Seminar für Architekt*innen Bauwerkintegrierte Photovoltaik: Architektur – Gestaltung und Ausführung
Grosspeter Tower, Basel 2016 © Planeco.
Im September veranstaltet die Beratungsstelle für bauwerkintegrierte Photovoltaik (BIPV) „BAIP“ zusammen mit der Architektenkammer Niedersachsen ein Seminar für Architekt*innen zum Thema Bauwerkintegrierte Photovoltaik: Architektur-Gestaltung und Ausführung
Die Integration von Photovoltaik (PV) in die Gebäudehülle bildet einen zentralen Baustein für die zukünftige klimafreundliche Energieversorgung der Gesellschaft. Zur Erschließung des großen Potenzials für die PV im Gebäudebereich kommt der bauwerkintegrierten Photovoltaik (BIPV) eine besondere Rolle zu. BIPV zeichnet sich dadurch aus, dass Photovoltaikelemente integraler Bestandteil der Gebäudehülle sind und zu multifunktionalen Bauelementen werden. Diese unterscheiden sich in vielen Punkten von klassischen Aufdach-Solaranlagen, da unter anderem sowohl gestalterische als auch energetische Qualität erzielt werden will.
Im Seminar werden Praxisbeispiele und Ausführungsdetails erläutert und alle wichtigen Aspekte zum aktuellen Stand der bauwerkintegrierten Photovoltaik vermittelt. Dies beinhaltet auch einen Einblick in die Photovoltaikforschung, beschreibt deren Herausforderungen, zeigt Lösungsansätze und gibt Ausblick auf Zukünftiges.
Inhalte des Seminars:
- Chancen und Möglichkeiten der architektonischen Gestaltung mit bauwerkintegrierter PV (Formen, Farben, Bedruckung, Transparenzgrade, …)
- PV Implementierung in Planungsabläufe, bei TGA und Gestaltung. Erläuterung zu der Bauablaufplanung
- Überblick zum aktuellen Stand der PV Materialien und Konzepte
- Einflussfaktoren der Effizienz von PV-Anlagen.
- Anforderungen und Rahmenbedingungen von PV Anlagen (Speichertechnik, Wechselrichter, Gleichstrom, Platzbedarf)
- Bau- und energierechtlichen Anforderungen
- Brandschutz, Checkliste
- Schnittstellen zu energetischen Gebäudekonzepten
- Ausblick auf künftige Möglichkeiten durch neue Materialien und Produkte
- Praxisbeispiele
Montag, 14.09.2020, 13:30 Uhr – 17:00 Uhr
Veranstaltungsort
Digitaler Lernraum der
Architektenkammer Niedersachsen
Online
Samira Aden
https://www.helmholtz-berlin.de/pubbin/news_seite?nid=21643;sprache=de
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Imaging-Ellipsometrie für die Prozesskontrolle in Dünnschichtbauelementen
Ein deutsch-israelisches Forschungsteam unter der Leitung von Dr. Andreas Furchner hat gezeigt, wie Imaging-Ellipsometrie die zerstörungsfreie Charakterisierung und Qualitätskontrolle mikrostrukturierter MXene-Dünnschichten während der Bauelementherstellung ermöglicht. Die Autoren nutzten zwei komplementäre ellipsometrische Ansätze für einen präzisen, skalenübergreifenden Zugang zu Materialeigenschaften. Die Arbeit etabliert Imaging-Ellipsometrie als leistungsfähige Methode zur Überwachung von Schichthomogenität, Bauelementintegrität und Funktionalität entlang des Herstellungsprozesses, einschließlich lithografischer Schritte. Die Studie wurde in Applied Physics Letters veröffentlicht und als „Editor’s Pick“ ausgewählt.
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Kühlung von Impfstoffen im ländlichen Kenia: Solarlösung ausgezeichnet
Im Mai ist Tabitha Awuor Amollo zu Gast am HZB und analysiert Perowskit-Solarzellen an BESSY II. Die kenianische Physikerin von der Egerton University in Nairobi wurde kürzlich für ihre Leistungen in Forschung und Lehre mit einem außerordentlichen Preis gewürdigt. Für die Entwicklung eines solarbetriebenen Kühlsystems, das in ländlichen Gesundheitszentren eingesetzt werden kann, erhielt sie den „2026 Organization for Women in Science for the Developing World (OWSD)–Elsevier Foundation Award“. Im Interview mit Antonia Rötger spricht sie über dieses außergewöhnliche Projekt, aber auch über die Schwierigkeiten, ein Labor am Laufen zu halten.
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BESSY II: Eingebauter Sauerstoff verkürzt die Lebensdauer von Feststoffbatterien
Feststoffbatterien sind sicher und leistungstark, aber ihre Kapazität nimmt zurzeit noch rasch ab. Ein Team der TU Wien, der Humboldt-Universität zu Berlin und des HZB hat nun eine TiS₂|Li₃YCl₆-Halbzelle an BESSY II analysiert. Dafür nutzte das Team eine spezielle Probenumgebung, die eine zerstörungsfreie Untersuchung unter realen Betriebsbedingungen ermöglicht. Durch die Kombination von Weich- und Hart-Röntgen-Photoelektronenspektroskopie (XPS und HAXPES) konnte ein neuer Degradationsmechanismus identifiziert werden. Dabei spielte das Element Sauerstoff eine besondere Rolle. Die Studie liefert wertvolle Einblicke, um Design und Fertigung von Feststoffbatterien zu verbessern.