen Störstellen deren Zustandsdichte, Einfangquerschnitt und deren energetische Lage bestimmen.