21.12.2012

Mit neuem Detektor kleinsten Biomarkern auf der Spur

Der Pilatus-Detektor (rechts) ist mit dem ASAXS-Instrument
des HZB am FCM-Strahlrohr der PTB installiert.

Erstes Forschungsergebnis, aufgenommen mit den
neuenvakuumkompatiblen Pilatus-Detektor: die
Röntgenkleinwinkelstreuung einer Mikrovesikel-Probe
(multilamellare Liposome).

PTB installiert vakuumkompatiblen ortsempfindlichen Röntgendetektor am Elektronenspeicherring BESSY II. Forscher können damit die Größe kontrastarmer Nanoobjekte bestimmen.

Biomarker können bei der Entstehung und Behandlung von Krankheiten eine wichtige Rolle spielen. Noch ist es für Forscher sehr schwierig, die Konzentration und Größe dieser winzigen Partikel, die in allen Körperflüssigkeiten vorhanden sind, genau zu messen. Ein wichtiger Schritt in diese Richtung ist der neue vakuumkompatible ortsauflösende Pilatus-Detektor, der von der Firma DECTRIS in Zusammenarbeit mit der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB)  entwickelt wurde. Er wurde kürzlich im Labor der PTB am Elektronenspeicherring BESSY II installiert.

Dieser Detektor ermöglicht Messungen mit Röntgenkleinwinkelstreuung bei Photonenenergien bereits ab 1,75 keV  und damit auch an den  Absorptionskanten biologisch wichtiger Elemente wie Phosphor, Schwefel und Kalzium. Durch Röntgenkleinwinkelstreuung bei niedrigen Photonenenergien können Wissenschaftler nun mithilfe des Detektors die Größen von Nanoteilchen bestimmen, die bisher nur schwer zu charakterisieren waren. Der Detektor kann auch für weitere Röntgentechniken eingesetzt werden. Weitere Informationen über den neuen Detektor finden Sie in der Pressemitteilung der PTB.

Die  Physikalisch-Technische Bundesanstalt und das Helmholtz-Zentrum Berlin kooperieren seit langem sehr erfolgreich in Berlin-Adlershof. Seit 1999 betreibt die PTB am Elektronenspeicherring BESSY II für ihre Untersuchungen ein eigenes Labor, seit 5 Jahren besteht eine Kooperation auf dem Gebiet der Röntgenkleinwinkelstreuung. Das Helmholtz-Zentrum Berlin stellt den technischen Betrieb der PTB-eigenen Synchrotronstrahlungsquelle „Metrology Light Source“ sicher.

Ansprechpartner bei der PTB

Dr. Michael Krumrey

Telefon: (030) 3481 7110
E-mail:   Michael.Krumrey@ptb.de

SZ