Humboldt-Stipendiat verstärkt Aziz-Team

Dr. Tristan Petit kommt als Postdoc ins Team von Prof. Dr. Emad Aziz. Foto:T.Petit

Dr. Tristan Petit kommt als Postdoc ins Team von Prof. Dr. Emad Aziz. Foto:T.Petit

Illustration eines Nanodiamanten.

Illustration eines Nanodiamanten. © T. Petit

Ab 1. Juni kommt Dr. Tristan Petit als Postdoktorand für zwei Jahre in das Team um Prof. Dr. Emad Flear Aziz. Mit einem Postdoktoranden-Stipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung kann Petit seinen wissenschaftlichen Gastgeber in Deutschland selbst auswählen und hat sich für das Joint Ultrafast Dynamics Lab in Solutions and at Interfaces (JULiq) entschieden, das Aziz aufgebaut hat: „Ich möchte im Team von Aziz mitarbeiten, weil sie sehr viel Erfahrung mit Spektroskopie in Wasser besitzen“, sagt Petit. 

Tristan Petit ist erst 26 Jahre alt und hat im März 2013 seine Promotion an der Ecole Normale Supérieure de Cachan, Frankreich, abgeschlossen. In seiner Doktorarbeit am Diamond Sensors Laboratory (CEA), Gif sur Yvette, untersuchte er Oberflächenmodifikationen von Nanodiamanten, um ihr Potenzial für neue biomedizinische Anwendungen auszuloten. Nanodiamanten könnten sich zum Beispiel als  „Wirkstofftaxis“ eignen, sie sind kaum toxisch und ihre Oberflächen lassen sich leicht für den Transport weiterer Moleküle funktionalisieren. Allerdings ist bislang die Wechselwirkung zwischen Wassermolekülen und Nanopartikeln nicht verstanden.

Diesen Wechselwirkungen will Petit nun auf den Grund gehen. Dafür wird er wasserbasierte Dispersionen von Nanodiamanten im Mikro-Strahl „in situ“ mit weicher Röntgenspektroskopie untersuchen. Dies könnte Aufschluss darüber geben, wie sich diese besonderen Nanopartikel unter physiologischen Bedingungen, also im Körper, verhalten.  „Mit dem einzigartigen Lixedrom-Versuchsaufbau können wir hier Experimente machen, die nirgendwo anders möglich wären. Das war eine starke Motivation, nach Berlin zu kommen“ sagt Petit.

arö

Das könnte Sie auch interessieren

  • Grüner Wasserstoff: Nanostrukturiertes Nickelsilizid glänzt als Katalysator
    Science Highlight
    11.08.2022
    Grüner Wasserstoff: Nanostrukturiertes Nickelsilizid glänzt als Katalysator
    Elektrische Energie aus Wind oder Sonne lässt sich als chemische Energie in Wasserstoff speichern, einem hervorragenden Kraftstoff und Energieträger. Voraussetzung dafür ist allerdings die effiziente Elektrolyse von Wasser mit kostengünstigen Katalysatoren. Nanostrukturiertes Nickelsilizid kann die Effizienz der Sauerstoffentwicklungsreaktion an der Anode deutlich steigern. Dies zeigte nun ein Team aus dem HZB, der Technischen Universität Berlin und der Freien Universität Berlin im Rahmen der Forschungsplattform CatLab unter anderem auch mit Messungen an BESSY II.
  • RBB Abendschau zu Besuch bei CatLab
    Nachricht
    01.08.2022
    RBB Abendschau zu Besuch bei CatLab
    CatLab bekam Besuch von der rbb Abendschau.
    Unter dem Titel "Der Weg weg vom Erdgas" wurde der Beitrag am Sonntag, 31. Juli in de rbb Abendschau ausgestrahlt und wird für 7 Tage in die rbb-Mediathek verfügbar.
  • Michelle Browne baut neue Nachwuchsgruppe zur Elektrokatalyse am HZB auf
    Nachricht
    01.08.2022
    Michelle Browne baut neue Nachwuchsgruppe zur Elektrokatalyse am HZB auf
    Dr. Michelle Browne baut ab August am HZB ihre eigene Nachwuchsgruppe auf, die von der Helmholtz-Gemeinschaft für die kommenden fünf Jahre mitfinanziert wird. Die Elektrochemikerin aus Irland forscht an elektrolytisch aktiven neuartigen Materialsystemen und will Elektrokatalyseure der nächsten Generation entwickeln, zum Beispiel für die Wasserstoffproduktion. Damit findet sie am HZB eine passende Umgebung für ihr Forschungsthema.