Helmholtz-Gemeinschaft eröffnet Beamline an der Röntgenquelle in Jordanien

Zufrieden stehen die HZB Kollegen aus der Abteilung Undulatoren vor dem frisch aufgepeppten UE56-SESAME. Seit 2019 hat das Team daran gearbeitet, dem Undulator ein zweites Leben zu geben. Ausgerüstet mit neuen Magneten und auf den letzten Stand der Technik gebracht, wurde er nun nach 20 Jahren Einsatz bei BESSY II in den Speicherring SESAME in Jordanien eingebaut.

Zufrieden stehen die HZB Kollegen aus der Abteilung Undulatoren vor dem frisch aufgepeppten UE56-SESAME. Seit 2019 hat das Team daran gearbeitet, dem Undulator ein zweites Leben zu geben. Ausgerüstet mit neuen Magneten und auf den letzten Stand der Technik gebracht, wurde er nun nach 20 Jahren Einsatz bei BESSY II in den Speicherring SESAME in Jordanien eingebaut. © HZB/Michael Setzpfandt

Der am HZB vorbereitete Undulator steht nun im Speicherring von SESAME. Der Undulator erzeugt das passende Lichtspektrum für die HESEB-Experimentierstation.

Der am HZB vorbereitete Undulator steht nun im Speicherring von SESAME. Der Undulator erzeugt das passende Lichtspektrum für die HESEB-Experimentierstation. © DESY

An der Röntgenstrahlungsquelle SESAME in Jordanien ist eine neue Experimentierstation eröffnet worden: HESEB, die Helmholtz-SESAME Beamline, ist von fünf Forschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft unter Federführung von DESY konzipiert worden.

Sie erweitert die Experimentiermöglichkeiten der Anlage erheblich. Künftig wird mit ihr auch sogenanntes weiches Röntgenlicht für die Forschung an SESAME verfügbar. Die Strahlung ist energieärmer als harte Röntgenstrahlung und bietet die Möglichkeit, eine Vielzahl wissenschaftlicher Fragestellungen in der Festkörper-, Grenzflächen- und Oberflächenphysik, in der physikalischen Chemie, in biologischen Systemen und in den Erd- und Umweltwissenschaften zu untersuchen. An dem Projekt sind das Forschungszentrum Jülich, das Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB), das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf, das Karlsruher Institut für Technologie und DESY beteiligt.

Die Expertinnen und Experten aus der Beschleunigerphysik des HZB haben den Undulator konzipiert und gebaut, der das passende Lichtspektrum für die HESEB-Experimentierstation erzeugt. Undulatoren sind Schlüsselkomponenten beim Betrieb von Elektronenspeicherringen. Die Elektronen durchlaufen komplexe Magnetstrukturen und werden zu einer wellenförmigen Flugbahn gezwungen. Dadurch wird Synchrotronstrahlung von großer Brillanz erzeugt.

Der im HZB konzipierte Undulator enthält aufbereitete Komponenten eines UE56-2 Undulators mit einem neu arrangierten magnetischen Array. Über die letzten zwei Jahre ist er in Berlin getestet und eingestellt worden, nun steht er voll funktional SESAME zur Verfügung.

Lesen Sie hier die vollständige Pressemitteilung zur Inbetriebnahme der Helmholtz-Beamline an der Röntgenquelle SESAME in Jordanien.

ih

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