Urheberrecht und Fernleihe

Hier stellen wir kurz dar, was beim Kopienversand im Rahmen der Fernleihe zu beachten ist. Grundlage dafür ist insbesondere die Fassung des § 53a UrhG vom 1.9.2017.

Eine Bewertung...

Wir wissen, dass die Wissenschaftler die gesetzliche Regelung vielfach als unbefriedigend empfinden, wir in der Bibliothek tun das nicht weniger. Zu hoffen bleibt, dass die Wissenschaftgemeinschaften bei einer nachfolgenden Gesetzesnovellierung im Konflikt mit den Rechteinhabern besser Gehör bei den gesetzgebenden Instanzen finden.

 

...und ein Ausblick

Kurzfristig setzen wir gegenwärtig zusammen mit Dokumentenlieferern auf einen praktikablen Weg,

  • der den Weg von Dokumenten von der Lieferbibliothek zu unserer Bibliothek elektronisch-kurz hält,
  • ohne dass die genannten gesetzlichen Einschränkungen des elektronischen Versandes verletzt würden,
  • und der Ihnen als Endabnehmern gesetzeskonform Papierkopien zur Verfügung stellt.

Es an den Akteuren aus Wissenschaft und Gesellschaft liegen, ob auf Dauer mit öffentlichen Mitteln produziertes Wissen in den exklusiven Zugriff kommerziell orientierter Verwerter übergehen kann, die solches unter den zumindest gefühlt mißbräuchlich eingesetzten Schutz des Urheberrechts der Öffentlichkeit teuer verkaufen.

Durch die von der EU, der DFG und auch unserer Helmholtz-Gemeinschaft geförderten Veröffentlichungen in Open-Access-Journalen wird das Problem der bezahlten Zugänge zukünftig an Relevanz verlieren. Die Verhandlungen mit den großen Verlagen zur Transformation ihrer Journale in Open-Access-Journale (DEAL-Projekt) werden es ebenfalls kleiner werden lassen.