Humboldt-Fellow am HZB: Kayode Adesina Adegoke

Kayode Adesina Adegoke ist Chemiker an der Ladoke Akintola University of Technology in Ogbomoso, Nigeria. Als Alexander-von-Humboldt-Fellow untersucht er am HZB mit Matthew Mayer die Degradation von Elektrokatalysatoren während der CO₂-Reduktion.

Kayode Adesina Adegoke ist Chemiker an der Ladoke Akintola University of Technology in Ogbomoso, Nigeria. Als Alexander-von-Humboldt-Fellow untersucht er am HZB mit Matthew Mayer die Degradation von Elektrokatalysatoren während der CO₂-Reduktion. © arö/HZB

Kayode Adesina Adegoke forscht als Chemiker in der LAUTECH SDG 11 (Forschungsgruppe „Nachhaltige Städte und Gemeinden“) am Institut für Chemie der Ladoke Akintola University of Technology in Ogbomoso, Nigeria. Am HZB wird er mit Matthew Mayer die Degradation von Elektrokatalysatoren während der elektrochemischen CO₂-Reduktion untersuchen. Das Alexander-von-Humboldt-Stipendium ermöglicht ihm einen zweijährigen Forschungsaufenthalt am HZB.

Adegokes Forschung führte ihn von Nigeria zunächst nach Südafrika, wo er 2020 an der University of Pretoria in Chemie promovierte. Als Forscher und Dozent war er an der University of Johannesburg, der First Technical University in Ibadan, Nigeria, und der Walter Sisulu University in Südafrika tätig. Als Gastforscher arbeitete er an der School of Chemical Engineering der Newcastle University, Großbritannien, gefördert durch den Analytical Chemistry Trust Fund im Rahmen des Developing World Scholarship der Royal Society of Chemistry. Adegoke hat bereits mehr als 100 wissenschaftliche Artikel in internationalen Fachzeitschriften veröffentlicht.

Als Alexander-von-Humboldt-Fellow am HZB möchte er die Mechanismen untersuchen, die zur Degradierung von Elektrokatalysatoren bei der elektrochemischen CO₂-Reduktion führen, und zwar insbesondere unter industriell relevanten Bedingungen. „Eine zentrale Frage ist, wie strukturelle, morphologische und elektronische Veränderungen die Aktivität, Selektivität und Langzeitstabilität beeinflussen“, erklärt er. Darüber hinaus strebt er an, ein einheitliches Protokoll zur Bewertung von Stabilität zu etablieren, das den Vergleich von Katalysatoren für CO₂-Reduktionsreaktionen ermöglicht.

Für das HZB entschied er sich aufgrund des interdisziplinären Umfelds mit modernsten Einrichtungen für In-situ-/Operando-Charakterisierung, elektrochemische Analyse und Elektrolysetests. Er arbeitet im Team von Matthew Mayer, der die Gruppe "ELektrochemische Umwandlung" leitet. „Ich wollte mit Matthew Mayer zusammenarbeiten, weil er herausragende Arbeit zu Elektrokatalyse mit neuesten Materialien und nanostrukturierten Grenzflächen für die Energieumwandlung leistet. Dies ergänzt meine eigene Expertise zu Elektrokatalysatoren mit Nanostrukturierung. Die Mayer-Gruppe hat zudem Erfahrung mit industriell relevanten CO₂-Elektrolysesystemen und Protokollen zur Stabilitätsbewertung, was perfekt mit den Zielen meines ECO₂Stable-Projekts übereinstimmt", sagt er.

Auf die Frage nach seinen weiteren Plänen fügt Adegoke hinzu: „Ich freue mich darauf, langfristige Partnerschaften zwischen Deutschland und meiner Heimatinstitution im Bereich der nachhaltigen Energieforschung aufzubauen. Vor allem möchte ich einen Beitrag zu den weltweiten Bemühungen zur Umwandlung von CO₂ in wertvolle Chemikalien leisten und gleichzeitig meine berufliche Unabhängigkeit als AvH-Fellow vertiefen.“

arö

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