Themen: Karriere (50) Energie (293) Solarenergie (232) Personalia (235)

Nachricht    22.11.2018

„Make our Planet great again“: Neue Forschergruppe im Institut für Silizium-Photovoltaik

Neu am HZB: DAAD-MOPGA-Fellow Dr. Yutsung Tsai.
Copyright: privat

Der Physiker Dr. Yutsung Tsai baut am Helmholtz-Zentrum Berlin eine eigene Forschergruppe zu Photovoltaik im Institut für Silizium-Photovoltaik auf. Sein Ziel ist es, zweidimensionale transparente Solarzellen zu entwickeln. Tsai erhält Forschungsmittel aus dem deutsch-französischen Programm „Make Our Planet Great Again – German Research Initiative“ (MOPGA-GRI), das durch das BMBF gefördert wird.

Nach dem Pariser Klimaabkommen haben die deutsche und die französische Regierung das Förderprogramm „Make our Planet great again – German Research Initiative“ aufgelegt, um durch zielgerichtete Forschung den Klimawandel zu bremsen. Weltweit wurden Nachwuchsforschende zu Anträgen aufgefordert, aus rund 300 eingegangenen Anträgen wählte eine Expertenjury des Deutschen Akademischen Austauschdienstes 13 Projektleiterinnen und Projektleiter aus. Die MOPGA-GRI-Fellows können in den kommenden vier Jahren ihre eigene Forschungsgruppe an einem Zentrum ihrer Wahl aufbauen.

Neue Ideen für Solarzellen

Im Bereich „Energiewende“ hat sich Yutsung Tsai mit einem Forschungsthema zu zweidimensionalen, transparenten Solarzellen auf Basis einer neuen Materialklasse durchgesetzt. „Als ich die Ausschreibung sah, habe ich mich sofort beworben“, erinnert sich Tsai. Er hatte bereits Erfahrung in der Halbleiterphysik, Optik und mit zweidimensionalen Materialien - warum also nicht diese Bereiche miteinander kombinieren, um eine neue Klasse von transparenten Solarzellen für beliebige Gebäudeflächen zu entwickeln?

Taiwan, Texas, Berlin

Dann durchsuchte er systematisch die internationale Forschungslandschaft, um einen geeigneten Gastgeber für sein Vorhaben zu finden. Unter den Stichworten „green energy“ und „PV research“ stieß er auf das HZB als eines der Top-Forschungszentren und schrieb Professor Norbert Nickel an, der gerne zusagte. Tsai wird nun seine Forschungsgruppe am HZB-Institut für Siliziumphotovoltaik auf dem Wilhelm-Conrad-Röntgen-Campus in Adlershof aufbauen.

Tsai, der den Rufnamen Rem trägt, stammt aus Taiwan. Er hat an der State University of New York, Buffalo, USA promoviert und als Postdoc an der University of Texas, Austin, USA, im Bereich der Halbleiterphysik geforscht.

Thema Yutsung Tsai:  „Lateral multi-junctions of 2-D transition metal dichalcogenides as optoelectronic platform for transparent photovoltaics“

arö


           



Das könnte Sie auch interessieren
  • NACHRICHT      21.01.2019

    Beratungsbüro für Postdocs am HZB gegründet

    Das Helmholtz-Zentrum Berlin baut ein „Postdoc Career Office“ auf, das Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nach der Promotion bei der aktiven Planung des zukünftigen Berufslebens unterstützt. Seit 15. Januar 2019 ist Dr. Christoph Scherfer der Ansprechpartner für Postdocs am HZB. Die Helmholtz-Gemeinschaft fördert den Aufbau des Postdoc-Büros am HZB über fünf Jahre.     [...]


  • <p>Marcus B&auml;r, hier im EMIL-Labor des HZB, hat nun eine Professur an der FAU in Erlangen-N&uuml;rnberg angenommen.</p>NACHRICHT      11.01.2019

    Marcus Bär nimmt W2-Professur für Röntgenspektroskopie in Erlangen-Nürnberg an

    Prof. Marcus Bär hat den Ruf auf eine Professur für Röntgenspektroskopie an der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) angenommen. Bär leitet am Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) die Abteilung „Grenzflächendesign“. Die neue W2-Professur wurde in Kooperation mit dem HZB und dem Forschungszentrum Jülich eingerichtet, um das Helmholtz-Institut Erlangen-Nürnberg für Erneuerbare Energien (HI ERN) zu verstärken. Bär wird damit in Zukunft auch HI ERN Forschungsthemen am HZB bearbeiten und so zur Intensivierung der Zusammenarbeit beitragen. [...]




Newsletter