Management und Archivierung von Forschungsdaten

Nach den Regeln für die gute wissenschaftliche Praxis sollen Forschungsdaten, die Grundlage von wissenschaftlichen Publikationen sind, an der Einrichtung, an der sie entstanden sind, für mindestens zehn Jahre archiviert werden. Zudem wird in den letzten Jahren zunehmend die Forderung erhoben, dass wissenschaftliche Ergebnisse, die mit Hilfe von öffentlicher Finanzierung erzielt wurden, auch der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen sollen (Open Access). Das gilt auch für Forschungsdaten. Zu den Zielen hat sich die Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren bekannt.

Aus diesem Grund wurde im Juni 2016 die HZB Datenpolicy beschlossen, die den Umgang mit Forschungsdaten am HZB regelt. Demnach erhalten die Nutzer, die die Daten erzeugt haben, zunächst in der Regel fünf Jahre exklusiven Zugriff auf die Daten (Embargo-Periode), danach werden die Daten öffentlich. Die Implementierung dieser Policy ist derzeit in Arbeit.

Datenkatalog

Für die Verwaltung der Daten und für die Recherche in den Beständen wird am HZB der Datenkatalog ICAT eingesetzt. Zentrales Element ist eine Datenbank, die alle wissenschaftlichen Projekte, insbesondere die Proposals an Großgeräten verzeichnet. Zu diesen Projekten werden die jeweils archivierten Daten verlinkt und können über den Datenkatalog heruntergeladen werden. Der Datenkatalog verwaltet auch die Zugriffsrechte, soweit die Daten noch unter Embargo sind.

Implementierung

(Stand April 2017)

  • Der Datenkatalog befindet sich im Probebetrieb.
  • Für die zentralen Speichersysteme, in denen die Daten archiviert werden sollen, wird eine Investition vorbereitet.
  • Sobald die Speichersysteme produktionsbereit sind, wird der Datenkatralog auf diese Systeme umziehen. Anschließend kann mit der Anbindung der Experimente begonnen werden.