Steve Albrecht ist Juniorprofessor an der Technischen Universität Berlin
Steve Albrecht leitet am HZB eine Nachwuchsgruppe zu Perowskit-Tandemsolarzellen. © A. Kubatzki/HZB
Die Technische Universität Berlin (TU) und das Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) haben Prof. Dr. Steve Albrecht zum 15. Dezember 2018 auf die gemeinsame Juniorprofessur „Perowskit-Solarzellen“ berufen. Seit 2016 leitet Albrecht am HZB die Nachwuchsgruppe „Perowskit-Tandemsolarzellen“, die vom Bundesforschungsministerium gefördert wird.
Mit seinem 11-köpfigen Team erforscht und entwickelt Albrecht Tandem-Solarzellen, die die Vorteile von Silizium- und Perowskit-Solarzellen vereinen. Kombiniert man beide Materialien zu Tandemsolarzellen, lässt sich ein größerer Teil des Lichtspektrums umwandeln. Dadurch steigt die Effizienz. Vor kurzem gelang es der Nachwuchsgruppe, den Wirkungsgrad von Perowskit-Silizium-Tandemsolarzellen auf 25,5 Prozent zu erhöhen.
Steve Albrecht wird im Rahmen seiner Juniorprofessur auch Lehrverpflichtungen an der TU Berlin übernehmen, unter anderem betreut er ein Perowskit-Praktikum für Studierende am HZB.
Albrecht studierte und promovierte im Fach Physik an der Universität Potsdam. Für seine Dissertation über organische Solarzellen wurde er dem Carl-Ramsauer-Preis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft und dem Nachwuchspreis des Leibniz-Kollegs Potsdam ausgezeichnet.
Ende 2014 kam Albrecht als Postdoktorand an das HZB und etablierte das Forschungsgebiet Perowskit-Solarzellen am Zentrum. 2017 baute er gemeinsam mit Dr. Eva Unger federführend die Infrastrukturen für das HySPRINT Perwoskit-Labor am HZB auf. Heute arbeiten hier 40 Nutzer, die Perowskit-Schichten für Solarzellen mit verschiedenen Verfahren herstellen und charakterisieren.
(sz)
https://www.helmholtz-berlin.de/pubbin/news_seite?nid=20260;sprache=dehttp://
- Link kopieren
-
Nanosilber als Elektrokatalysator für die CO₂-Verwertung
Durch Elektrolyse lässt sich CO2 zu CO reduzieren, einem Ausgangsstoff für weitere chemische Produkte wie beispielsweise Kraftstoffe. Im Rahmen des GreenQUEST-Projekts hat ein internationales Team um den HZB-Chemiker Prashanth Menezes Katalysatorschichten aus Silbernanopartikeln systematisch untersucht und dabei sowohl die Partikelgröße als auch deren Dichte variiert. Die beste Ausbeute wurde mit Nanopartikeln mit Durchmessern von etwa 10 nm erzielt, die locker verteilt waren. Darüber hinaus zeigten sie, wie sich die Wirtschaftlichkeit der elektrochemischen Zelle durch eine zusätzliche chemische Reaktion an der Anode verbessern lässt, indem gleichzeitig wertvolle Ameisensäure, Wasserstoff und CO erzeugt wird.
-
Marcel Risch wird Professor an der Freien Universität Berlin
Seit August 2026 ist Marcel Risch Professor (W2-S) im Fachbereich Physik an der Freien Universität Berlin. Seine Nachwuchsgruppe wird zur Abteilung Mechanismen nachhaltiger Elektrokatalyse. Risch erforscht die fundamentalen Mechanismen elektrokatalytischer Reaktionen und entwickelt auf dieser Grundlage wissens- und datengetriebene Strategien zur Verbesserung von Elektrokatalysatoren für die nachhaltige Erzeugung von Wasserstoff, Kraftstoffen und Chemikalien.
-
BESSY II: Aufgedampfte Perowskit-Schichten in Tandem-Solarzellen verbessert
Perowskit-Silizium-Tandem-Solarzellen erzielen deutlich höhere Wirkungsgrade als reine Silizium-Solarzellen. Ein besonders attraktives Verfahren, um diese Tandem-Solarzellen zu produzieren, ist die Co-Verdampfung der Perowskit-Vorläufermoleküle auf die Silizium-Teilzelle. Ein Team am HZB hat nun das Schichtwachstum auf Nanometerskala an BESSY II analysiert und einen neuen Weg gefunden, die Qualität der Perowskit-Schicht zu verbessern: Das Einbringen einer dünnen Keimschicht aus Cäsiumchlorid zwischen die beiden Teilzellen fördert ein gleichmäßiges Perowskit-Wachstum und unterdrückt die Bildung von unerwünschtem Bleijodid an der Grenzfläche.