Ein freiwilliges Jahr im Schülerlabor

Hallo, mein Name ist Rexhep Morina und ich bin 19 Jahre alt. Ich mache zurzeit ein Freiwilliges Jahr in Wissenschaft, Technik und Nachhaltigkeit (FJN) im HZB Schülerlabor. Dort betreue ich Kinder und Jugendliche, helfe ihnen an den Projekttagen die Physik zu verstehen, beantworte ihnen verschiedenste Fragen und bin für sie da.

Vor meinem ersten Tag im Schülerlabor machte ich mir viele Gedanken: Wie sieht der Alltag an einem großen Institut wie dem Helmholtz-Zentrum Berlin aus? Wie nimmt mich das Team auf? Was werden meine Aufgaben sein? Am ersten Tag hatte ich ein komisches Gefühl, weil ich nicht wusste was auf mich zukommen würde. Doch schon nach kurzer Zeit war ich nicht mehr der Neue, Unbekannte. Obwohl ich zu Beginn noch zurückhaltend war, wurde ich schon nach wenigen Tagen Teil des Teams. Dadurch, dass ich jeden Tag im Helmholtz-Zentrum bin habe ich nicht nur im Schülerlabor gelernt wie man mit Kindern und Jugendlichen umgeht, sondern hatte auch Gelegenheit, das Institut durch verschiedene Führungen genauer kennenzulernen. Jetzt kenne ich die Abläufe und habe mich so schnell in den Alltag eingefunden. Ich wurde vom Schülerlaborteam gut aufgenommen und betreut. Besonders wichtig ist mir, dass ich einen Einblick in die Arbeitswelt bekommen habe, die sich doch sehr vom Schulalltag unterscheidet. Ich konnte viel in den Bereich der wissenschaftlichen und sozialen Arbeit lernen, darüber hinaus habe ich meine Physikkenntnisse auffrischen und erweitern können. So habe ich Einblicke in verschiedene Berufsfelder und Tätigkeiten gewonnen, was mir bei meiner Studienwahl helfen kann. Ich denke, dass ich mit meinem FJN zum einen anderen etwas Gutes tue, zum anderen aber auch mir selbst. Denn ich habe Zeit bekommen mich mehr auf mich selbst zu konzentrieren, meine Stärken und Schwächen genauer erkennen gelernt und meine Persönlichkeit besser einzuschätzen gelernt. Jeder Tag ist anders und man sammelt immerzu neue Erfahrungen und lernt immer von den Menschen um einen herum dazu.

Ein fester Bestandteil des FJN sind auch die regelmäßigen Seminartage, die ich mit 40 anderen FJNlern an unterschiedlichen Orten wie Kiel, Rostock oder Hamburg verbracht habe und noch verbringen werde. Hier bekommen wir Unterstützung und Beratung, werden professionell angeleitet und haben sehr viel Spaß. Die Seminare dienen außerdem dazu, andere Leute mit ähnlichen Interessen oder Einstellungen kennen zu lernen, sich über die Arbeit oder neue Arbeitsbereiche auszutauschen und nebenbei auch eine Auszeit von der Arbeit zu bekommen. Für mich ist die Mischung aus Arbeit und Seminaren super, da mir beides sehr viel Spaß macht, weil man immer etwas Neues dazu lernt und  sich weiter entwickelt.

Durch das FJN hab ich für mich gemerkt, dass ich im sozialen und technischen  Bereich weitermachen möchte. Das ist allerdings kein Muss, da das Jahr vor allem auch als Orientierung dient, danach ist also jedem freigestellt, was man machen möchte. Insgesamt bin ich super froh darüber, dass ich dieses Jahr machen darf und ich vom Helmholtz-Zentrum Berlin angenommen wurde. Alles in allem kann ich ein FJN nur weiterempfehlen.


Bewerbungen

bitte direkt an den Träger ijgd (Internationaler Jugendgemeinschaftsdienst) richten.