Elektronenspeicherring BESSY II

BESSY II erzeugt helles Licht für die Energie- und Materialforschung

BESSY II ist eine Synchrotronstrahlungsquelle der dritten Generation, die extrem brillantes Röntgenlicht erzeugt. Dieses Licht können Forscherinnen und Forscher auf der ganzen Welt für ihre Experimente nutzen. BESSY II ist ein universelles Werkzeug, um ganz verschiedene Proben zu untersuchen, zum Beispiel Solarzellen, Materialien für die solare Wasserstofferzeugung und Quantenmaterialen. Aber auch Proteine für die Entwicklung neuer Wirkstoffe, Meteoriten und archäologische Funde können mit dem weichen Röntgenlicht von BESSY II untersucht werden.

Gebäude Emil - Energy Materials In-situ Laboratory Berlin

BESSY II - Mehr Licht für die Forschung: Am Standort Adlershof betreiben wir den Elektronenspeicherring BESSY II. Er erzeugt helle Röntgenblitze, mit denen sich Prozesse in Materialien analysieren lassen.

BESSY II ist das Weichröntgen-Synchrotron in Deutschland

BESSY II ist mit seinem Schwerpunkt auf der weichen Röntgenstrahlung einzigartig in Deutschland. Die Anlage ist komplementär zu PETRA III am DESY in Hamburg, das das harte Röntgenspektrum bedient. Mehr als 1400 Gastforschende nutzen pro Jahr BESSY II und schätzen die hohe Zuverlässigkeit und Stabilität der Photonenquelle. Die Nutzerinnen und Nutzer können an zirka 50 Strahlrohren arbeiten, an denen modernste Spektroskopie- und Mikroskopie-Methoden zur Verfügung stehen. International genießt BESSY II für seine Methodenentwicklung einen ausgezeichneten Ruf.

Luftbild BESSY II in 2018

Luftbild BESSY II am Wilhelm-Conrad-Röntgen Campus des HZB in Berlin Adlershof © HZB/Dirk Laubner

Lange Nacht der Wissenschaften 2018 am HZB Adlershof

BESSY II kann besichtigt werden zur Langen Nacht der Wissenschaften © HZB / M. Setzpfandt

Ein Teilchenbeschleuniger als Mikroskop

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Gemeinsam stark durch unsere Partner

Das HZB hat starke Partner, die sich für die Weiterentwicklung von BESSY II einsetzen. Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB), die Max-Planck-Gesellschaft, die Bundesanstalt für Materialforschung (BAM) sind strategische Partner – ebenso zahlreiche Forschergruppen an Universitäten, die sich mit Ideen einbringen.

Optimale Bedingungen für zeitaufgelöste Experimente

BESSY II bietet zudem äußerst interessante Möglichkeiten für zeitaufgelöste Experimente. Durch die Entwicklung des low-alpha-Modus‘ können Forschende mit sehr kurzen Lichtpulsen (2 Pikosekunden) Materialien untersuchen. Die Femtoslicing-Quelle an BESSY II ist die weltweit erfolgreichste Anlage. Das HZB nutzt diese langjährige Erfahrung beim zeitaufgelösten Experimentieren, um ein weltweit einzigartiges Upgrade von BESSY II zu realisieren.

BESSY VSR: Kurze und lange Lichtpulse

Bis 2023 wird BESSY II zu einem Variablen-Pulslängen-Speicherring umgerüstet. In Zukunft werden die Forscherinnen und Forscher für jedes Experiment zwischen kurzen Lichtpulsen (1,5 Pikosekunden) und längeren Pulsen (15 Pikosekunden) wählen können – und zwar ohne Verlust an Lichtintensität. Das gibt es an keiner anderen Synchrotronstrahlungsquelle in der Welt.