Martin Keller zum neuen Präsidenten der Helmholtz-Gemeinschaft gewählt

Dr. Martin Keller wird ab 1. November 2025 seine Amtszeit als Helmholtz-Präsident antreten.

Dr. Martin Keller wird ab 1. November 2025 seine Amtszeit als Helmholtz-Präsident antreten. © NREL

Die Helmholtz-Gemeinschaft hat den international renommierten Wissenschaftler Martin Keller aus den USA als neuen Präsidenten gewonnen. Keller lebt seit fast drei Jahrzehnten in den USA und hatte dort verschiedene wissenschaftliche Leitungspositionen in führenden Institutionen inne. Derzeit leitet er das National Renewable Energy Laboratory (NREL) in Golden, Colorado. Seine Amtszeit bei Helmholtz beginnt am 1. November 2025.

Der Senat der Helmholtz-Gemeinschaft hat heute Martin Keller einstimmig zum nächsten Präsidenten der Gemeinschaft gewählt. Mit seiner Entscheidung schließt sich der Senat dem ebenfalls einstimmigen Vorschlag der Mitgliederversammlung vom 23. Oktober 2024 an. Der derzeitige Präsident, Otmar D. Wiestler, hat sein Amt 2015 angetreten und scheidet kommendes Jahr satzungsgemäß nach zwei Amtszeiten aus.

„Für das große Vertrauen der Helmholtz-Mitgliederversammlung und des Helmholtz-Senats bedanke ich mich herzlich“, sagt Martin Keller. „Diese Position angeboten zu bekommen, ist eine große Ehre und gleichzeitig eine beachtliche Herausforderung, der ich mich stellen möchte. Bei allen meinen bisherigen beruflichen Stationen ging es mir vor allem immer darum, durch Forschung einen möglichst großen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten. Die Helmholtz-Präsidentschaft ist dafür eine einmalige Chance. Mit ihren 46.000 Mitarbeitenden, herausragenden Infrastrukturen und dem Fokus auf zentrale Zukunftsthemen ist die Helmholtz-Gemeinschaft eine globale Vorreiterin bei der Suche nach Antworten auf die wichtigsten Fragen unserer Zeit.“

Kurze Vita

Martin Keller ist seit 2015 Direktor des National Renewable Energy Laboratory (NREL) in Golden, Colorado, USA, und Präsident der Alliance for Sustainable Energy – dem Unternehmen, das das NREL für das US-Energieministerium betreibt. NREL gilt als das führende Forschungsinstitut für erneuerbare Energien und Energieeffizienz in den Vereinigten Staaten. Von 2006 bis 2015 war er in leitenden Positionen am Oak Ridge National Laboratory tätig, zuletzt als Associate Laboratory Director for Energy and Environmental Sciences. Der gebürtige Deutsche hat an der Universität Regensburg studiert und in Mikrobiologie promoviert. 1996 ging er in die USA zu dem aufsteigendem Biotech-Unternehmen Diversa. Martin Keller ist Fellow der American Association for the Advancement of Science (AAAS). Er gehört dem Aufsichtsrat und dem Wissenschaftlichen Beirat des Forschungszentrums Jülich an und ist darüber hinaus Mitglied zahlreicher weiterer wissenschaftlicher Gremien.

Quelle: Helmholtz

Interview mit Martin Keller

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