TH Wildau und Helmholtz-Zentrum Berlin besiegeln umfassende Kooperation

Unterzeichnung des Kooperationsvertrags der TH Wildau, vertreten durch die Präsidentin Prof. Dr. Ulrike Tippe, und des Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie, vertreten durch den wissenschaftlichen Geschäftsführer Prof. Dr. Bernd Rech (Mitte) und den kaufmännischen Geschäftsführer Thomas Frederking.

Unterzeichnung des Kooperationsvertrags der TH Wildau, vertreten durch die Präsidentin Prof. Dr. Ulrike Tippe, und des Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie, vertreten durch den wissenschaftlichen Geschäftsführer Prof. Dr. Bernd Rech (Mitte) und den kaufmännischen Geschäftsführer Thomas Frederking. © Picture: Sebastian Stoye / TH Wildau

Am 21. Mai 2025 unterzeichneten die Technische Hochschule Wildau (TH Wildau) und das Helmholtz-Zentrum Berlin einen umfassenden Kooperationsvertrag. Ziel ist es, die Vernetzung und Zusammenarbeit insbesondere in der Grundlagenforschung weiter zu fördern, die wissenschaftliche Exzellenz beider Partner zu steigern und Kompetenznetzwerke in Forschung, Lehre sowie der Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses zu entwickeln.

Die strategische Partnerschaft zwischen der TH Wildau und dem HZB zielt darauf ab, Synergien zu nutzen und die wissenschaftliche Leistungsfähigkeit beider Institutionen nachhaltig zu stärken. Die Kooperation ist breit angelegt und umfasst mehrere Kernbereiche, um einen signifikanten Beitrag zur Wissenschaft und Forschung in der Region und darüber hinaus zu leisten.

Ein zentrales Element der Zusammenarbeit ist die gegenseitige Nutzung von Geräten, Einrichtungen und Arbeitsplätzen im Rahmen der rechtlichen und tatsächlichen Möglichkeiten.  Dies ermöglicht es Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern beider Einrichtungen, auf eine erweiterte Forschungsinfrastruktur zuzugreifen. Des Weiteren streben die Partner eine enge personelle Verknüpfung an. Hierzu gehört die Möglichkeit für qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des HZB, Lehrtätigkeiten an der TH Wildau zu übernehmen. Studierende der TH Wildau profitieren durch die Möglichkeit, Studien-, Bachelor-, Master- und Promotionsarbeiten sowohl am HZB als auch an der TH Wildau durchzuführen und betreuen zu lassen.

Gemeinsame Berufung

Ein besonderer Fokus der Kooperation liegt auf der gemeinsamen Durchführung von Berufungsverfahren für Professorinnen und Professoren. Eine erste Konkretisierung dieser Vereinbarung ist die geplante gemeinsame Berufung einer Professur im Fachbereich Ingenieur- und Naturwissenschaften der TH Wildau für das Fachgebiet „Photovoltaik und erneuerbare Energiesysteme“.  Diese Professur, die im sogenannten Jülicher Modell (Beurlaubungsmodell) angesiedelt wird, ist verbunden mit der Leitung einer Arbeitsgruppe im Institut „Kompetenzzentrum Photovoltaik Berlin“ am HZB.

Zu den weiteren Zielen der Zusammenarbeit gehören die Entwicklung und Durchführung gemeinsamer Forschungs- und Entwicklungsvorhaben, gemeinsame Aktivitäten im Wissens- und Technologietransfer sowie gemeinsame Publikationen und öffentlichkeitswirksame Aktivitäten. Die Partner werden zudem bei der Einwerbung von Drittmitteln kooperieren und sich bei Bedarf über Details zu gemeinsamen Antragstellungen abstimmen.

„Die Kooperation mit dem Helmholtz-Zentrum Berlin ist ein bedeutender Schritt für die TH Wildau und eröffnet uns hervorragende Möglichkeiten, unsere Forschungsaktivitäten und unsere Lehre insbesondere in zukunftsweisenden Bereichen wie den erneuerbaren Energien weiter zu stärken und auszubauen", sagt Prof. Ulrike Tippe, Präsidentin der TH Wildau, bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags am 21. Mai 2025 im Senatssaal der TH Wildau.

TH Wildau

  • Link kopieren

Das könnte Sie auch interessieren

  • KI-Agenten liefern Ergebnisse – aber denken sie auch wissenschaftlich?
    Nachricht
    01.06.2026
    KI-Agenten liefern Ergebnisse – aber denken sie auch wissenschaftlich?
    Ein Forschungsteam unter gemeinsamer Leitung von Kevin Maik Jablonka vom Helmholtz-Institut für Polymere in Energieanwendungen Jena (HIPOLE Jena) und N. M. Anoop Krishnan vom Indian Institute of Technology Delhi hat mit Corral einen neuen Benchmark für KI-Agenten in der Wissenschaft entwickelt. Der Preprint „AI scientists produce results without reasoning scientifically“ ist auf arXiv erschienen (https://doi.org/10.48550/arXiv.2604.18805). Die Analyse zeigt, dass aktuelle Systeme zwar wissenschaftliche Workflows ausführen und Ergebnisse liefern können; häufig folgen sie dabei aber nicht den Grundprinzipien wissenschaftlicher Prüfung und Schlussfolgerung.
  • Magnetfeld während der Synthese des Katalysators verdreifacht Ammoniakausbeute
    Science Highlight
    01.06.2026
    Magnetfeld während der Synthese des Katalysators verdreifacht Ammoniakausbeute
    Ein externes Magnetfeld während der Synthese von CoFe₂O₄-Dünnschichten verdreifacht beim Einsatz in der Elektrokatalyse die Ammoniakausbeute. Das Magnetfeld verändert die Oberflächenzustände der Spinell-Oxid-Dünnschichten, so dass die katalytisch aktiven Zentren stärker exponiert sind. Im Fachjournal 'Advanced Functional Materials' zeigt ein Team um Marcel Risch, HZB, und Sanjay Mathur, Universität Köln, eine skalierbare Strategie, um Elektrokatalysatoren der nächsten Generation für effiziente und nachhaltige chemische Umwandlungen zu entwickeln. 
  • Materialchemie gestaltet die Zukunft der Katalyse
    Science Highlight
    29.05.2026
    Materialchemie gestaltet die Zukunft der Katalyse
    Die synthetische Materialchemie der Zukunft kann als Werkzeug dienen, um smarte und adaptive Elektrokatalysatoren zu entwickeln. Das Forschungsfeld entwickelt sich aktuell rasant, mit In-situ-Analytik, datengestützten Entdeckungen und autonomer Robotik. Diese neuen Ansätze könnten die Entdeckung langlebiger und effizienter Katalysatoren für die zukünftige Energieumwandlung und die Dekarbonisierung der chemischen Industrie beschleunigen. Einen Überblick bietet nun ein Beitrag aus dem Team des Katalyse-Experten Dr. Prashanth Menezes im renommierten Fachjournal Angewandte Chemie.