Themen: Karriere (63) Energie (316) Solarenergie (252) Personalia (248)

Nachricht    22.11.2018

„Make our Planet great again“: Neue Forschergruppe im Institut für Silizium-Photovoltaik

Neu am HZB: DAAD-MOPGA-Fellow Dr. Yutsung Tsai.
Copyright: privat

Der Physiker Dr. Yutsung Tsai baut am Helmholtz-Zentrum Berlin eine eigene Forschergruppe zu Photovoltaik im Institut für Silizium-Photovoltaik auf. Sein Ziel ist es, zweidimensionale transparente Solarzellen zu entwickeln. Tsai erhält Forschungsmittel aus dem deutsch-französischen Programm „Make Our Planet Great Again – German Research Initiative“ (MOPGA-GRI), das durch das BMBF gefördert wird.

Nach dem Pariser Klimaabkommen haben die deutsche und die französische Regierung das Förderprogramm „Make our Planet great again – German Research Initiative“ aufgelegt, um durch zielgerichtete Forschung den Klimawandel zu bremsen. Weltweit wurden Nachwuchsforschende zu Anträgen aufgefordert, aus rund 300 eingegangenen Anträgen wählte eine Expertenjury des Deutschen Akademischen Austauschdienstes 13 Projektleiterinnen und Projektleiter aus. Die MOPGA-GRI-Fellows können in den kommenden vier Jahren ihre eigene Forschungsgruppe an einem Zentrum ihrer Wahl aufbauen.

Neue Ideen für Solarzellen

Im Bereich „Energiewende“ hat sich Yutsung Tsai mit einem Forschungsthema zu zweidimensionalen, transparenten Solarzellen auf Basis einer neuen Materialklasse durchgesetzt. „Als ich die Ausschreibung sah, habe ich mich sofort beworben“, erinnert sich Tsai. Er hatte bereits Erfahrung in der Halbleiterphysik, Optik und mit zweidimensionalen Materialien - warum also nicht diese Bereiche miteinander kombinieren, um eine neue Klasse von transparenten Solarzellen für beliebige Gebäudeflächen zu entwickeln?

Taiwan, Texas, Berlin

Dann durchsuchte er systematisch die internationale Forschungslandschaft, um einen geeigneten Gastgeber für sein Vorhaben zu finden. Unter den Stichworten „green energy“ und „PV research“ stieß er auf das HZB als eines der Top-Forschungszentren und schrieb Professor Norbert Nickel an, der gerne zusagte. Tsai wird nun seine Forschungsgruppe am HZB-Institut für Siliziumphotovoltaik auf dem Wilhelm-Conrad-Röntgen-Campus in Adlershof aufbauen.

Tsai, der den Rufnamen Rem trägt, stammt aus Taiwan. Er hat an der State University of New York, Buffalo, USA promoviert und als Postdoc an der University of Texas, Austin, USA, im Bereich der Halbleiterphysik geforscht.

Thema Yutsung Tsai:  „Lateral multi-junctions of 2-D transition metal dichalcogenides as optoelectronic platform for transparent photovoltaics“

HINWEIS:

Das Projektwird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Forschungsinitiative „Make our Planet Great Again – German Research Initiative“, die durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) umgesetzt wird.

arö


           



Das könnte Sie auch interessieren
  • <p>Ein R&ouml;ntgenpuls untersucht die Delokalisierung von Eisen 3d-Elektronen auf anliegende Liganden.</p>SCIENCE HIGHLIGHT      09.07.2019

    Ladungstransfer innerhalb von Übergangsmetall-Farbstoffen analysiert

    In farbstoffbasierten Solarzellen sorgen Übergangsmetall-Komplexe dafür, dass Licht in elektrische Energie umgewandelt wird. Bisher ging man davon aus, dass innerhalb des Moleküls eine räumliche Ladungstrennung stattfindet. Dass dies eine zu simple Beschreibung des Prozesses ist, zeigt eine Analyse an BESSY II. Erstmals hat dort ein Team die fundamentalen elektronischen Prozesse rund um das Metallatom und seine Liganden untersucht. Die Arbeit ist in der Fachzeitschrift „Angewandte Chemie, International Edition“ erschienen und stellt das Titelbild. [...]


  • <p>Die Physikalische Gesellschaft zu Berlin zeichnet Steve Albrecht mit dem Karl-Scheel-Preis aus.</p>NACHRICHT      24.06.2019

    Steve Albrecht gewinnt den Karl-Scheel-Preis 2019

    Mit dem diesjährigen Karl-Scheel-Preis würdigt die Physikalische Gesellschaft zu Berlin Steve Albrecht vom Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie für seine Arbeiten auf dem Gebiet von hocheffizienten Tandem-Solarzellen mit Absorbern aus Metall-Halogenid-Perowskiten. [...]




Newsletter