MAXYMUS

MAXYMUS

(MAgnetic X-raY Microscope with UHV Spectroscopy) ist ein Rasteröntgenmikroskop (STXM), das als stationäres Experiment am Undulator-Strahlrohr UE46-PGM2 aufgebaut it. MAXYMUS wurde in Kooperation von BESSY II und der Max Planck Gesellschaft  im Jahr 2009 aufgebaut unter der Leitung von Prof. Dr. Gisela Schütz, Leiterin der Abteilung "Moderne Magnetische Systeme" und  Direktorin am Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme in Stuttgart.

Das Prinzip von MAXYMUS ist, einen Strahl kohärenter Röntgenstrahlen auf einen Durchmesser von Nanometergröße zu bündeln und eine Probe mit diesen Stahlfleck abzutasten. Die Röntgenabsorption in der Probe wird mit einer Reihe von Röntgendetektoren (Photovervielfacher, Lawinendioden, Vakuum- CCD Kamers) gemessen, die für jeden beleuchteten Punkt messen, wieviel Licht die Probe durchdringt..

Damit wird es möglich, Röntgenspektroskopische Methoden zu benutzen um elementspezifische und chemisch oder magnetisch empfindliche Mikroskopie mit Auflösungen von unter 20 nm durchzuführen.

MAXYMUS ist seit seinen Übergang in den Nutzerbetrieb im Jahr 2011 kontinuierlich Weiterentwickelt worden und ist offen für Strahlzeitanträge externer Nutzer.

MAXYMUS Mikroskop in UHV-Konfiguration mit Probentransferkammer

MAXYMUS Mikroskop in UHV-Konfiguration mit Probentransferkammer

MAXYMUS Innenleben durch offene Deckelluke

MAXYMUS Innenleben durch offene Deckelluke

Liste von Publikationen
Station data
Temperature range
  • Typically room temperature
  • 80K to RT using cryostat sample holder
Pressure Range
  • < 10-8 mBar in UHV mode
  • mB Helium if cooling is required
Detector
  • Photomultiplier E <600 eV
  • Avalanche Photodiode (APD) for fast (<2ns) single photon detection and high count rates (> 108 photons/s)
  • Sample Current (TEY) for non-transparent samples
  • Fast in Vacuum X-Ray CCD upcomming
Manipulators
Sample holder compatibility
Beamline(s)

UE46_MAXYMUS

zeitliche Auflösung
  • Multi Bunch: 35 psec
  • Low Alpha: 10 psec
Probenhandhabung
  • UHV sample preparation chamber (sample magazine, Ar-sputtergun, ebeam baking, airfree transfer)

Methods

Time-resolved studies, NEXAFS, XMCD, EXAFS, XRF, Photoelectron EM, X-ray Microscopy, XPS

Das MAXYMUS Mikroskop ermöglicht es Nutzern, XMCD und NEXAFS als Kontrastmechanismen zur Bildgebung und zur Spektroskopie auf der Nanometerskala im Weichen Röntgenbereich (200- 1900 eV) zu benutzen. Zu untersuchende Proben sind bevorzugt transparent für weiche Röntgenstrahlen (mit Dicken von 10nm  zu 1 um), es können jedoch auch Bulk Proben mittels Probenstrommessung untersucht werden.


Neben konventioneller Mikroskopie gibt es die Möglichkeit Spektroskopie auf Punkte, Linien oder Bilderserien anzuwenden. Letztere geben die Möglichkeit, Absorptionsspektren aus beliebigen Regionen nachträglich zu extrahieren. Insbesondere für magnetische Messungen kann die Probe auch zur Strahlrichtung rotiert werden, was Abbildung des Magnetismus in der Ebene der Probe mittels XMCD ermöglicht.


Das Mikroskop ist außerdem mit einem vollständigen Aufbau für zeitaufgelöste Messungen via Pump-and-Probe ausgestattet. Dies ermöglicht es insbesondere magnetische Phänomene im Bereich der Nano bis Picosekunden zu untersuchen. Hierbei werden die Röntgenphotonen mittels eines Lawinendiode individuell erkannt und zeitlich sortiert. Die Anregung von Proben kann mit Frequenzen von 250 kHz bis über 30 GHz erfolgen. Ausgefeilte Synchronisation mit dem Speicherring gibt Nutzern volle Kontrolle über die Wiederholraten und Zeitauflösungen. Eine Kombination von Zeitauflösungen von <100ps (<20ps in low-alpha Modus) und <20nm Ortsauflösung sind in realen Nutzerexperimenten möglich.


Für niedrige Photonenenergien ermögliche ein hocheffizienter Detektor auf Basis von Photovervielfacherröhren Messungen bis zur Schwefel K-Kante. Zusammen mit dem hohen Fluss des Strahlrohrs ermöglicht dies schnelle Messungen selbst in single-bunch Modus von BESSY.