Archivierung von Forschungsdaten - Grundsätzliches

Warum Archivieren?

Im Zentrum ist seit 2007 verstärkt über Anforderungen und über die Praxis der Archivierung wissenschaftlicher Forschungsdaten/Primärdaten diskutiert worden. Es geht dabei um die Archivierung von Forschungsdaten zum Zwecke der Beweissicherung und der Nachnutzung und es geht zunehmend auch um den Zugang zu Forschungsdaten durch Dritte.

Welche Daten?

Welche Daten zur Beweissicherung und zur Nachnutzung am besten geeignet sind, ist manchmal nicht eindeutig zu sagen. Es sollen möglichst die "Primärdaten" sein, die etwa unmittelbar aus einer Messapparatur heraus kommen ohne jede Nachbearbeitung. Das können im Einzelfall aber zu viele sein für ein vernünftiges Speichern. Welche Daten sinnvollerweise und realistischerweise archiviert weden können, entscheidet und verantwortet der Wissenschaftler, der die Daten erstellt.

Archivieren oder Speichern?

Zu unterscheiden von der hier angesprochenen Archivierung ist das reine Speichern von Messdaten. Gespeicherte Messdaten sind in der Regel wertlos, sobald der Wissenschaftler, der gemessen hat, nicht verfügbar ist - oder wenn der nach einiger Zeit die Übersicht über seine Messdaten verloren hat. Archivierung schließt das Speichern von "Metadaten" ein, also von beschreibenden Informationen, die benötigt werden, um die reinen Messdaten zu verstehen und gegebenenfalls nach zu messen auch in Abwesenheit dessen, der die Daten zuerst gemessen und gespeichert hat.