Ein Rekordjahr für das HZB-Reallabor für bauwerksintegrierte Photovoltaik

© BAIP/HZB

Unsere Solarfassade in Berlin-Adlershof hat im Jahr 2025 so viel Strom erzeugt wie in keinem der vergangenen vier Betriebsjahre.

Mit knapp 32 MWh produzierte die Solarfassade unseres Reallabors für BIPV bilanziell ausreichend Strom für mehr als 12 durchschnittliche 4-Personen-Haushalte. Durch die energieintensive Forschungslandschaft am Helmholtz-Zentrum Berlin können wir den erzeugten Strom zudem jederzeit vollständig vor Ort selbst verbrauchen.

Auch nach fünf Jahren Betrieb zeigen unsere bauwerkintegrierten Solarmodule keine messbare Degradation. Unterschiede im jährlichen Energieertrag lassen sich bislang ausschließlich auf witterungsbedingte Schwankungen zurückführen. Laut Deutscher Wetterdienst lag die Sonnenscheindauer 2025 bundesweit bei rund 1.900 Stunden. Zusätzlich war das Jahr vergleichsweise niederschlagsarm, was zusammen mit der hohen Sonnenscheindauer den hohen Solarertrag erklärt.

Besonders überrascht hat uns allerdings der Dezember: Außergewöhnlich gutes PV-Wetter führte hier zu mehr als doppelt so hohen Erträgen wie im Vorjahr! Gerade im Frühling, Herbst und Winter steht die Sonne günstiger zur Solarfassade, sodass wir regelmäßig höhere Ertragsspitzen beobachten als in den Sommermonaten.

Wir sind gespannt, wie es in diesem Jahr aussehen wird. 

BR

  • Link kopieren

Das könnte Sie auch interessieren

  • Nanosilber als Elektrokatalysator für die CO₂-Verwertung
    Science Highlight
    24.09.2026
    Nanosilber als Elektrokatalysator für die CO₂-Verwertung
    Durch Elektrolyse lässt sich CO2 zu CO reduzieren, einem Ausgangsstoff für weitere chemische Produkte wie beispielsweise Kraftstoffe. Im Rahmen des GreenQUEST-Projekts hat ein internationales Team um den HZB-Chemiker Prashanth Menezes Katalysatorschichten aus Silbernanopartikeln systematisch untersucht und dabei sowohl die Partikelgröße als auch deren Dichte variiert. Die beste Ausbeute wurde mit Nanopartikeln mit Durchmessern von etwa 10 nm erzielt, die locker verteilt waren. Darüber hinaus zeigten sie, wie sich die Wirtschaftlichkeit der elektrochemischen Zelle durch eine zusätzliche chemische Reaktion an der Anode verbessern lässt, indem gleichzeitig wertvolle Ameisensäure, Wasserstoff und CO erzeugt wird.
  • BESSY II: Erster Film von Spinwellen im Nano-Oszillator
    Science Highlight
    23.09.2026
    BESSY II: Erster Film von Spinwellen im Nano-Oszillator
    Spin-Hall-Nano-Oszillatoren sind winzige Bauelemente auf Basis von ultradünnen CoFeB-Schichten. Sie wandeln Gleichstrom in Mikrowellensignale um und gelten als Option für eine besonders effiziente drahtlose Kommunikation oder für eine neue Technologie der Datenverarbeitung, die vom Gehirn inspiriert ist. Ein schwedisch-deutsches Team konnte nun an BESSY II zum ersten Mal die Magnetisierungsdynamik im Inneren eines solchen Spin-Hall-Nano-Oszillators abbilden, sozusagen filmen. Dazu nutzten sie die zeitaufgelöste Röntgen-Rastertransmissionsmikroskopie am MAXYMUS-Instrument. Die Abbildungen zeigen Merkmale von Spinwellen, die in den bisherigen indirekten Messverfahren nicht sichtbar waren. Die Studie ist in „Advanced Materials“ veröffentlicht.
  • Marcel Risch wird Professor an der Freien Universität Berlin
    Nachricht
    17.09.2026
    Marcel Risch wird Professor an der Freien Universität Berlin
    Seit August 2026 ist Marcel Risch Professor (W2-S) im Fachbereich Physik an der Freien Universität Berlin. Seine Nachwuchsgruppe wird zur Abteilung Mechanismen nachhaltiger Elektrokatalyse. Risch erforscht die fundamentalen Mechanismen elektrokatalytischer Reaktionen und entwickelt auf dieser Grundlage wissens- und datengetriebene Strategien zur Verbesserung von Elektrokatalysatoren für die nachhaltige Erzeugung von Wasserstoff, Kraftstoffen und Chemikalien.