04.06.2013

Berliner gewinnt beim Jugend-Forscht-Bundeswettbewerb. Er entwickelte eine kostengünstige Alternative zu Satellitenaufnahmen

Julian Petrasch lässt seine Sonden an Ballons in den Himmel steigen, wo sie in großer Höhe (ca. 30 Kilometer) zerplatzen. An einem Fallschirm segelt die Kapsel zu Boden. Die innen liegenden Handykameras nehmen dabei spektakuläre Ansichten auf. Foto: HZB/Kubatzki

Petrasch experimentiert mit kugel- und quaderförmigen Transportbehältnissen für die Kameras. Den reflektierenden, goldenen "Überzug" bekommen sie, damit die Technik in großen Höhen nicht überhitzt. Foto: HZB/Kubatzki

Bereits zum zweiten Mal ist der 21jährige Informatikstudent Bundessieger beim Jugend-forscht-Wettbewerb in Leverkusen geworden. Er gewann in der Kategorie Geo- und Raumwissenschaften. Petrasch entwickelte eine Alternative zu kostspieligen Satelittenaufnahmen. Er konstruierte innovative Stratosphärenballons und stattet sie mit Handykameras aus. Bei mehreren Testflügen bewies er, dass dieses System hervorragend funktionierte und die Luftaufnahmen eine erstaunlich hohe Auflösung hatten. Mit dieser Technologie können nicht nur aktuelle Luftbilder aufgenommen werden. Sie eignet sich auch, um thematische Karten, zum Beispiel zur Vegetation, zu erstellen. Das Schülerlabor des Helmholtz-Zentrum Berlin hat Julian Petrasch bei seinem Vorhaben unterstützt.

Die Jury war beeindruckt, wie Julian Petrasch sein Projekt kenntnisreich und voller innovativer Ideen anging. Über insgesamt 108 Projekte von Jungforschern musste die Jury entscheiden, neun davon in der Kategorie Raum- und Geowissenschaften. Aus Berlin waren sechs Projekte beim Bundesentscheid am Start.

Julian Petrasch gewann beim Bundes-Forscht-Wettbewerb den mit 2.500 Euro dotieren ersten Platz sowie am Vortag den "Geographiepreis" (1.000 Euro). Bereits 2009 strich er den Bundessieg ein, damals zusammen mit seinem Partner Lennart Schlieder.

Wir haben Julian Petratsch und sein ehrgeiziges Projekt in aktuellen  HZB-Lichtblick-Ausgabe (auf Seite 2) vorgestellt.  

SZ