Erster Spatenstich für EMIL

Mit den ersten Spatenstichen wurde auch die Zeitkapsel vergraben. Mit im Bild sind Klaus Lips, Anke Kaysser-Pyzalla, Birgit Schröder-Smeibidl, Markus Hammes, Bernd Rech, Axel  Knop-Gericke (CAT-Projektleiter vom Fritz-Haber-Institut der MPG) und Thomas Frederking. Foto: Andreas Kubatzki/HZB

Mit den ersten Spatenstichen wurde auch die Zeitkapsel vergraben. Mit im Bild sind Klaus Lips, Anke Kaysser-Pyzalla, Birgit Schröder-Smeibidl, Markus Hammes, Bernd Rech, Axel Knop-Gericke (CAT-Projektleiter vom Fritz-Haber-Institut der MPG) und Thomas Frederking. Foto: Andreas Kubatzki/HZB

Neben der Tageszeitung vom 5.8.2013 und den EMIL-Bauplänen werden Archäologen der Zukunft in dieser Zeitkapsel auch einige Proben von Dünnschicht-Solarzellen aus 2013 finden. Foto: Andreas Kubatzki/HZB

Neben der Tageszeitung vom 5.8.2013 und den EMIL-Bauplänen werden Archäologen der Zukunft in dieser Zeitkapsel auch einige Proben von Dünnschicht-Solarzellen aus 2013 finden. Foto: Andreas Kubatzki/HZB

Mit einem feierlichen Spatenstich haben am Montag, den 5. August 2013 die Bauarbeiten für das neue Forschungslabor EMIL an BESSY II begonnen: Das „Energy Materials In-Situ Laboratory Berlin“ wird als hochmodernes  Präparations- und Analyselabor für die Solarenergie- und Katalyseforschung direkt an BESSY II angebaut. Das Gemeinschaftsprojekt vom HZB und der Max-Planck-Gesellschaft wird eine einzigartige Infrastruktur bieten, um interdisziplinär und industriekompatibel neue Materialien und Technologien zu entwickeln, die die Energiewende ermöglichen. Dazu zählen neue Materialsysteme für Solarmodule und Speicherlösungen, für die neuartige Katalysatoren entwickelt werden müssen.

„Der Bau von EMIL ist ein klares Zeichen für den Ausbau der Energieforschung am HZB. Solche einzigartigen Infrastrukturen sind eine wichtige Voraussetzung, um raschere Fortschritte in Energietechnologien zu erreichen“, sagte Prof. Anke-Rita Kaysser-Pyzalla, wissenschaftliche Geschäftsführerin des HZB. Sie dankte allen Beteiligten am HZB, dem Projektträger Jülich und den Zuwendungsgebern, aber auch den zuständigen Behörden für ihr großes Engagement bei der Vorbereitung und Betreuung des Bauprojekts.

Der Projektleiter Prof. Klaus Lips verwies in seiner Ansprache auf den jungen Helden in Erich Kästners Kinderklassiker „Emil und die Detektive“, der für die Mission des neuen Labors steht. „So wie Emil sich Verbündete gesucht hat, geht es auch hier darum, ein schlagkräftiges Team zu bilden und mit wissenschaftlicher Detektivarbeit die Verluste in Solarzellen dingfest zu machen“, so Lips. „Ab 2015 können wir in EMIL unter realen Bedingungen schon während der Herstellung von Dünnschicht-Solarzellen oder Katalysatoren analysieren, welche Prozesse an Grenzflächen ablaufen und diese sogar tiefenaufgelöst betrachten.“

Zur Gestaltung des Gebäudes erklärte der leitende Architekt Markus Hammes: „ Wir haben uns bewusst dafür entschieden, das EMIL-Gebäude an die Formsprache des Speicherrings anzulehnen, EMIL wird wie eine herausgeschobene Schublade  als integraler Bestandteil des BESSY II-Gebäudes erscheinen, aber mit eigener Aufgabe.“

Im Anschluss füllte Dr. Gerd Reichardt, der als technischer Projektmanager EMIL betreut, eine Zeitkapsel aus massivem Edelstahl: nicht nur mit dem Roman von Erich Kästner, der aktuellen Tageszeitung und den Bauplänen, sondern auch mit einigen Proben moderner Dünnschicht-Photovoltaik, die unter dem Baugrundstück vergraben wurde. Ende 2013 soll schon das Richtfest stattfinden, damit Ende 2014 die Labore bezugsfertig sind.

arö

  • Link kopieren

Das könnte Sie auch interessieren

  • Neues Kontaktmaterial steigert Wirkungsgrad von Perowskit-Solarzellen
    Science Highlight
    16.07.2026
    Neues Kontaktmaterial steigert Wirkungsgrad von Perowskit-Solarzellen
    Ein neu entwickeltes Material für den Elektronenkontakt verbessert die Wirkungsgrade von Perowskit-Einzelsolarzellen und Perowskit/Silizium Tandemsolarzellen. Das neue Material basiert auf einem Carboran-Molekül und bietet gegenüber dem bisher genutzten Standardmaterial aus so genannten Fußballmolekülen eine Reihe von Vorteilen, zeigt die Studie, die federführend von einem Team um Steve Albrecht erarbeitet wurde. Inzwischen ist das Material patentiert und kommerziell erhältlich.
  • BESSY II: Neue Probenumgebung erlaubt Einblick in thermokatalytische Prozesse
    Science Highlight
    15.07.2026
    BESSY II: Neue Probenumgebung erlaubt Einblick in thermokatalytische Prozesse
    Eine neuartige Messzelle ermöglicht erstmals Untersuchungen mit weicher und harter Röntgenstrahlung unter hohen Drücken von bis zu 20 bar und Temperaturen von bis zu 400 °C. Dies liefert neue Erkenntnisse über thermokatalytische Prozesse, wie beispielsweise die Fischer-Tropsch-Synthese zur Herstellung synthetischer Kraftstoffe. Die Entwicklung der Messzelle gilt als Meilenstein im Rahmen des Care-O-Sene-Projekts.
  • Präzise Grenzflächenchemie steigert Wirkungsgrad von Perowskit-Solarzellen
    Science Highlight
    14.07.2026
    Präzise Grenzflächenchemie steigert Wirkungsgrad von Perowskit-Solarzellen
    Im Rahmen einer internationalen Forschungskooperation wurde eine neue molekulare Strategie entwickelt, um eine der Grenzflächen in Perowskit-Solarzellen zu verbessern. Die daraus resultierenden Solarzellen erreichten in der n-i-p-Architektur einen Energieumwandlungswirkungsgrad von 26,19 % bei gleichzeitig hoher Betriebsstabilität unter längerer Bestrahlung und erhöhten Temperaturen. Die Ergebnisse wurden im „Journal of the American Chemical Society“ veröffentlicht.