Zwei neue Nachwuchsgruppen am HZB

Die Helmholtz-Gemeinschaft hat in einem Auswahlverfahren 20 Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler ausgewählt, die an den Zentren der Helmholtz-Gemeinschaft ihre eigene Forschungsgruppe aufbauen können. In diesem Verfahren haben sich auch zwei Kandidaten des HZB durchgesetzt: Dr. Emad Flear Aziz Bekhit und Dr. Aleksandr Matveenko. Aleksandr Matveenko (links im Bild) arbeitet im Projekt BERLinPro am Aufbau einer neuen Lichtquelle, einem Energy Recovery Linac. In diesem wird spezielles Röntgenlicht erzeugt mit einer im Vergleich zur Synchrotronstrahlung noch höheren Brillanz. Dazu werden in einem Linearbeschleuniger Elektronen auf nahezu Lichgeschwindigkeit beschleunigt und nach einem Umlauf im Ring wieder abgebremst. Man gewinnt damit einen großen Teil der Energie zurück. Aleksandr Matveenko beschäftigt sich mit dem Design der Magnetsysteme, die die Elektronen auf ihrer Bahn steuern. Dazu ist er vom russischen Budker Institue of Nuclear Physics (BINP), wo er sechs Jahre geforscht hat, nach Berlin gewechselt. Ein ausführliches Interview und Informationen zum Projekt BERLinPro finden Sie im Forschungsmagazin Sichtbar, Ausgabe 04., Seite 32. Emad Aziz (rechts im Bild) hat am Speicherring BESSY II eine Experimentierkammer entwickelt, mit der es nun möglich ist, bislang unzugängliche Flüssigkeits-Proben mit Synchrotronstrahlung zu untersuchen. Zum Beispiel können dort Proteine in ihrer realen Umgebung analysiert werden. Mit seiner Gruppe will Emad Aziz biologische Abläufe unter physiologischen Bedingungen untersuchen. Außerdem wird sein Know-How für Messungen zur Optimierung von Solarzellen zur Verfügung stehen. Einen Beitrag zu Emad Aziz finden Sie ebenfalls in der Sichtbar, Ausgabe 04, Seite 23, außerdem in unserer Pressemitteilung, die wir anlässich der Verleihung des diesjährigen Dale Sayers Preises an Emad Aziz herausgegeben haben. Lesen Sie außerdem die vollständige Pressemitteilung der Helmholtz-Gemeinschaft zur Auswahl der 20 Nachwuchsgruppenleiter.

IH

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