Catherine Dubourdieu erhält ERC Advanced Grant
Catherine Dubourdieu: Die Physikerin und Materialwissenschaftlerin erhält den ERC Advanced Grant in Höhe von 2,5 Mio. Euro über fünf Jahre für ihr Projekt LUCIOLE. © Materials Research Society USA
Prof. Dr. Catherine Dubourdieu leitet am HZB das Institut für energieeffiziente Informationstechnik und ist Professorin am Fachbereich Physikalische und Theoretische Chemie der Freien Universität Berlin. Die Physikerin und Materialwissenschaftlerin hat sich auf funktionale Oxide und deren Anwendungen in der Informationstechnologie spezialisiert. Für ihr Forschungsprojekt LUCIOLE hat sie jetzt einen renommierten ERC Advanced Grant erhalten. LUCIOLE zielt darauf ab, ferroelektrische polare Texturen mit konventionellen Siliziumtechnologien zu kombinieren.
Das Projekt LUCIOLE konzentriert sich auf ferroelektrische nanometergroße Oxide, die exotische polare Texturen wie Wirbel oder Skyrmionen beherbergen. Solche Texturen können neuartige Anwendungen ermöglichen, zum Beispiel ultrakompakte Speicher, die mehr als ein Terabyte pro Quadratzoll speichern. „Wir wollen den Weg für künftige stromsparende Nanoelektronik auf Grundlage topologischer Defekte ebnen“, sagt Catherine Dubourdieu.
Monolithisch integrierte polare Texturen auf Silizium werden mit modernsten Mikroskopie- und Spektroskopietechniken auf Nanoebene erzeugt und untersucht. Diese Polarisationsmuster werden in Bauelementen integriert, um zu untersuchen, wie sie sich manipulieren und kontrollieren lassen.
„Wir kennen das Phänomen der Ferroelektrizität schon seit gut hundert Jahren. Aber erst in den letzten Jahren wurden exotische polare Strukturen entdeckt, die revolutionäre neue Materialien und Bauelemente in Aussicht stellen. Jetzt ist definitiv die beste Zeit, um in diesem Forschungsfeld an vorderster Front mitzuarbeiten“, sagt Dubourdieu.
LUCIOLE: Layering, Understanding, Controlling and Integrating Ferroelectric Polar Textures on Silicon.
Newsmeldungen des ERC
Mit ERC Grants fördert der European Research Council herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die risikoreiche aber möglicherweise bahnbrechende Forschungsideen umsetzen wollen. Ein ERC Advanced Grant gilt als eine der höchsten Auszeichnungen für erfahrene Forschende.
arö
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Supraleitendes TES-Array-Röntgenspektrometer geht bei BESSY II in Betrieb
Teams aus HZB, MPI-CEC (Mühlheim an der Ruhr, Deutschland) und NIST (Boulder CO, USA) haben das supraleitende TES-Array-Röntgenspektrometer gemeinsam entwickelt. Jetzt ist es an BESSY II in Betrieb gegangen, als erstes und einziges Synchrotron-TES-Spektrometer in Europa. Das neue Instrument ist etwa 100- bis 1000-mal effizienter bei der Detektion von Photonen als herkömmliche Röntgenemissionsspektrometer und ermöglicht es, die elektronischen Eigenschaften atomar dünner Schichten, Nanostrukturen und hochverdünnter atomarer und molekularer Proben zu untersuchen. Das BESSY-Team freut sich auf spannende Forschungsideen aus der Nutzerschaft!
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Magnon-Momentum-Mikroskopie: Neues Fenster in nanoskalige Spinwellen
Ein internationales Team unter der Leitung des Max-Born-Instituts hat eine neue Art der Momentum-Mikroskopie entwickelt, mit der Magnonen – die Quanten kollektiv angeregter Spins – mithilfe von Weichröntgenstrahlung direkt im zweidimensionalen reziproken Raum abgebildet werden können. Die Messungen fanden an BESSY II und Petra III statt. Erstautor ist der HZB-Physiker Steffen Wittrock. Dank ihrer Empfindlichkeit, Einfachheit und der Möglichkeit, Wellenlängen im Nanometerbereich aufzulösen, bildet diese neuartige Methode eine leistungsstarke und vielseitige Plattform für die Erforschung nichtlinearer Magnonen-Wechselwirkungen, die für zukünftige Rechenkonzepte interessant sind.
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