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Nachricht    22.03.2016

Nachwuchsforscherpreis für Oliver Supplie

Preisübergabe an Oliver Supplie (3.v.l.). Personen auf dem Foto (v.l.n.r.): Prof. Dr. M. Mühlberg (Preiskommission), Prof. Dr. M. Heuken (Preiskommission, Vorsitzender AK Epitaxie), O. Supplie, Dr. W. Miller (Vorsitzender DGKK), Dr. J. Friedrich (Chair GCCCG)

Foto: Thomas Jauß

Die Deutsche Gesellschaft für Kristallzüchtung und Kristallwachstum (DGKK) zeichnete am 16. März 2016 Oliver Supplie mit einem Nachwuchspreis in Dresden aus. Supplie arbeitet an der TU Ilmenau und am Helmholtz-Zentrum Berlin. Mit dem Preis würdigt die DGKK Oliver Supplies hervorragende Arbeit zum besseren Verständnis von Grenzflächen zwischen III-V Halbleitern und Silizium. Das ist unter anderem für die Herstellung hocheffizienter Bauelemente bedeutend. Supplie nahm den mit 2.500 Euro dotierten Preis auf der „1st German Czechoslovak Conference on Crystal Growth“ entgegen.

In seiner Doktorarbeit beschäftigte sich Oliver Supplie mit Grenzflächen zwischen III-V Halbleitern und Silizium und untersuchte dabei das Wachstum von verdünnt stickstoffhaltigen Gallium-Phosphid-Schichten. Wegen der optimalen Bandlückenenergien eignen sich solche Halbleiter-Verbindungen – in Kombination mit Silizium als aktivem Substrat – hervorragend als Tandem-Absorber-Struktur für die Photovoltaik und die direkte Wasserspaltung mit Sonnenlicht (Photoelektrolyse).

„Mit dieser Arbeit haben wir zur Auflösung der atomaren Struktur dieser Grenzflächen wesentlich beigetragen. Das ist unter anderem für die Herstellung künftiger, hocheffizienter elektronischer Bauelemente entscheidend. Zudem konnten wir zeigen, dass sich die Struktur der Grenzfläche und die Eigenschaften der anschließend gewachsenen Halbleiterschichten gezielt während des Herstellungsprozesses modifizieren lassen. Dieser Prozess ist auch in situ mithilfe optischer Spektroskopie gut kontrollierbar", erklärt Supplie.

Oliver Supplie betont, wie wichtig der Austausch mit Kollaborationspartnern und in seiner Arbeitsgruppe war: "Wir betreiben äußerst intradisziplinäre Ober- und Grenzflächenphysik, mit großen Schnittflächen zur Materialwissenschaft, Chemie und Elektrochemie. Enge Zusammenarbeit mit Kollegen und gegenseitiges voneinander Lernen ist dabei unabdingbar. Ich hatte das Privileg mit exzellenten Wissenschaftlern, Studenten und Technikern im Team zu arbeiten." Auch die Zusammenarbeit mit Kollegen aus der Theorie habe sich als überaus fruchtbar erwiesen. 

Oliver Supplie arbeitet zurzeit als Postdoktorand an der TU Ilmenau und forscht im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung am HZB-Institut Solare Brennstoffe. "Der Institutsleiter Roel van de Krol hat unsere Arbeiten stets aktiv unterstützt und ermöglicht eine inspirierende und erfolgreiche Zeit in Wannsee", so Supplie.

(sz)


           



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