Themen: Energie (316) Solarenergie (252) Kooperationen (145) Solare Brennstoffe (79) Personalia (248)

Nachricht    22.03.2016

Nachwuchsforscherpreis für Oliver Supplie

Preisübergabe an Oliver Supplie (3.v.l.). Personen auf dem Foto (v.l.n.r.): Prof. Dr. M. Mühlberg (Preiskommission), Prof. Dr. M. Heuken (Preiskommission, Vorsitzender AK Epitaxie), O. Supplie, Dr. W. Miller (Vorsitzender DGKK), Dr. J. Friedrich (Chair GCCCG)

Foto: Thomas Jauß

Die Deutsche Gesellschaft für Kristallzüchtung und Kristallwachstum (DGKK) zeichnete am 16. März 2016 Oliver Supplie mit einem Nachwuchspreis in Dresden aus. Supplie arbeitet an der TU Ilmenau und am Helmholtz-Zentrum Berlin. Mit dem Preis würdigt die DGKK Oliver Supplies hervorragende Arbeit zum besseren Verständnis von Grenzflächen zwischen III-V Halbleitern und Silizium. Das ist unter anderem für die Herstellung hocheffizienter Bauelemente bedeutend. Supplie nahm den mit 2.500 Euro dotierten Preis auf der „1st German Czechoslovak Conference on Crystal Growth“ entgegen.

In seiner Doktorarbeit beschäftigte sich Oliver Supplie mit Grenzflächen zwischen III-V Halbleitern und Silizium und untersuchte dabei das Wachstum von verdünnt stickstoffhaltigen Gallium-Phosphid-Schichten. Wegen der optimalen Bandlückenenergien eignen sich solche Halbleiter-Verbindungen – in Kombination mit Silizium als aktivem Substrat – hervorragend als Tandem-Absorber-Struktur für die Photovoltaik und die direkte Wasserspaltung mit Sonnenlicht (Photoelektrolyse).

„Mit dieser Arbeit haben wir zur Auflösung der atomaren Struktur dieser Grenzflächen wesentlich beigetragen. Das ist unter anderem für die Herstellung künftiger, hocheffizienter elektronischer Bauelemente entscheidend. Zudem konnten wir zeigen, dass sich die Struktur der Grenzfläche und die Eigenschaften der anschließend gewachsenen Halbleiterschichten gezielt während des Herstellungsprozesses modifizieren lassen. Dieser Prozess ist auch in situ mithilfe optischer Spektroskopie gut kontrollierbar", erklärt Supplie.

Oliver Supplie betont, wie wichtig der Austausch mit Kollaborationspartnern und in seiner Arbeitsgruppe war: "Wir betreiben äußerst intradisziplinäre Ober- und Grenzflächenphysik, mit großen Schnittflächen zur Materialwissenschaft, Chemie und Elektrochemie. Enge Zusammenarbeit mit Kollegen und gegenseitiges voneinander Lernen ist dabei unabdingbar. Ich hatte das Privileg mit exzellenten Wissenschaftlern, Studenten und Technikern im Team zu arbeiten." Auch die Zusammenarbeit mit Kollegen aus der Theorie habe sich als überaus fruchtbar erwiesen. 

Oliver Supplie arbeitet zurzeit als Postdoktorand an der TU Ilmenau und forscht im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung am HZB-Institut Solare Brennstoffe. "Der Institutsleiter Roel van de Krol hat unsere Arbeiten stets aktiv unterstützt und ermöglicht eine inspirierende und erfolgreiche Zeit in Wannsee", so Supplie.

(sz)


           



Das könnte Sie auch interessieren
  • SCIENCE HIGHLIGHT      10.07.2019

    Älteste vollständig erhaltene Lilie entdeckt

    Bereits vor 115 Millionen Jahren waren tropische Blütenpflanzen offenbar sehr vielfältig und zeigten alle typischen Merkmale. Zu diesem Schluss kommt ein internationales Forscherteam unter Leitung von Clément Coiffard, Museum für Naturkunde Berlin. Das Team berichtet in der renommierten Fachzeitschrift Nature Plants über die älteste vollständig erhaltene Lilie, Cratolirion bognerianum, die an einem Fundort im heutigen Brasilien entdeckt wurde. Mit Hilfe von 3D-Computertomographien am Helmholtz-Zentrum Berlin ließen sich auch Details auf der Rückseite der fossilisierten Pflanze analysieren. Die Ergebnisse werfen neue Fragen über die Rolle der Tropen bei der Entwicklung damaliger und heutiger Ökosysteme auf. [...]


  • <p>Ein R&ouml;ntgenpuls untersucht die Delokalisierung von Eisen 3d-Elektronen auf anliegende Liganden.</p>SCIENCE HIGHLIGHT      09.07.2019

    Ladungstransfer innerhalb von Übergangsmetall-Farbstoffen analysiert

    In farbstoffbasierten Solarzellen sorgen Übergangsmetall-Komplexe dafür, dass Licht in elektrische Energie umgewandelt wird. Bisher ging man davon aus, dass innerhalb des Moleküls eine räumliche Ladungstrennung stattfindet. Dass dies eine zu simple Beschreibung des Prozesses ist, zeigt eine Analyse an BESSY II. Erstmals hat dort ein Team die fundamentalen elektronischen Prozesse rund um das Metallatom und seine Liganden untersucht. Die Arbeit ist in der Fachzeitschrift „Angewandte Chemie, International Edition“ erschienen und stellt das Titelbild. [...]




Newsletter