Die Grundbausteine der Natur – die Atome – bilden ein überschaubares Ensemble. Vielfalt kommt erst durch ihre Verbindungen in die Welt. Dieses Wechselspiel der Natur zu ergründen und zum Wohl von Mensch und Umwelt zu nutzen, ist Anliegen vieler Forschergruppen. Am HZB, mit seinen Großgeräten, finden sie die perfekten Experimentiermöglichkeiten dafür.
Ein Beispiel: Wie trinkt die Tomate?
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am HZB sind auch ganz natürlichen Lebensvorgängen auf der Spur. Agrarwissenschaftler aus Japan und Potsdam untersuchten erstmalig, wie eine Pflanze Wasser aufnimmt und verteilt. Dazu haben die Experimentatoren den Tomatensetzlingen zu einem bestimmten Zeitpunkt ausschließlich sogenanntes „schweres“ Wasser zu trinken gegeben. Das Wassermolekül enthält zwei Neutronen mehr als gewöhnliches Nass. Beim Durchleuchten der Pflanze mit Neutronen kann man ihr so regelrecht beim Trinken zusehen.

Aufsteigendes Wasser in einer Tomatenpflanze Beim Durchleuchten mit Neutronen zeichnet sich das "schwere" Wasser (schwarz) ab.