Themen: Forschungsreaktor (90) Kooperationen (139)

Nachricht    20.02.2017

Neutroneninstrument BioREF sicher in Australien angekommen

Das australische Team vom ANSTO nahm die drei Schiffscontainer mit dem Neutroneninstrument SPATZ (früher BioRef) mit Freude in Empfang. Es wird bis 2018 dort wiederaufgebaut. Foto: ANSTO

Das Neutroneninstrument BioREF wurde wie berichtet im Dezember 2016 von Hamburg nach Port Botany, Australien verschifft. Am 14. Februar 2017 nahmen die Mitarbeiter des australischen Forschungszentrums ANSTO die 29 Tonnen schwere Fracht entgegen und teilten mit: Die drei Container haben die 45-tägige und 11.800 Seemeilen lange Reise gut überstanden. Das Gerät wird an der australischen Neutronenquelle unter den Namen SPATZ wiederaufgebaut und auch Forschenden aus Deutschland zur Verfügung stehen.

Im Oktober 2016 schlossen das HZB und das ANSTO eine Kooperationsvereinbarung, um die Zusammenarbeit beider Einrichtungen weiter zu intensivieren. Vereinbart wurde auch, dass das ANSTO das BioRef-Reflektometer von HZB übernimmt. ANSTO betreibt mit OPAL eine der neuesten und erfolgreichsten Neutronenquellen weltweit. Hier soll das Instrument bis 2018 wiederaufgebaut werden.

Die Kollegen vom ANSTO dankten den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des HZB für ihre ausgezeichnete Unterstützung des Projekts. Die Australier waren im Herbst 2016 mehrere Wochen am HZB, um gemeinsam das Instrument mitsamt Detektoren, Neutronenleitern und Choppern abzubauen. Das Instrument wurde in 257 Einzelteile zerlegt und 43 Holzkisten verpackt. Sie dokumentieren diese Arbeit mit fast tausend Fotos und erhielten von den HZB-Mitarbeitenden eine 200 Seiten starke Konstruktionsanleitung für den Wiederaufbau am “Australian Centre for Neutron Scattering” (ACNS). Traditionell werden die Instrumente am ACNS nach Tiernamen der australischen Fauna benannt. Um an seine deutsche Herkunft zu erinnern, wollen die Australier das ehemalige HZB-Instrument deshalb auf den Namen SPATZ taufen.

Lesen Sie mehr dazu in der ausführlichen Meldung des ANSTO (only in English).

(sz)


           



Das könnte Sie auch interessieren
  • <p>Im Innovationslabor HySPRINT arbeiten HZB-Teams an neuen Verfahren zur Herstellung von Perowskit-Solarzellen.</p>NACHRICHT      16.05.2019

    Europäische Perowskit-Initiative EPKI gestartet

    Perowskit-basierte Solarzellen haben in den letzten zehn Jahren enorme Fortschritte gemacht und erreichen im Labormaßstab bereits Wirkungsgrade von 24,2% (Anfang 2019) in Single-Junction-Architekturen und bis zu 28% im Tandem mit kristallinem Silizium. Dies macht sie zu der Solartechnologie, die sich bis heute am schnellsten entwickelt. Das Helmholtz-Zentrum Berlin hat in den letzten Jahren mit dem HySPRINT Projekt und der Rekrutierung talentierter Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler eine erhebliche Forschungskapazität im Bereich Perowskit-Materialien aufgebaut und beteiligt sich an der nun gestarteten Europäischen Perowskit-Initiative EPKI. [...]


  • <p>Das Enzym MHETase ist ein riesiges komplex gefaltetes Molek&uuml;l. MHET-Molek&uuml;le aus PET-Kunststoff docken an einer aktiven Stelle im Inneren der MHETase an und werden dort aufgespalten.</p>SCIENCE HIGHLIGHT      12.04.2019

    „Molekulare Schere“ für den Plastikmüll

    Ein Team der Universität Greifswald und des Helmholtz-Zentrums Berlin (HZB) hat an BESSY II die Struktur eines wichtigen Enzyms ("MHETase") entschlüsselt. Die MHETase wurde in einem Bakterium entdeckt und ist in der Lage, zusammen mit einem zweiten Enzym, der PETase, den weit verbreiteten Kunststoff PET in seine Grundbausteine zu zerlegen. Die 3D-Struktur der MHETase ermöglichte es den Forschern bereits, die Aktivität dieses Enzyms gezielt zu optimieren, um es zusammen mit der PETase für das nachhaltige Recycling von PET zu nutzen. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlicht. [...]


  • <p>Fassade mit integrierten CIGS-D&uuml;nnschicht-Solarmodulen am Institutsgeb&auml;ude des ZSW in Stuttgart.</p>NACHRICHT      28.02.2019

    CIGS-Dünnschicht-Photovoltaik ist eine Schlüsseltechnologie für die globale Energiewende

    Ein neues Whitepaper der Forschungsinstitute ZSW und HZB zeigt: CIGS-Dünnschicht-Solarzellen besitzen großes Potenzial für Klimaschutz und Wirtschaftswachstum. CIGS-Dünnschichtmodule bieten hohe Leistung zu geringen Kosten, und ihre Herstellung benötigt wenig Energie. Außerdem erlauben CIGS-Module auch ästhetisch anspruchsvolle Gestaltungen in Gebäuden und Fahrzeugen. Damit hat CIGS erhebliche Vorteile gegenüber anderen Technologien. Das neue Whitepaper beschreibt Stärken und Einsatzmöglichkeiten von CIGS und die daraus resultierenden großen Chancen auch für die Wirtschaft. [...]




Newsletter