Themen: Forschungsreaktor (90) Kooperationen (139) Technologietransfer (48) BESSY II (269)

Nachricht    04.12.2018

Delegation aus Jordanien zu Besuch am HZB

Von links nach rechts: Prof. Dr. Jan Lüning (HZB, design. GF), Dr. Roland Steitz (HZB), H.E. Dr. Khaled TOUKAN (Chairman of Jordan Atomic Energy Commission), Dr. Antje Vollmer (HZB), Mr Akram Hayjeneh (Jordan Embassy in Berlin), Dr. Samer Kahook (Manager of JRTR Jordan Atomic Energy Commission).
Copyright: HZB/ K. Fuchs

Die Delegation besichtigt die Neutronenleiterhalle in Berlin-Wannsee.

Dr. Khaled Toukan und Prof. Jan Lüning
Copyright: HZB

Das Helmholtz-Zentrum Berlin wird die Zusammenarbeit mit jordanischen Großforschungseinrichtungen intensivieren. Das vereinbarte Prof. Dr. Jan Lüning mit Vertretern einer hochrangigen jordanischen Forschungsdelegation, die Ende November 2018 zu Gast am HZB war.

Am 27. November 2018 besuchten der Vorsitzende der Jordanischen Atomenergiekommission und Direktor der Synchrotronstrahlungsquelle SESAME, H.E. Dr. Khaled Toukan, und der Manager des Jordanischen Forschungs- und Trainingsreaktors JRTR, Dr. Samer Kahook, das Helmholtz-Zentrum Berlin. Begleitet wurden sie von Akram Hayajneh, dem 2. Sekretär der Jordanischen Botschaft in Berlin.

Die Delegation informierte sich am Lise-Meitner-Campus über die Wissenschaft, den Nutzerservice und den Betrieb der Neutronenquelle BER II. Anschließend führte sie der designierte wissenschaftliche Geschäftsführer des HZB, Prof. Dr. Jan Lüning, durch die Experimentierhalle von BESSY II in Adlershof. In Gesprächen diskutierte die Delegation mit Vertretern aus dem HZB über die Perspektiven der jordanischen Großforschungsanlagen. Thema waren auch mögliche Hilfen für den jordanischen Forschungsreaktor vor dem Hintergrund der Stilllegung des BER II Ende 2019.

HZB engagiert sich seit vielen Jahren bei SESAME

Zudem wolle man die langjährige Zusammenarbeit von SESAME und HZB weiter ausbauen, hieß es aus dem Kreis der Delegierten. Die Synchrotronstrahlungsquelle SESAME arbeitet mit einem Vorbeschleuniger, der bereits bei BESSY I zum Einsatz kam. Nach Außerbetriebnahme der Anlage wurden die Komponenten 2002 nach Jordanien transferiert und mithilfe von Experten aus Deutschland und anderen europäischen Ländern erfolgreich in SESAME eingebaut. Diese Komponenten liefen auch heute noch sehr zuverlässig, betonte der Direktor von SESAME, H. E. Dr. Khaled Toukan, bei seinem Besuch.

Ausbildungsmöglichkeiten für jordanische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

Beide Seiten verabredeten im Rahmen des Treffens, dass es Trainingsmöglichkeiten für jordanische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an BESSY II geben soll.

Zudem beteiligt sich das HZB am Aufbau einer neuen Beamline für das weiche Röntgenlicht an SESAME. Wie berichtet, wird die Helmholtz-Gemeinschaft dafür 3,5 Millionen Euro bereitstellen. Das HZB wird einen APPLE II Undulator für die neue SESAME-Beamline bauen, das jordanische Team ausbilden und mithilfe einer Fernwartung unterstützen.

(sz)


           



Das könnte Sie auch interessieren
  • <p>Im Innovationslabor HySPRINT arbeiten HZB-Teams an neuen Verfahren zur Herstellung von Perowskit-Solarzellen.</p>NACHRICHT      16.05.2019

    Europäische Perowskit-Initiative EPKI gestartet

    Perowskit-basierte Solarzellen haben in den letzten zehn Jahren enorme Fortschritte gemacht und erreichen im Labormaßstab bereits Wirkungsgrade von 24,2% (Anfang 2019) in Single-Junction-Architekturen und bis zu 28% im Tandem mit kristallinem Silizium. Dies macht sie zu der Solartechnologie, die sich bis heute am schnellsten entwickelt. Das Helmholtz-Zentrum Berlin hat in den letzten Jahren mit dem HySPRINT Projekt und der Rekrutierung talentierter Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler eine erhebliche Forschungskapazität im Bereich Perowskit-Materialien aufgebaut und beteiligt sich an der nun gestarteten Europäischen Perowskit-Initiative EPKI. [...]


  • NACHRICHT      15.05.2019

    Das HZB auf der INTERSOLAR in München

    Das Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) präsentiert sich vom 15. bis 17. Mai auf der INTERSOLAR in München, der weltweit größten Solarmesse. Das HZB zählt international zu den führenden Forschungszentren im Bereich der Solarenergie und zeigt neueste Entwicklungen in der Photovoltaik und bei den solaren Brennstoffen. Das HZB bietet vielseitige Kooperationsmöglichkeiten für Unternehmen – von der Auftragsforschung bis zum gemeinsamen Forschungsprojekt. [...]


  • <p>Experimente an der Femtoslicing-Anlage von BESSY II zeigten den ultraschnellen Drehimpulsfluss von Gd- und Fe-Spins zum Gitter w&auml;hrend der Entmagnetisierung der GdFe-Legierung.</p>SCIENCE HIGHLIGHT      10.05.2019

    Laserinduzierte Spindynamik in Ferrimagneten: Wohin geht der Drehimpuls?

    Durch intensive Laserpulse kann die Magnetisierung eines Materials sehr schnell manipuliert werden. Magnetisierung wiederum ist fundamental mit dem Drehimpuls der Elektronen im Material verbunden. Ein Forscherteam des Max-Born-Instituts für Nichtlineare Optik und Kurzzeitspektroskopie (MBI) konnte nun an BESSY II den Drehimpulstransfer in einer ferrimagnetischen Eisen-Gadolinium-Legierung im Detail verfolgen. Dabei gelang es ihnen, am Femtoslicing-Experiment bei BESSY II die ultraschnelle optische Entmagnetisierung zu vermessen und deren grundlegende Prozesse und Geschwindigkeitsgrenzen zu verstehen. Die Forschungsergebnisse wurden in der Zeitschrift „Physical Review Letters“ veröffentlicht. [...]




Newsletter