27.05.2015

Joint Lab BeJEL wirbt 1.4 Millionen Euro ein

Das Berlin Joint EPR Lab (BeJEL) der Freien Universität Berlin und des HZB holt sechs von 27 Teilprojekten eines DFG-Schwerpunktprogramms nach Berlin, das die  Eigenschaften von Elektronenspins in Energiematerialien und biologischen Systemen untersucht.

Elektronenspins dienen als einzigartige Sonden in den Material- und Lebenswissenschaften. Sichtbar werden ihre Eigenschaften durch die Elektronenparamagnetische Resonanz (EPR). Im Berlin Joint EPR Lab (BeJEL) der Freien Universität Berlin und des HZB werden mit dieser Methode zum Beispiel die Funktion molekularer Maschinen, die elektronischen Eigenschaften von Solarzellen oder katalytische Reaktionen aufgeklärt.

Um die Spineigenschaften mit höherer Empfindlichkeit  zu untersuchen, hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) nun das Schwerpunktprogramm 1601 "New Frontiers in Sensitivity for EPR Spectroscopy – From Biological Cells to Nano Materials" mit einem Fördervolumen von 7,9 Millionen Euro für weitere drei Jahre verlängert. Außerdem wird die DFG weitere 0,5 Millionen Euro zur Verfügung stellen, um die Kooperation mit Gruppen in den USA auszubauen. 

In einem kompetitiven Verfahren gelang es BeJEL sechs von insgesamt 27 geförderten Projekten des Schwerpunktprogramms nach Berlin zu holen. Mit Hilfe der DFG Finanzierung von 1,4 Millionen Euro wird BeJEL nun in der Lage sein, die EPR in den THz-Bereich und ins Ultrahochvakuum voranzutreiben, Miniatursonden und Spinmarkierungen für die Untersuchung von Proteinen in biologischen Zellen zu entwickeln sowie die Prozesse im Inneren von Solarzellen aus anorganischen und organischen Materialien zu verstehen.

„Die neue Finanzspritze über den DFG-Schwerpunkt stärkt den EPR-Standort Berlin erheblich“ sagt Prof. Dr. Robert Bittl, Sprecher von BeJEL. „Außerdem werden wir in der Lage sein, neue Kooperationsprojekte mit unseren Partnern in Deutschland und den USA umzusetzen. Nur in einem starken Netzwerk können wir unsere ehrgeizigen Ziele, nämlich den Nachweis kleinster Spinensembles in den von uns untersuchten Systemen, erreichen“, ergänzt Prof. Dr. Klaus Lips vom HZB.

Die Einzelprojekte werden von folgenden BEJEL-Projektleitern umgesetzt: Prof. Dr. Jan Behrends (Freie Universität Berlin/HZB), Prof. Dr. Robert Bittl (Freie Universität Berlin), Prof. Dr. Enrica Bordignon (Freie Universität Berlin), Prof. Dr. Klaus Lips (HZB) Prof. Dr. Thomas Risse (Freie Universität Berlin) und Dr. Alexander Schnegg (HZB).

Mehr Information zu BeJEL

  Info der Georg-August-Universität Göttingen:

Weitere Informationen über das SPP: www.spp1601.de

red.