27.04.2010

WUNDERKAMMER WISSENSCHAFT - Wanderausstellung in Adlerhof

(german)

Die „Wunderkammer Wissenschaft“ bietet faszinierende Einblicke in die Welt der Wissenschaft – von kleinsten Nanowelten bis zu riesigen Großgeräten. Die Helmholtz-Gemeinschaft, Deutschlands größte Wissenschaftsorganisation, hat die Ausstellung auf Tournee geschickt. Nun macht sie Station in Berlin Adlershof, Deutschlands größtem Wissenschafts- und Technologiepark. Vom 27. April bis 3. Juni 2010 lädt das Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie zusammen mit der WISTA-MANAGEMENT GMBH ein, sich die Ausstellung im Zentrum für IT und Medien anzuschauen: Albert-Einstein-Straße 14, 12489 Berlin, geöffnet montags bis freitags von 8:00 bis 18:00 Uhr, Eintritt frei.

Dank moderner Bildgebungsverfahren bieten 16 "Wunderkammern" Einblicke in die Arbeit der Helmholtz-Forschungszentren: Auf großen LCD-Bild­schirmen werden rund 500 akustisch untermalte bewegte und bewegende Bilder aus der Forschung präsentiert: Mikroskopaufnahmen, Satelliten- und Röntgenbilder, aber auch inszenierte Fotoaufnahmen wissenschaftlicher Objekte.

Besucherinnen und Besucher sollen die Welt der Wissenschaften sinnlich erobern. Schönheit und Rätselhaftigkeit der Bilder stehen im Vordergrund. Über die Forschungsarbeit, die sich hinter den Aufnahmen verbirgt, geben Begleithefte Auskunft. Touchscreens ermöglichen den Zugang zur Website www.wunderkammerwissenschaft.de. Hier werden alle Bilder genauer erläutert. Audiostationen bieten Forschung zum Hören an.

Der Ansatz, Wissenschaft als visuell-sinnliches Erlebnis zu präsentieren, wird nirgendwo anders so konsequent praktiziert wie in den „Wunderkammern“. Die Besucher können erleben, wie sich Forscher das Universum ins Labor holen, um beispielsweise das Rätsel um Dunkle Materie zu lösen. Die Bilder überraschen mit unerwarteten Einblicken in die Krebstherapie. Sie verdeutlichen, dass Kohlenstoff-Nanoröhren zwanzig Mal fester als Stahl sind, aber gleichzeitig so leicht wie Aluminium.

Schnell wird klar: die Fragen, die hinter der Bilderschau stehen, sind nicht minder faszinierend. Wie schwer sind Teilchen im Universum? Welche Rolle spielt eine Kieselalge bei der Entwicklung leichter Autofelgen? Was macht Bakterien und Viren zu Krankheitserregern? Diesen und anderen großen Fragen sind die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Helmholtz-Zentren auf der Spur. Sie lüften die Geheimnisse von Materie, Energie, Raum und Zeit, sie entwickeln Flugzeuge, Speicherelemente und Solarzellen der nächsten Generation, entdecken unbekannte chemische Elemente, erfinden neue Materialien und neue Krankheitstherapien. Dabei nutzen sie einerseits den Blick aus weiter Ferne, aus dem Weltraum - und wagen andererseits den Blick ins Innere, in die Materie und ihre kleinsten Bauteile.

Um die Faszination dieser Fragen zu fühlen, bietet Adlershof genau das richtige Ambiente. Solarfabriken stehen hier neben dem Elektronenspeicherring BESSY II, Laser-Spezialisten treffen auf Studenten der benachbarten Humboldt-Universität zu Berlin, Luftfahrtexperten auf Informatiker. Noch nie war die „Wunderkammer Wissenschaft“ ihren Machern so nah. 

Nächste Station: 5. bis 12. Juni 2010 in Magdeburg beim Wissenschaftssommer

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S. Fischer