Experten am HZB testen neue Materialien, die für eine nachhaltige Energieerzeugung infrage kommen. Das gilt für Solarzellen ebenso wie für Brennstoffzellen oder Hochleistungsbatterien. Ziel ist, die künftige Energieversorgung auf kostengünstige und umweltverträgliche Beine zu stellen.
In der Solarenergieforschung steht die Entwicklung effizienter und kostengünstiger Dünnschichtsolarzellen im Fokus. Mit Neutronen und Photonen gewinnen Forscherinnen und Forscher detailreiche Einblicke, was an den Grenzflächen der einzelnen Materialschichten passiert, wie die Materialien atomar aufgebaut sind und welche Prozesse möglicherweise den Stromfluss behindern.
In der Solarenergieforschung arbeitet das HZB schon an der übernächsten Generation von Solarzellen, die später über das Kompetenzzentrum Dünnschicht- und Nanotechnologie für Photovoltaik Berlin (PVcomB) zur Marktreife gebracht werden. Die Arbeit des PVcomB schließt damit eine Lücke zwischen den kleinen, manchmal nur wenige Millimeter kleinen Laborzellen und den großen, oftmals mehrere Quadratmeter messenden Industriemodulen.
Mit EMIL wird ein weltweit einzigartiges Labor an BESSY II aufgebaut und anschließend betrieben, in dem mit Röntgenanalytik Materialien für die Photovoltaik und für photokatalytische Prozesse untersucht werden können. SISSY (Solarzellen In-Situ Labor am Synchrotron) heißt der Messplatz, der in EMIL für Untersuchungen von Materialien der Photovoltaik zur Verfügung stehen soll. Es wird direkt an den Beschleunigerring BESSY II angekoppelt und ermöglicht weltweit einzigartige Bedingungen, um neuartige Solarzellen mit Synchrotronlicht zu untersuchen. Damit wird es möglich, das Wachstum der Schichten direkt zu beobachten.
Perspektiven in der Energieforschung des HZB: