Humboldt-Fellow am HZB: Alexander R. Uhl
Alexander R. Uhl von der UBC Okanagan School of Engineering in Kelowna, Kanada, kann als Humboldt-Fellow für mindestens zehn Monate am HZB-Institut für Solare Brennstoffe forschen. © UBC Okanagan
Alexander R. Uhl von der UBC Okanagan School of Engineering in Kelowna, Kanada, will mit Roel van de Krol vom HZB-Institut für Solare Brennstoffe einen effizienten und günstigen Photoelektrolyseur entwickeln, um mit Sonnenlicht Wasserstoff zu produzieren. Sein Aufenthalt wird von der Alexander von Humboldt-Stiftung gefördert.
Dr. Alexander R. Uhl von der UBC Okanagan School of Engineering in Kelowna, Kanada, arbeitet bereits seit 2023 mit Roel van de Krol zusammen. Nun kommt er als Humboldt-Fellow für mindestens zehn Monate nach Berlin. „Das HZB hat sich einen internationalen Ruf im Bereich Solare Brennstoffe und Katalyse erarbeitet und ich freue mich darauf unsere Zusammenarbeit zu vertiefen“, sagt er. Stark vereinfacht geht es darum, eine Photoelektrolyse-Zelle mit lichtempfindlichen Photoelektroden zu entwickeln, die mithilfe von Sonnenlicht Wassermoleküle aufspaltet und grünen Wasserstoff produziert. „Wir wollen eine robuste, skalierbare und wettbewerbsfähige Lösung entwickeln, die auf kostengünstigen und reichlich vorhandenen Materialien basiert“, sagt Uhl.
Alexander R. Uhl hat an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) promoviert und an Universitäten in Kanada, USA, Schweden und an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) geforscht. Seit 2019 ist er Professor an der Okanagan School of Engineering, University of British Columbia in Kanada. Zu seinen Leistungen zählt die Entwicklung von gedruckten Solarzellen, Tandem-Elementen und photoelektrochemischen Zellen.
arö
https://www.helmholtz-berlin.de/pubbin/news_seite?nid=32846;sprache=de
- Link kopieren
-
Ultraschnelle Entmagnetisierung - Dünneres Eisen, stärkere Wirkung
Je dünner eine Eisenschicht, desto leichter lässt sie sich durch einen Laserpuls entmagnetisieren. Forschende der Universität Duisburg-Essen haben gemeinsam mit dem Helmholtz-Zentrum Berlin und weiteren Partner:innen herausgefunden, warum das so ist: Entscheidend ist die magnetische Ordnung an den Grenzflächen des Materials. Die Erkenntnisse könnten langfristig dazu beitragen, neue Technologien für die magnetische Datenspeicherung zu entwickeln. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Advanced Science veröffentlicht.
-
Blinder Fleck für die Anordnung der Atome
Künstliche Intelligenz wird zunehmend eingesetzt, um Eigenschaften neuer Materialien vorherzusagen. Ein Forschungsteam aus Jena und den USA zeigt nun in einer im Fachjournal „Nature Computational Science“ Studie: Kommen dabei Sprachmodelle zum Einsatz, erfassen diese zwar zuverlässig, welche Atomsorten ein Material enthält. Informationen über deren räumliche Anordnung nutzen sie jedoch nur unzureichend. Selbst größere Modelle und mehr Trainingsdaten beheben diese Schwäche nicht. Für stark strukturabhängige Materialeigenschaften sind deshalb auf räumliche Strukturen spezialisierte KI-Modelle die verlässlichere Wahl. (DOI: 10.1038/s43588-026-01045-2)
-
Muster aus polaren Wirbeln in bleifreien Übergittern auf Silizium
Ein Team am HZB hat erstmals polare Wirbel in (BaTiO
3/SrTiO
3)
10-Übergittern auf Silizium nachgewiesen. Diese Ergebnisse erweitern das Spektrum an Materialien und Substraten, auf denen polare topologische Texturen auftreten können, und sie eröffnen neue Möglichkeiten für die Einbindung komplexer ferroelektrischer Zustände in siliziumbasierte Technologien.