Themen: Beschleunigerphysik (169) BESSY II (253) Personalia (223) Veranstaltungen (374)

Nachricht    18.10.2013

Technologietransfer-Preis für die Entwicklung eines optimierten Schneidwerkzeugs

Manuela Klaus und Christoph Genzel haben die Entwicklung von Schneidwerkzeugen ermöglicht, die viel weniger verschleißen und erhalten dafür den Technologietransfer-Preis des HZB.
Copyright: Ingo Kniest/HZB

Manuela Klaus zeigt ein "Silver Tiger"-Schneidwerkzeug.
Copyright: Ingo Kniest/HZB

Gruppenbild mit den fünf Nominierten, der Geschäftsführung, der Jury sowie dem Geschäftsführer der LIMO Lissotschenko Mikrooptik GmbH, die das Preisgeld gestiftet hat. Foto: Ingo Kniest/HZB.

Am 17. Oktober 2013 haben Dr. Manuela Klaus und Prof. Dr. Christoph Genzel den Technologietransfer-Preis des HZB gewonnen. Sie entwickelten in Kooperation mit der Walter AG, Tübingen, eine neuartige Analysemethode, die speziell die Struktur-Eigenschaftsbeziehungen komplex aufgebauter, beschichteter Schneidwerkzeuge aufklären kann. Dabei nutzten sie die Synchrotronstrahlung, die im Elektronenspeicherring von BESSY II erzeugt wird. Mit den gewonnenen Erkenntnissen konnte eine Produktserie von Schneidwerkzeugen mit hervorragenden Verschleißeigenschaften patentiert und erfolgreich am Markt eingeführt werden, die entsprechenden Konkurrenzprodukten weit überlegen ist.

Im Namen der Jury hob Prof. Dr. Ehrenfried Zschech vom Fraunhofer Institut für angewandte Mikroelektronik und Nanotechnologie Dresden (IZFP) die Bedeutung dieser Arbeit hervor: „In Kooperation mit einem Industriepartner haben die Preisträger die Eigenspannungsanalyse für gestapelte, dünnbeschichtete Materialien zu einer Reife gebracht, so dass sie heute in einer Reihe von Unternehmen als Standardverfahren eingesetzt werden kann. Die Arbeit von Manuela Klaus und Christoph Genzel ist ein hervorragendes Beispiel für den Methodentransfer am HZB.“ 

Die wissenschaftliche Geschäftsführerin des HZB, Prof. Dr. Anke Kaysser-Pyzalla, betont: „Als Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft forschen wir an Grundlagenfragen, aber immer mit Blick auf die gesellschaftlichen Herausforderungen. Mit dem Technologietransfer bringen wir Erkenntnisse aus der Spitzenforschung in die Anwendung und leisten ganz konkret einen Beitrag dazu, den Wohlstand im Land zu erhalten.  Außerdem bieten wir mit unseren Großgeräten BESSY II und BER II Industriepartnern einen sehr guten Service an – und bilden nicht zuletzt Fachkräfte für die Wirtschaft aus.“

Das Preisgeld für den HZB-Technologietransferpreis in Höhe von 5.000 Euro  wurde von der LIMO Lissotschenko Mikrooptik GmbH gesponsert. Der Geschäftsführer, Dr. Paul Harten, sagte während der Preisverleihung: „Unser Unternehmen ist selbst im Technologietransfer sehr aktiv. Wir arbeiten unter anderem bei der Weiterentwicklung von Technologien sehr eng mit Kolleginnen und Kollegen des Helmholtz-Zentrum Berlin zusammen. Deshalb freuen wir uns, dass wir mit dem Preis Leistungen des HZB beim Technologietransfer entsprechend würdigen können.“

Eine externe Fachjury aus ausgewiesenen Expertinnen und Experten bewertete die zwölf eingereichten Technologietransfer-Projekte nach ihrem Innovationsgrad und Marktpotenzial. Fünf Kandidaten trugen ihr Konzept während der Preisverleihung vor. Diese Präsentation hatte Einfluss auf die Bewertung der Jury, die anschließend das Gewinner-Team bekannt gab. Der Technologiepreis wird bereits zum sechsten Mal für herausragende Leistungen auf dem Gebiet des Technologietransfers durch das HZB verliehen. 

sz/arö


           



Das könnte Sie auch interessieren
  • <p><span>Im Kontrollraum von BESSY II lie&szlig; sich der DFG-Pr&auml;sident Prof. Dr. Peter Strohschneider erl&auml;utern, wie die Synchrotronquelle betrieben wird. Foto: HZB</span></p>NACHRICHT      29.07.2014

    DFG-Präsident besucht BESSY II

    Am 18. Juli besuchte Prof. Dr. Peter Strohschneider den Berliner Elektronenspeicherrng BESSY II am HZB und informierte sich über die Bedeutung der Synchrotronstrahlung für die Material- und Energieforschung. Außerdem konnte er das PVcomB besichtigen. [...]


  • <p>Der parlamentarische Staatssekret&auml;r des BMBF Stefan M&uuml;ller im Kontrollraum von BESSY II. Foto: HZB</p>NACHRICHT      28.07.2014

    BMBF-Staatsekretär Stefan Müller bei BESSY II zu Gast

    Seit Dezember 2013 ist Stefan Müller Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung Prof. Dr. Johanna Wanka. Nun informierte sich Stefan Müller über die Forschung am BESSY II. Der Besuch fand am Mittwoch, den 16. Juli 2014 statt. [...]


  • Julia Vogt aus der Gruppe SRF Wissenschaft (G-ISRF) erhielt für ihr Poster über die systematische Verdrängung von magnetischen Flusslinien aus supraleitendem Niob auf der 4. IPAC den Posterpreis. Ebenfalls ausgezeichnet wurde Yichao Mo (UMD, College Park, Maryland). Die beiden hatten sich unter mehr als 110 Bewerberinnen und Bewerbern durchgesetzt.  Foto: IPACNACHRICHT      21.05.2013

    Posterpreis auf Internationaler Teilchenbeschleunigerkonferenz an Julia Vogt

    Vom 12. bis 17. Mai tagte in Shanghai, China, die 4. Internationale Konferenz für Teilchenbeschleuniger (International Particle Accelerator Conference, IPAC13). Rund 1.200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus aller Welt hatten sich versammelt, um sich über Fortschritte bei Lichtquellen und Teilchenbeschleunigern auszutauschen. Besonderes Gewicht legten die Organisatoren auf die Postersession, auf der Nachwuchswissenschaftler ihre Arbeiten vorstellen konnten. Dabei erhielt die HZB-Doktorandin Julia Vogt aus dem Institut SRF Wissenschaft und Technologie (G-ISRF) einen Preis für das beste Poster. Insgesamt hatte die Jury über 110 eingereichte Poster begutachtet und zwei davon ausgezeichnet. [...]




Newsletter