Susanne Nies in EU-Beratergruppe zu Green Deal berufen

Dr. Susanne Nies leitet das Projekt Green Deal Ukraina. Die Energiexpertin berät nun auch die EU im Zusammenhang mit dem Net Zero Industrial Act. 

Dr. Susanne Nies leitet das Projekt Green Deal Ukraina. Die Energiexpertin berät nun auch die EU im Zusammenhang mit dem Net Zero Industrial Act.  © privat

Dr. Susanne Nies leitet am HZB das Projekt Green Deal Ukraina, das den Aufbau eines nachhaltigen Energiesystems in der Ukraine unterstützt. Die Energieexpertin wurde nun auch in die wissenschaftliche Beratergruppe der Europäischen Kommission berufen, um im Zusammenhang mit der Netto-Null-Zielsetzung (DG GROW) regulatorische Belastungen aufzuzeigen und dazu zu beraten.

Mit dem Industrieplan zum Grünen Deal will die Europäische Union den Aufbau einer wettbewerbsfähigen Cleantech-Industrie fördern, die Wohlstand und Arbeitsplätze sichert. Das Netto-Null-Industrie-Gesetz (Net Zero Industry Act) setzt dafür einen Rahmen. Das Gesetz soll Investitionen anregen und bessere Bedingungen für den Cleantech-Markt in Europa schaffen. Eine Gruppe aus Expertinnen und Experten soll diesen Prozess begleiten und darüber berichten, wie die gesetzlichen Vorgaben sich auf die wirtschaftlichen Aktivitäten auswirken, um rechtzeitig Nachjustierungen zu ermöglichen.

In dieses wichtige Beratungsgremium ist nun die Energieexpertin Dr. Susanne Nies berufen worden. Die insgesamt sieben Expertinnen und Experten kommen aus unterschiedlichen Disziplinen und sind zunächst für vier Jahre ernannt.

Susanne Nies leitet am HZB das Projekt Green Deal Ukraina, das den Aufbau eines nachhaltigen Energiesystems in der Ukraine unterstützt. Die studierte Politikwissenschaftlerin bringt langjährige Erfahrungen aus ihren Tätigkeiten als Managerin und Beraterin für den Energiemarkt, insbesondere im osteuropäischen Raum mit.

„Ich freue mich sehr, dass ich in dieser spannenden Zeit dazu beitragen kann, den gesetzlichen Rahmen wissensbasiert optimal auszurichten“, sagt Susanne Nies. Die Berufung ist eine Anerkennung für das langjährige Engagement von Susanne Nies für evidenzbasierte Politik und die Zusammenarbeit zwischen Industrie und Wissenschaft.

 

 

arö

  • Link kopieren

Das könnte Sie auch interessieren

  • Proteinkristallographie an BESSY II: Schneller, besser und automatischer
    Interview
    04.03.2026
    Proteinkristallographie an BESSY II: Schneller, besser und automatischer
    Viele Erkrankungen hängen mit Fehlfunktionen von Proteinen im Organismus zusammen. Die dreidimensionale Architektur dieser Moleküle ist oft äußerst komplex, liefert aber wertvolle Hinweise für das Verständnis von biologischen Prozessen und die Entwicklung von Medikamenten. Mit Röntgendiffraktion an den MX-Beamlines von BESSY II lässt sich die 3D Struktur von Proteinen entschlüsseln. Mehr als 5000 Strukturen sind bis heute an den drei MX-Beamlines von BESSY II gelöst worden. Ein Rückblick und Ausblick im Gespräch mit Manfred Weiss, dem Leiter der Makromolekularen Kristallographie. 
  • Humboldt-Fellow am HZB-Institut für Solare Brennstoffe: Alexander R. Uhl
    Nachricht
    02.03.2026
    Humboldt-Fellow am HZB-Institut für Solare Brennstoffe: Alexander R. Uhl
    Alexander R. Uhl von der UBC Okanagan School of Engineering in Kelowna, Kanada, will mit Roel van de Krol vom HZB-Institut für Solare Brennstoffe einen effizienten und günstigen Photoelektrolyseur entwickeln, um mit Sonnenlicht Wasserstoff zu produzieren. Sein Aufenthalt wird von der Alexander von Humboldt-Stiftung gefördert.
  • Was die Zinkkonzentration in Zähnen verrät
    Science Highlight
    19.02.2026
    Was die Zinkkonzentration in Zähnen verrät
    Zähne sind Verbundstrukturen aus Mineralien und Proteinen, dabei besteht der Großteil des Zahns aus Dentin, einem knochenartigen, hochporösen Material. Diese Struktur macht Zähne sowohl stark als auch empfindlich. Neben Kalzium und Phosphat enthalten Zähne auch Spurenelemente wie Zink. Mit komplementären mikroskopischen Verfahren hat ein Team der Charité Berlin, der TU Berlin und des HZB die Verteilung von natürlichem Zink im Zahn ermittelt. Das Ergebnis: mit zunehmender Porosität des Dentins in Richtung Pulpa steigt die Zinkkonzentration um das 5- bis 10-fache. Diese Erkenntnis hilft, den Einfluss von zinkhaltigen Füllungen auf die Zahngesundheit besser zu verstehen und könnte Verbesserungen in der Zahnmedizin anstoßen.