Gemeinsame Forschungsgruppe

Die Forschungsgruppe ‚SyncLab‘ wurde gemeinsam vom HZB und der Technischen Universität Berlin, an der das BLiX (Berlin laboratory for innovative X-ray technologies) angesiedelt ist, gegründet. Am BLiX wird Forschung betrieben, um etablierte bildgebende und spektroskopische Methoden im weichen und harten Röntgenbereich so weiterzuentwickeln, dass diese auch in Laboratorien unabhängig von Großforschungseinrichtungen genutzt werden können. Da Laborröntgenquellen weniger Photonenfluss liefern, umfassen die Arbeiten am BLiX sowohl die Entwicklung von angepasster Instrumentierung als auch methodische und analytische Aspekte. Dieser reiche Erfahrungsschatz trifft nun im Rahmen der Forschungsgruppe auf die Möglichkeiten der Großforschungseinrichtung BESSY II, sodass Synergien und Vorteile erforscht werden können, die aus einer engen Kooperation und wechselseitiger Inspiration entspringen.

Synclab Banner

Wissens- und Technologietransfer vom Synchrotron in das Labor und zurück soll in gemeinsamen Projekten erfolgen. Im ersten Schritt wird das Konzept anhand von Röntgennahkantenspektroskopie im weichen Röntgenbereich untersucht, wobei ein Schwerpunkt auf der transienten Untersuchung von organischen Molekülen liegen wird. In Zukunft werden weitere analytische und bildgebende Methoden folgen, wie zum Beispiel Röntgenmikroskopie an biologischen Proben, Röntgenfluoreszenzanalyse für die Untersuchung von Zahnmaterialien oder EFAFS für katalytisch aktive Materialien. Durch gemeinsame Bestrebungen bezüglich der Entwicklung von neuen Methoden und Workflows werden eine breite Anwendergemeinschaft und auch weitere Anwendungsgebiete profitieren können.