Institut für Komplexe Magnetische Materialien

Im Institut für Komplexe Magnetische Materien erforschen wir fundamentale Aspekte des Magnetismus in kondensierter Materie. Ziel ist es, die makroskopischen Eigenschaften magnetischer Materialien aus ihrer mikroskopischen Struktur und Dynamik heraus zu verstehen. Dazu setzen wir die zu untersuchenden Proben oft extremen Bedingungen aus. Dies sind Temperaturen nahe dem absoluten Nullpunkt, starke Magnetfelder und hohe Drücke. Der Bogen der untersuchten Systeme erstreckt sich von magnetischen Modellsystemen, die idealisierte theoretische Konzepte näherungsweise verkörpern, bis hin zu technologisch interessanten Systemen wie den dünnen magnetischen Schichten.

Neben einem breiten Spektrum verschiedener Labormethoden betreiben wir mehrere Instrumente am Forschungsreaktor BER II und am Speicherring BESSY II. Dabei bieten Neutronen und Synchrotronstrahlung zueinander komplementäre Zugänge zur Erforschung des Magnetismus an. Expertise in der Nutzung dieser zwei Sonden prägt das Profil unseres Institutes. Damit verbunden ist die Verpflichtung zur wissenschaftlichen und technischen Betreuung der Gäste aus Universitäten, Forschungsinstituten und Industrie, die diese Sonden für eigene Arbeiten nutzen wollen. Für Gastexperimente sowohl am Forschungsreaktor, als auch an unseren Synchrotron-Messplätzen bei BESSY setzen die Beschäftigten des Institutes einen großen Teil ihrer Arbeitskraft ein.

Derzeit koordinieren wir das Helmholtz Virtuelle Institut "New states of matter and their excitations" das im September 2012 ins Leben gerufen wurde.