Matthias May mit dem Doktorandenpreis der Helmholtz-Gemeinschaft ausgezeichnet

Preisträger des Helmholtz-Doktorandenpreises 2015 mit Otmar D. Wiestler (Mitte), Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft, und Stephanie Dittmer (rechts), Bereichsleiterin Strategie/ Impuls- und Vernetzungsfonds der Helmholtz-Gemeinschaft, auf dem Neujahrsempfang 2016. Foto: Simone M. Neumann/helmholtz

Preisträger des Helmholtz-Doktorandenpreises 2015 mit Otmar D. Wiestler (Mitte), Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft, und Stephanie Dittmer (rechts), Bereichsleiterin Strategie/ Impuls- und Vernetzungsfonds der Helmholtz-Gemeinschaft, auf dem Neujahrsempfang 2016. Foto: Simone M. Neumann/helmholtz

Dr. Matthias May im Labor am Helmholtz-Zentrum Berlin. Der Forscher verbesserte die Effizienz von Solarzellen, die direkt mit Sonnenenergie Wasser spalten.

Dr. Matthias May im Labor am Helmholtz-Zentrum Berlin. Der Forscher verbesserte die Effizienz von Solarzellen, die direkt mit Sonnenenergie Wasser spalten.

Dr. Matthias May erforschte in seiner Promotion am Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB), wie man mit Sonnenlicht noch effizienter Wasser spalten und in Form von Wasserstoff speichern kann. Für seine Arbeit erhielt er am 27. Januar 2016 den mit 5.000 Euro dotierten Doktorandenpreis der Helmholtz-Gemeinschaft. May forscht seit Januar 2016 als Postdoktorand an der Universität Cambridge.

Matthias Mays arbeitete in seiner Promotion mit Solarzellen, die durch Sonnenlicht direkt Wasser spalten. Mit dieser Methode ist es möglich, die Energie der Sonne direkt in Wasserstoff zu speichern. May brach mit seiner Arbeit den seit 17 Jahren bestehenden Weltrekord für solche Systeme.

Der Forscher funktionalisierte die Solarzellen so, dass sie noch mehr Sonnenlicht umwandeln. „In wasserspaltenden Solarzellen sind die Grenzflächen zwischen dem lichtabsorbierenden Halbleiter und dem wässrigen Elektrolyten von entscheidender Bedeutung. In meiner Doktorarbeit habe ich diese Grenzflächen untersucht und manipuliert, um sie effizienter zu machen“, sagte May der Helmholtz-Gemeinschaft.

Sein Forschungsgebiet sei anwendungsbezogen und grundlagenorientiert zugleich, so May. „Viele fundamentale Fragestellungen sind noch unbeantwortet. Gleichzeitig arbeiten international viele Gruppen mit Hochdruck an der Realisierung von Anwendungen. "Dieses Spannungsfeld - einerseits zeitnah Anwendungen zu entwickeln, aber andererseits die grundlegenden Fragen, die mich interessieren, zu bearbeiten - war auch für mich eine Herausforderung“. Weitere Informationen zur Arbeit von Matthias May finden Sie hier.

Der Forscher erhielt den Doktorandenpreis gemeinsam mit vier weiteren Nachwuchsforschern aus verschiedenen Forschungsbereichen der Helmholtz-Gemeinschaft. Kurzinterviews mit den Preisträgern


Über den Helmholtz-Doktorandenpreis
Die Helmholtz-Gemeinschaft unterstützt gezielt talentierte Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler und will sie langfristig für die Forschung gewinnen. In jedem der sechs Helmholtz-Forschungsbereiche wird jährlich ein Doktorandenpreis vergeben. Die erfolgreichen Kandidatinnen und Kandidaten erhalten einmalig 5.000 Euro. Zusätzlich wird eine Reise- und Sachkostenpauschale von 2.000 Euro pro Monat für einen Auslandsaufenthalt von bis zu sechs Monaten an einer internationalen Forschungseinrichtung zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen


Zur Person
Matthias May begann sein Physik-Studium in Stuttgart und wechselte später an die Humboldt-Universität zu Berlin. Seine Doktorarbeit begann er 2011 am Helmholtz-Zentrum Berlin, gefördert von der Studienstiftung des deutschen Volkes. 2014 promovierte er an der Humboldt-Universität zu Berlin in der Experimentalphysik und hatte bis Ende 2015 eine Postdoc-Position an der TU Ilmenau inne. Seit Januar 2016 forscht May mit einem Postdoc-Stipendium der Leopoldina an der Universität Cambridge.

(sz/helmholtz)

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