Marie-Curie-Stipendium für Aafke Bronneberg

Aafke Bronneberg in ihrem Labor am HZB-Institut für Solare Brennstoffe.

Aafke Bronneberg in ihrem Labor am HZB-Institut für Solare Brennstoffe. © HZB

Seit Sommer 2013 arbeitet Aafke Bronneberg als Postdoc am HZB-Institut für Solare Brennstoffe. Nun hat die Physikerin eines der begehrten europäischen Marie-Sklodowska-Curie-Stipendien erhalten. Das Stipendium fördert herausragende Wissenschaftlerinnen oder Wissenschaftler in der Postdoktorandenphase. Dabei ist ein Wechsel der Forschungseinrichtung und des Landes vorgesehen. Aafke Bronneberg wird daher ab Februar 2017 an das Dutch Institute for Fundamental Energy Research (DIFFER) in Eindhoven, Niederlande, gehen.

Auch in ihrem neuen Forschungsvorhaben am DIFFER-Institut geht es um Solare Brennstoffe, also die Erzeugung von Wasserstoff mithilfe von Sonnenlicht: Aafke Bronneberg will die elektrochemischen Prozesse bei der lichtinduzierten Spaltung von Wasser untersuchen. Dabei hat sie insbesondere die Photoelektrode im Blick, an der sich Sauerstoffgas bildet. Sie will Photoelektroden aus Metalloxiden mit Hilfe von Infrarotspektroskopie analysieren und herausfinden, wann und wo während der Reaktionen Engpässe auftreten und wie sich das Design der Photoelektroden verbessern lässt. Dabei kann sie auf den Erfahrungen aus dem HZB mit Metalloxiden aufbauen und die Kooperation zwischen HZB und dem DIFFER vertiefen.

Zur Person:

Aafke Bronneberg hat an der Technischen Universität Eindhoven Physik studiert und dort auch promoviert. Für ihre Doktorarbeit untersuchte sie Prozesse in Dünnschicht-Solarzellen aus mikrokristallinem Silizium. Anschließend ging sie als Postdoc an das Lawrence Berkeley National Lab, Berkeley. Dort arbeitete sie daran, Nanostrukturen zu entwickeln, die sich als Photoelektroden für die solare Wasserstofferzeugung eignen. Seit Sommer 2013 ist sie als Postdoc am HZB-Institut für Solare Brennstoffe beschäftigt. Sie hat dort ein Labor für „Atomlagenabscheidung“ (Atomic Layer Deposition) aufgebaut: Damit lassen sich Oberflächen und Nanostrukturen mit wenigen Atomlagen anderer Materialien beschichten, zum Beispiel mit Katalysatoren oder Schutzschichten.

Weitere Links:

Informationen zum Marie-Curie-Stipendium: http://ec.europa.eu/research/mariecurieactions/
Informationen über das Dutch Institute for Fundamental Energy Research (DIFFER): http://www.differ.nl/

arö

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