Hatice Mutlu an das Helmholtz-Institut HIPOLE in Jena berufen

Prof. Hatice Mutlu forscht am HIPOLE Jena an Polymerisationsverfahren für Energiematerialien.

Prof. Hatice Mutlu forscht am HIPOLE Jena an Polymerisationsverfahren für Energiematerialien. © HIPOLE

In dieser Woche kam Hatice Mutlu mit dem wissenschaftlichen Geschäftsführer Bernd Rech in Berlin-Adlershof zusammen.

In dieser Woche kam Hatice Mutlu mit dem wissenschaftlichen Geschäftsführer Bernd Rech in Berlin-Adlershof zusammen. © HZB/F. Krawatzek

Prof. Dr. Hatice Mutlu ist neue Professorin für Nachhaltige Polymerchemie am HIPOLE Jena, dem Helmholtz-Institut für Polymere in Energieanwendungen. Am 17. August 2026 besuchte sie den HZB-Campus in Berlin-Adlershof, besichtigte die Röntgenquelle BESSY II und tauschte sich mit Forschenden und der Geschäftsführung über die künftige Zusammenarbeit aus.

Seit dem 15. Juni 2026 verstärkt Mutlu im Rahmen einer gemeinsamen Berufung mit der Friedrich-Schiller-Universität Jena die Forschung an nachhaltigen Polymermaterialien. Sie entwickelt ressourcenschonende Polymerisationsverfahren und innovative Synthesestrategien für Energie- und Hochleistungsmaterialien. Weitere Schwerpunkte sind lichtgetriebene Synthesen, schwefelhaltige Polymere und Konzepte für eine zirkuläre Materialwirtschaft. Damit ergänzt sie die HIPOLE-Forschung an polymeren Materialien für Batterien, Photovoltaik sowie weitere Anwendungen der Energieumwandlung und -speicherung.

Mutlu studierte Chemie in Istanbul und promovierte im Bereich nachhaltiger polymerer Plattformchemikalien. Nach Stationen am KIT und am französischen Forschungszentrum CNRS wurde sie 2022 auf eine Juniorprofessur an der Université de Haute-Alsace berufen. 2025 folgten eine W3-Professur an der RPTU Kaiserslautern-Landau und die Ernennung zur Forschungsdirektorin am Leibniz-Institut für Verbundwerkstoffe. Im Juni 2026 wurde sie gemeinsam von der Friedrich-Schiller-Universität Jena und HIPOLE Jena auf die Professur für Nachhaltige Polymerchemie berufen.

(hs)

  • Link kopieren

Das könnte Sie auch interessieren

  • 3D-Magnetfeld-Experiment an BESSY II bringt Spintronik voran
    Science Highlight
    07.09.2026
    3D-Magnetfeld-Experiment an BESSY II bringt Spintronik voran
    (Fe0.63Ni0.3Pd0.07)3P oder kurz FNPP ist ein magnetisches Material, das auch schon bei Raumtemperatur komplexe magnetische Strukturen zeigt. Das macht das Material für die Spintronik interessant, die Datenverarbeitung mit deutlich weniger Energieeinsatz ermöglichen würde, zum Beispiel neuartige Datenspeicher. Allerdings müsste es dafür gelingen, die gewünschten Strukturen kontrolliert zu erzeugen und zu verändern, und das ist bisher noch eine Herausforderung. Eine neue Studie unter Federführung des HZB ist hier nun einen Schritt vorangekommen. Mit einem weltweit einzigartigen Instrument, dem VEKMAG an BESSY II, zeigten sie, dass ein sehr kleines äußeres Magnetfeld in der Ebene der Strukturen ausreicht, um diese zu verändern.
  • BESSY II gibt Einblick in die Oxidationsprozesse von Kupfer
    Science Highlight
    02.09.2026
    BESSY II gibt Einblick in die Oxidationsprozesse von Kupfer
    Bevor sich reines Kupferoxid bildet, entstehen komplexe Superstrukturen aus Kupfer- und Sauerstoffatomen wie „29“CuxO. Einblicke in diese  „29“-CuxO-Superstruktur sind relevant für die Katalysatorforschung und den Korrosionsschutz bei der Entwicklung von Kupferbehältern für Endlager für radioaktive Abfälle.
  • BESSY II: Aufgedampfte Perowskit-Schichten in Tandem-Solarzellen verbessert
    Science Highlight
    26.08.2026
    BESSY II: Aufgedampfte Perowskit-Schichten in Tandem-Solarzellen verbessert
    Perowskit-Silizium-Tandem-Solarzellen erzielen deutlich höhere Wirkungsgrade als reine Silizium-Solarzellen. Ein besonders attraktives Verfahren, um diese Tandem-Solarzellen zu produzieren, ist die Co-Verdampfung der Perowskit-Vorläufermoleküle auf die Silizium-Teilzelle. Ein Team am HZB hat nun das Schichtwachstum auf Nanometerskala an BESSY II analysiert und einen neuen Weg gefunden, die Qualität der Perowskit-Schicht zu verbessern: Das Einbringen einer dünnen Keimschicht aus Cäsiumchlorid zwischen die beiden Teilzellen fördert ein gleichmäßiges Perowskit-Wachstum und unterdrückt die Bildung von unerwünschtem Bleijodid an der Grenzfläche.