Themen: Forschungsreaktor (90) Kooperationen (135) Technologietransfer (46) BESSY II (263)

Nachricht    04.12.2018

Delegation aus Jordanien zu Besuch am HZB

Von links nach rechts: Prof. Dr. Jan Lüning (HZB, design. GF), Dr. Roland Steitz (HZB), H.E. Dr. Khaled TOUKAN (Chairman of Jordan Atomic Energy Commission), Dr. Antje Vollmer (HZB), Mr Akram Hayjeneh (Jordan Embassy in Berlin), Dr. Samer Kahook (Manager of JRTR Jordan Atomic Energy Commission).
Copyright: HZB/ K. Fuchs

Die Delegation besichtigt die Neutronenleiterhalle in Berlin-Wannsee.

Dr. Khaled Toukan und Prof. Jan Lüning
Copyright: HZB

Das Helmholtz-Zentrum Berlin wird die Zusammenarbeit mit jordanischen Großforschungseinrichtungen intensivieren. Das vereinbarte Prof. Dr. Jan Lüning mit Vertretern einer hochrangigen jordanischen Forschungsdelegation, die Ende November 2018 zu Gast am HZB war.

Am 27. November 2018 besuchten der Vorsitzende der Jordanischen Atomenergiekommission und Direktor der Synchrotronstrahlungsquelle SESAME, H.E. Dr. Khaled Toukan, und der Manager des Jordanischen Forschungs- und Trainingsreaktors JRTR, Dr. Samer Kahook, das Helmholtz-Zentrum Berlin. Begleitet wurden sie von Akram Hayajneh, dem 2. Sekretär der Jordanischen Botschaft in Berlin.

Die Delegation informierte sich am Lise-Meitner-Campus über die Wissenschaft, den Nutzerservice und den Betrieb der Neutronenquelle BER II. Anschließend führte sie der designierte wissenschaftliche Geschäftsführer des HZB, Prof. Dr. Jan Lüning, durch die Experimentierhalle von BESSY II in Adlershof. In Gesprächen diskutierte die Delegation mit Vertretern aus dem HZB über die Perspektiven der jordanischen Großforschungsanlagen. Thema waren auch mögliche Hilfen für den jordanischen Forschungsreaktor vor dem Hintergrund der Stilllegung des BER II Ende 2019.

HZB engagiert sich seit vielen Jahren bei SESAME

Zudem wolle man die langjährige Zusammenarbeit von SESAME und HZB weiter ausbauen, hieß es aus dem Kreis der Delegierten. Die Synchrotronstrahlungsquelle SESAME arbeitet mit einem Vorbeschleuniger, der bereits bei BESSY I zum Einsatz kam. Nach Außerbetriebnahme der Anlage wurden die Komponenten 2002 nach Jordanien transferiert und mithilfe von Experten aus Deutschland und anderen europäischen Ländern erfolgreich in SESAME eingebaut. Diese Komponenten liefen auch heute noch sehr zuverlässig, betonte der Direktor von SESAME, H. E. Dr. Khaled Toukan, bei seinem Besuch.

Ausbildungsmöglichkeiten für jordanische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

Beide Seiten verabredeten im Rahmen des Treffens, dass es Trainingsmöglichkeiten für jordanische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an BESSY II geben soll.

Zudem beteiligt sich das HZB am Aufbau einer neuen Beamline für das weiche Röntgenlicht an SESAME. Wie berichtet, wird die Helmholtz-Gemeinschaft dafür 3,5 Millionen Euro bereitstellen. Das HZB wird einen APPLE II Undulator für die neue SESAME-Beamline bauen, das jordanische Team ausbilden und mithilfe einer Fernwartung unterstützen.

(sz)


           



Das könnte Sie auch interessieren
  • <p>Arbeiten im neu eingerichteten HySPRINT-Labor f&uuml;r Perowskit-Solarzellen: Beim Industrietag werden Kooperationsm&ouml;glichkeiten - auch in anderen Themenfeldern und Laboren - vorgestellt.</p>NACHRICHT      22.02.2019

    Industrietag mit Schwerpunkt Optoelektronik und Photovoltaik am HZB in Adlershof

    Das Helmholtz-Zentrum Berlin lädt am 28. März 2019 zum Industrietag nach Adlershof ein, informiert über Kooperationsmöglichkeiten und zeigt Labore, die für gemeinsame Forschungsprojekte zur Verfügung stehen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet ein abwechslungsreiches Programm zu den Themen Material- und Bauelemententwicklung, Analytik und Simulation. Die Veranstaltung ist kostenfrei, um Anmeldung wird gebeten. [...]


  • <p>Mit R&ouml;ntgenlicht (blau) werden Wassermolek&uuml;le angeregt. Aus dem abgestrahlten Licht (lila) lassen sich Informationen &uuml;ber Wasserstoffbr&uuml;cken gewinnen.</p>SCIENCE HIGHLIGHT      20.02.2019

    Wasser ist homogener als gedacht

    Um die bekannten Anomalien in Wasser zu erklären, gehen manche Forscher davon aus, dass Wasser auch bei Umgebungsbedingungen aus einer Mischung von zwei Phasen besteht. Neue röntgenspektroskopische Analysen an BESSY II, der ESRF und der Swiss Light Source zeigen jedoch, dass dies nicht der Fall ist. Bei Raumtemperatur und normalem Druck bilden die Wassermoleküle ein fluktuierendes Netz mit durchschnittlich je 1,74 ± 2.1%  Donator- und Akzeptor-Wasserstoffbrückenbindungen pro Molekül, die eine tetrahedrische Koordination zwischen nächsten Nachbarn ermöglichen. [...]


  • <p>&Uuml;ber 250 geladene G&auml;ste feierten am 18. Februar im TIPI am Kanzleramt das zehnj&auml;hrige Jubil&auml;um des HZB.</p>NACHRICHT      18.02.2019

    10 Jahre Helmholtz-Zentrum Berlin: Ein starker Partner in der Wissenschaftslandschaft

    Das Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie (HZB) feiert am 18. Februar 2019 mit rund 250 geladenen Gästen aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft sein zehnjähriges Bestehen. Das Zentrum zählt zu den Top-Institutionen weltweit und leistet einen entscheidenden Beitrag für Berlin als Standort der Spitzenforschung. Dies betont Michael Müller, Regierender Bürgermeister von Berlin, anlässlich des Jubiläums. [...]




Newsletter