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Nachricht    27.04.2017

Ansturm auf die 70 Plätze beim Girl’s Day im HZB

Foto: HZB/S. Kodalle

Foto: HZB/S. Kodalle

HZB / K. Kolatzki

Wie sieht die Arbeit von Wissenschaftlerinnen, Ingenieurinnen oder Programmiererinnen aus? Beim Girls‘ Day können Mädchen MINT-Berufe (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) kennenlernen, die noch immer nicht besonders beliebt bei den Berufsanfängerinnen sind. Die 70 Plätze für den Girl’s Day an den beiden HZB-Standorten waren schnell vergeben. 

Die Schülerinnen im Alter von 10 bis 16 Jahren erfuhren, warum Expertinnen in naturwissenschaftlichen und technischen Berufen in einem Forschungszentrum sehr gefragt sind – und wieviel Spaß diese Arbeit macht. Jede Schülerin durfte an zwei Workshops teilnehmen und selbst in die Rolle einer Forscherin oder Programmiererin schlüpfen.

Einige Mädchen bauten im Schülerlabor Farbstoff-Solarzellen aus Früchtetee und Zahnpasta. Andere züchteten im Labor Kristalle. „Wir haben ein blaues Salz in eine Lösung getan und nach anderthalb Stunden war der Kristall fertig“, erzählt ein Mädchen. Sie streckt begeistert einen schön gewachsenen, blauen Kristall entgegen und überlegt: „Vielleicht mache ich daraus einen Anhänger“.

Eine andere Schülerin berichtet, dass sie ein kleines Programm selbst geschrieben hat: „Ich habe einen blinkenden Stern programmiert, das war gar nicht so schwer. Mein eigenes Programm habe ich auf einem USB-Stick mitgenommen, damit ich zu Hause weiterprogrammieren kann.“ Mit einem gemeinsamen Mittagessen ging dieser etwas andere „Schultag“ erfolgreich zu Ende.

Warum gibt es den Girls‘Day?

Mädchen haben im Schnitt die besseren Schulabschlüsse und Noten. Trotzdem wählt mehr als die Hälfte der Mädchen aus nur zehn verschiedenen Ausbildungsberufen im dualen System – kein einziger naturwissenschaftlich-technischer ist darunter. In Studiengängen, wie z.B. in Ingenieurswissenschaften oder Informatik, sind Frauen deutlich unterrepräsentiert. Damit schöpfen sie ihre Berufsmöglichkeiten nicht voll aus; den Betrieben aber fehlt gerade in technischen und techniknahen Bereichen zunehmend qualifizierter Nachwuchs.

2001 fand der erste Girls'Day in Deutschland statt, mittlerweile folgten deutschlandweit rund 100.000 Mädchen dem Aufruf. Ähnliche Aktionen finden auch in über 20 Ländern statt. Weitere Infos unter: http://www.girls-day.de

(sz)


           



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