Gemeinsame Power statt doppelter Strukturen:

Bei der Unterzeichnung von links nach rechts (hinten): Prof. Dr. Fatma Deniz (TU), StS Dr. Henry Marx (Land Berlin), Niels Helle-Meyer (HU), vorne: Dr. Martin Mann (BUA), Dr. Kathrin Rost (ZIB), Dr. Saskia Vormfelde, Prof. Dr. Bernd Rech (beide HZB).

Bei der Unterzeichnung von links nach rechts (hinten): Prof. Dr. Fatma Deniz (TU), StS Dr. Henry Marx (Land Berlin), Niels Helle-Meyer (HU), vorne: Dr. Martin Mann (BUA), Dr. Kathrin Rost (ZIB), Dr. Saskia Vormfelde, Prof. Dr. Bernd Rech (beide HZB). © Stefan Klenke, Humboldt-Universität zu Berlin

Die Berliner Wissenschaft treibt ihre Forschungsexzellenz durch den Aufbau einer leistungsfähigen, institutionenübergreifend nutzbaren Daten- und KI-Infrastruktur weiter voran. Mit einer am 18. September 2026 unterzeichneten gemeinsamen Vereinbarung ebnen die Berlin University Alliance (BUA), das Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) und das Zuse-Institut Berlin (ZIB) den Weg für ein gemeinsames Data-Science- und KI-Zentrum in Berlin-Dahlem und Adlershof.

Berlin verfügt in Mathematik, Künstlicher Intelligenz und in der datenintensiven Forschung über herausragende wissenschaftliche Expertise auf Weltspitzenniveau. Um diese Stellung auch in Zukunft zu sichern und weiter auszubauen, braucht es leistungsfähige Rechen- und Speicherkapazitäten. Die beteiligten Einrichtungen haben deshalb beschlossen, vorhandene Ressourcen stärker gemeinsam zu planen und zu nutzen und neue Kapazitäten gemeinsam aufzubauen. Das Land Berlin stellt der Berlin University Alliance hierfür zusätzliche Mittel speziell für den Ausbau gemeinsam genutzter Forschungsinfrastrukturen bereit.

Die Partner bündeln bestehende und geplante Investitionen in Millionenhöhe und nutzen vorhandene Ressourcen effizienter. Sie vermeiden Parallelstrukturen und bauen neue Infrastruktur entsprechend dem wissenschaftlichen Bedarf in mehreren Entwicklungsstufen auf. Zugleich stärkt die Kooperation die technologische und datenbasierte Souveränität der Berliner Wissenschaft und schafft Voraussetzungen für die sichere, verantwortungsvolle Entwicklung und den Einsatz von Künstlicher Intelligenz.

Dazu Dr. Henry Marx, Staatssekretär für Wissenschaft:

„Dass die Berlin University Alliance, das Helmholtz-Zentrum Berlin und das Zuse-Institut Berlin nun ihre Rechen- und Dateninfrastrukturen gemeinsam denken, planen und nutzen, ist ein historischer Schritt und ein großer Erfolg für die Berliner Wissenschaft. Mit dieser Kooperation setzen die Partner genau die strategischen Schwerpunkte um, die wir als Land in unserer Forschungspolitik gesetzt haben: Künstliche Intelligenz stärken, Datenräume ausbauen und Infrastrukturen sowie Ressourcen gemeinsam nutzen, um daraus echte Stärke und neues Potenzial zu entfalten. Berlin ist wie kaum eine andere Region von einer außergewöhnlichen Dichte exzellenter Wissenschaftseinrichtungen auf engstem Raum geprägt – und genau darin liegt unsere große Chance. Wer Spitzenforschung will, muss Spitzeninfrastruktur bereitstellen, und wer im internationalen Wettbewerb bestehen will, muss Kräfte bündeln statt Strukturen zu verdoppeln. Berlin geht diesen Weg heute konsequent und katapultiert sich damit weiter an die Spitze der datengetriebenen Forschung. Ich bin überzeugt: Was hier in Berlin entsteht, wird zum Vorbild dafür, wie ein Wissenschaftsstandort seine Zukunft aktiv und gemeinsam gestaltet."

Dazu Prof. Heyo K. Kroemer, Sprecher der Berlin University Alliance:

„Die rasante Entwicklung Künstlicher Intelligenz wird unsere Stadt, die Gesellschaft und auch die Wissenschaft grundlegend verändern. Als Exzellenzverbund werden wir wesentlich dazu beitragen, dass die Forschungs- und Innovationslandschaft in Berlin ihre herausragenden Potenziale in diesem Bereich voll ausschöpft. Dafür ist eine leistungsfähige Infrastruktur unerlässlich. Mit dieser neuartigen Kooperation gehen wir einen wichtigen Schritt hin zu einer integrierten, hochmodernen Infrastruktur und leisten so einen wichtigen Beitrag zur Innovationskraft und wirtschaftlichen Stärke unserer Stadt.“

Dazu Prof. Bernd Rech, wissenschaftlicher Geschäftsführer des Helmholtz-Zentrums Berlin:

„Die Berliner Wissenschaftseinrichtungen rücken weiter zusammen. Gemeinsam werden wir eine zukunftsweisende, effiziente Infrastruktur im Bereich KI und wissenschaftliches Datenmanagement aufbauen und betreiben. Das wird nicht nur der Berliner Wissenschaft zugutekommen, sondern auch der Industrie und der gesamten Gesellschaft.“

Dazu Prof. Dr. Christof Schütte, Präsident des Zuse-Instituts Berlin:

„Künstliche Intelligenz ist für die Wissenschaft eine der großen Chancen unserer Zeit – und wir ergreifen sie. Wir bündeln unsere Kräfte, bauen unsere Stärken und Kompetenzen weiter aus und schaffen im Verbund eine Infrastruktur für datenintensive Spitzenforschung. Diese strategische Allianz ist ein erster wichtiger Schritt in die Zukunft. Weitere müssen folgen.“

Im Mai 2025 hatten die Partner bereits in einer gemeinsamen Absichtserklärung vereinbart, ihre Investitionen in moderne Daten- und KI-Infrastruktur zu koordinieren. Mit der am 18. September 2026 unterzeichneten Vereinbarung wird nun die gemeinsame Governance, die Koordination der Infrastrukturplanung sowie die Einbringung und Nutzung von Rechen- und Speicher-kapazitäten geregelt.

Dies ist eine gemeinsame Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege, des Helmholtz-Zentrums Berlin, des Zuse-Instituts Berlin und der Berlin University Alliance.

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